Mein Kind hat Probleme bei der Handynutzung – was kann ich tun?

Eltern wünschen sich, dass ihr Kind mit einem Handy verantwortungsvoll umgeht. Doch manchmal passiert es trotzdem: Die Kinder sind in eine Kostenfalle getappt, wurden im Internet mit Pornografie konfrontiert oder sind zum Opfer oder Täter in Sachen Cybermobbing geworden. Wie sollte man hierauf als Elternteil reagieren?

Keine Frage: Nutzen Kinder ein Handy, kann es zu Problemen kommen. Eltern sind sich allerdings oft unsicher, wie sie dann reagieren sollten: Ist es am besten, das Kind direkt zu konfrontieren? Oder bringt es vielleicht bessere Ergebnisse, erst einmal ruhig miteinander zu reden?

Hilft immer: ein offenes Gespräch

Apple iPhone XsWenn Kinder Handys nutzen, kann es auf vielerlei Arten zu Problemen kommen. Egal, worum es im Einzelfall geht – Eltern sollten versuchen, ein wertfreies und offenes Gespräch mit dem Kind zu führen. Und zwar selbstverständlich auch dann, wenn es selbst für den Verstoß verantwortlich ist. Schuldzuweisungen würden vermutlich nur dazu führen, dass es innerlich blockiert und überhaupt nicht mehr mit sich reden lässt.

Im gemeinsamen Gespräch kann stattdessen herausgefunden werden, warum das Kind auf eine bestimmte Art und Weise gehandelt hat: Wollte es vielleicht seine Freunde beeindrucken, indem es gewaltverherrlichende Videos angesehen und weitergeschickt hat? Steckte einfach nur Neugier dahinter? Oder war der In-App-Kauf ein reines Versehen? Anschließend sollten allerdings neue Abmachungen getroffen werden, wie sich dein Kind in Zukunft verhalten möchte.

Die folgenden Situationen geben dir erste Anhaltspunkte, wie du bei spezifischen Problemen vorgehen könntest.

Hohe Handykosten

Hohe Handykosten entstehen zum Beispiel dann, wenn das Kind sein Datenvolumen überstrapaziert, Gesprächsminuten überschreitet, kostenpflichtige Apps erwirbt oder In-App-Käufe tätigt. Das Ergebnis ist in allen Fällen dasselbe: Die Handyrechnung ist teurer als erwartet.

In diesem Fall bietet es sich zunächst an, nach dem Grund für die hohe Rechnung zu fragen. Hat das Kind vielleicht aus Versehen ein kostenpflichtiges Angebot gebucht oder wollte es eine App unbedingt haben, weil sie bei den Freunden beliebt ist? Eltern können mit ihrem Kind in diesem Fall noch einmal darüber sprechen, woran man kostenpflichtige Angebote erkennt. Je nach Alter des Kindes können sie auch eine Sicherung einstellen, mit der es keine Anwendungen mehr versehentlich herunterladen kann.

Jugendliche hingegen wissen in der Regel schon besser darüber Bescheid, wie Handykosten zustande kommen. Natürlich sollte auch mit ihnen ein Gespräch an erster Stelle stehen, je nach Fall und Höhe der Kosten können sie aber bereits daran beteiligt werden oder sie sogar vollständig übernehmen.

Fragwürdige Inhalte

Samsung Galaxy Note9Besonders auf den Handys Jugendlicher finden sich manchmal problematische Inhalte: Heranwachsende tauschen zum Beispiel pornografische Inhalte oder Gewaltvideos aus. Hier muss eindeutig unterschieden werden, ob das eigene Kind diese Inhalte nur bekommen oder auch selbst versendet hat. In beiden Fällen gilt zunächst: Wer Gewaltvideos oder pornographische Inhalte an andere Minderjährige weiterleitet, begeht eine Straftat.

Hat dein Kind solche Bilder oder Videos bloß bekommen, etwa von einem Freund über WhatsApp, kann zunächst ein ruhiges Gespräch über die Inhalte helfen, das Gesehene zu verarbeiten. Anschließend sollte aber in jedem Fall noch einmal mit dem Täter gesprochen werden, damit dasselbe nicht noch einmal passiert. Der Gang zur Polizei ist dann angebracht, wenn dein Kind weiterhin regelmäßig solche Videos zugeschickt bekommt.

Hat es hingegen fragwürdige Fotos und Videos selbst weiterverbreitet, solltest du mit deinem Kind über die Auswirkungen und möglichen Konsequenzen seines Verhaltens sprechen. Nicht nur schadet es dadurch anderen, auch kann es zu juristischen Problemen kommen.

Cybermobbing

Ähnlich verhält es sich beim Cybermobbing. Wird dein Kind beispielsweise von anderen bloßgestellt oder beleidigt, braucht es zunächst Verständnis, aber auch eine Handlungsperspektive. In diesem Fall kannst du gemeinsam mit deinem Kind regeln, wie ihr vorgehen wollt. Es bietet sich an, Screenshots von den Grenzüberschreitungen zu erstellen, um im Falle des Falles über Beweismittel zu verfügen. Darüber hinaus ist es häufig sinnvoll, Lehrer oder weitere Vertrauenspersonen über den Vorfall zu informieren. Ändert der Täter sein Verhalten nicht, bleibt schließlich noch die Anzeige als letzte Option.

Ist dein Kind am Cybermobbing als Täter beteiligt, solltest du zunächst versuchen, die Gründe nachzuvollziehen – häufig steckt der Wunsch nach Anerkennung dahinter. Es sollte aber auch wissen, dass einer anderen Person Schaden zugefügt hat. Letztendlich bietet es sich an, Kontakt zu anderen Eltern herzustellen und gemeinsam zu klären, wie dem Mobbing ein Ende gesetzt werden kann. Zu einem Handyverbot oder ähnlichen Sanktionen sollte erst dann gegriffen werden, wenn dein Kind sein Verhalten partout nicht ändern möchte.

Handyverbot — ja oder nein?

Vor allem, wenn das eigene Kind schon einmal Regeln missachtet hat, denken manche Eltern darüber nach, ihm ein Handyverbot zu erteilen. Weil sie ihm so aber wichtige Erfahrungen vorenthalten und häufig auch den Kontakt zu den Freunden massiv einschränken, sollte ein Handyverbot immer die letzte Option sein. Überdenke daher lieber noch einmal, ob es wirklich angebracht ist oder ob die Situation nicht vielleicht doch anders geregelt werden könnte.

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