Was ist Android? Das musst du über Android wissen

Google Android - Alles zum mobilen Betriebssystem
Google Android - Alles zum mobilen Betriebssystem

Android, iOS oder Windows-Betriebssystem – wo ist eigentlich der Unterschied? Und was kann Android, was die anderen Systeme nicht können? Wir klären für euch die wichtigsten Fragen rund um die Software-Plattform.

Das ist Android

Bei Android handelt es sich einerseits um ein Betriebssystem und andererseits um eine Software-Plattform für mobile Geräte. Dazu gehören neben Smartphones auch Tablets, Mediaplayer, Netbooks und andere Mobiltelefone. Entwickelt wurde das System von der Open Handset Alliance, die von Google gegründet wurde. Es handelt sich um eine quelloffene, freie Software, auf die verschiedene Entwickler Zugriff haben. Aus diesem Grund können etliche Apps tagtäglich für Android bereitgestellt werden. Das System enthält einen Linuxel-Kern, unterscheidet sich aber aufgrund von verschiedenen Abwandlungen von den klassischen Linux-Systemen. Gesteuert wird Android über Touchscreens und eine eigene Benutzeroberfläche, die allerdings von Hersteller zu Hersteller beziehungsweise Gerät zu Gerät variiert.

Geschichte von Android

2003 wurde das Android-Unternehmen von Andy Rubin gegründet und zwei Jahre später von Google aufgekauft. Der ursprüngliche Gedanke hinter dem System war die Steuerung von digitalen Kameras. Im Jahr 2007 entwickelte Google mit über 30 weiteren Mitgliedern die Open Handset Alliance. Im Rahmen der Allianz wurde im Folgejahr das Betriebssystem Android veröffentlicht und war ab dem 21. Oktober verfügbar. Als erstes Android-Handy wurde das HTC Dream in den USA vermarktet. Dieses konnte auch als erstes Gerät auf GPS zugreifen. In den letzten Jahren wurden weitere Smartphones mit Android auf den Markt gebracht. Zusammen mit Nexus hat Google zudem eigene Android-Handys veröffentlicht. Seit Ende 2016 endete das Nexus-Programm. Stattdessen ersetzte Google das Programm durch Pixel-Geräte.

Diese Geräte nutzen Android

Android ist das am vielfältigsten einsetzbare Betriebssystem und wird herstellerübergreifend weiterentwickelt. Unter anderem Smartphones von HTC, LG, Samsung und Sony laufen über Android. Dazu kommen die von Google entwickelten Nexus-Handys. Dem hingegen sind Smartphones von Apple und Nokia sowie Windows Phone Geräte mit eigenen Betriebssystemen ausgestattet. Entwickelte Anwendungen sind dementsprechend nicht systemübergreifend anwendbar, sondern müssen auf jedes Betriebssystem einzeln angepasst werden. Aus diesem Grund ist es oftmals so, dass Apps zunächst für das offenere Android nutzbar sind und erst im Nachhinein für das Apple-eigene iOS veröffentlicht werden.

Android-Versionen

Die Open Handset Alliance ist ab Version 1.5 von Android dazu übergegangen, die Updates nach Süßspeisen zu benennen. Die Anfangsbuchstaben der jeweils englischen Namen sind alphabetisch geordnet. Das jeweils zur entsprechenden Version entworfene Maskottchen kann in den Einstellungen unter Geräteinformationen durch mehrfaches Anklicken der installierten Version angezeigt werden. Durch regelmäßige Serviceupdates lösen die jeweiligen Versionen sich ab. Dabei waren die ersten Versionen bis Android 2.3 (Gingerbread) nur auf Smartphones ausgerichtet. Diese trugen die Namen:

  • Android 1.0 „Base
  • Android 1.1 „Base_1.1“
  • Android 1.5 „Cupcake“
  • Android 1.6 „Donut“
  • Android 2.0.x / 2.1 „Éclair“
  • Android 2.2.x „Froyo“ (Frozen Yoghurt)
  • Android 2.3.x „Gingerbread“

Seitdem sind weitere Versionen erschienen, wobei Android 3 (Honeycomb) einzig auf Tablets ausgelegt war. Ab Version 4 wurde die Gerätetrennung aufgehoben und die Systeme sind inzwischen für Smartphones und Tablets verfügbar. Bis heute hat Google folgende Updates veröffentlicht:

  • Android 3.x.x „Honeycomb“
  • Android 4.0.x „Ice Cream Sandwich“
  • Android 4.1.x / 4.2.x / 4.3.x „Jelly Bean”
  • Android 4.4.x „Kitkat“
  • Android 5.0.x / 5.1.x „Lollipop“
  • Android 6.0.x „Marshmallow“
  • Android 7.0.x / 7.1.x „Nougat“ (Stand März 2017)

Jedes der Systeme besitzt mehrere Homescreens, auf denen App-Verknüpfungen abgelegt werden können. Zwar gab es mit jedem Update Veränderungen im Aufbau, allerdings blieben die Grundlagen dieselben. Durch horizontales Wischen lassen sich die einzelnen Startbildschirme navigieren. Am oberen Rand finden sich Statusanzeigen wie Uhrzeit, Empfang und Symbole für Benachrichtigungen sowie die Akkustandsanzeige. Ziehst du diesen oberen Balken nach unten, öffnet sich der Schnellzugriff. Das Menü erreichst du über einen gesonderten Button unterhalb der Bildschirme.

Regelmäßige Updates

Nicht alle Smartphones und Tablets unterstützen Systemupdates auf eine neue Android-Version. Sofern dies jedoch möglich ist, ist es sinnvoll, das System regelmäßig zu updaten, um Fehler auszumerzen und das Gerät mit nötigen Sicherheitsupdates auszustatten. Besteht eine Verbindung zum Internet, kann das System direkt auf das Gerät geladen und installiert werden. Allerdings ist auch ein Update über den PC möglich. Um auf dein Android-Smartphone manuell auf Systemupdates zu überprüfen, rufst du im Abschnitt „System“ innerhalb der Einstellungen die „Geräteinformationen“ auf. Unter dem Punkt „Updates manuell herunterladen“ überprüfst du den aktuellen Status und kannst das Gerät aktualisieren. Achtung: System-Updates solltest du bestenfalls bei aktiver WLAN-Verbindung durchführen, um zusätzliche Gebühren zu verhindern.

Anwendungen für Android

Die für Android verfügbaren Apps sind über den sogenannten Google Play Store erhältlich. Früher wurde der Store als Android Market bezeichnet. Googles Play Store bietet das größte App-Angebot und hat Apple in der Anzahl der verfügbaren Anwendungen überholt. Zudem sind bereits verschiedene Apps auf Android-Geräten vorinstalliert. Dazu gehört beispielsweise das Google-eigene Navigationssystem Google Maps und ein Webbrowser. Ein großer Teil der im App-Store verfügbaren Anwendungen ist kostenfrei. Die dort aufgeführten Anwendungen werden von Entwicklern hergestellt und angeboten. Dies ist allerdings nur in bestimmten Staaten möglich, wobei Deutschland, Österreich und die Schweiz gelistet sind. Entwickler haben zudem die Möglichkeiten, andere Märkte zu nutzen, um ihre Apps anzubieten.