5G im Überblick: Das ist und kann der Mobilfunkstandard

Überblick über 5G

5G ist groß im Kommen und jeder will dabei sein. Der Mobilfunkstandard soll in Zukunft 4G/LTE ergänzen und früher oder später ablösen.

In der Mobilfunkbranche ist seit geraumer Zeit von 5G die Rede. Erst vor einigen Wochen wurden die Auktionen rund um den neuen Mobilfunkstandard abgehalten und es finden sich stets neue Schlagzeilen rund um 5G: Vor den Auktionen gab es Uneinigkeiten und langwierige Verhandlungen, was die Voraussetzungen anging. Zudem hören wir immer wieder von Debatten um Huawei und die Lieferung von 5G-Netzkomponenten. Aber was ist 5G eigentlich? Und was macht es so besonders? Wir liefern einen Überblick.

Einfach erklärt: Was ist 5G?

Als 5G bezeichnen wir den Mobilfunkstandard der 5. Generation. Als digitaler Standard wie GSM, UMTS und LTE – auch bekannt als 2G, 3G und 4G – soll er die digitale Zukunft revolutionieren und noch um ein Vielfaches schneller und verzögerungsfreier Daten drahtlos übertragen. Dabei ist es gleichzeitig das Ziel, Deutschland möglichst flächendeckend ans mobile Netz anzuschließen und Funklöcher weitestgehend zu schließen.

Aus diesem Grund war eine Voraussetzung für die Mobilfunkanbieter, die an den Versteigerungen der 5G-Frequenzen teilnehmen wollten, ein fortgeführter Ausbau ihres Netzes. Betroffen sind hier vor allem ländliche Bereiche. Mobiles Surfen ist erst seit 3G überhaupt möglich, mit 4G/LTE kam dann das Plus an Speed. Noch ist LTE vorherrschend. Vermutlich wird der Nachfolger ab 2020 einsatzbereit sein.

Was kann 5G, was die anderen nicht können?

Relevant dürfte 5G zunächst vor allem für Unternehmen sein. Latenzzeit ist hier das Stichwort, sprich: die Zeit, die ein Netz braucht, um zu reagieren. Die deutlich schnelleren Geschwindigkeiten sollen in Zukunft neue Möglichkeiten für die Industrie mitbringen. Damit soll unter anderem autonomes Fahren erst ermöglicht werden. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Generationen soll 5G eine Reaktionszeit von unter einer Millisekunde mitbringen. Es geht demnach nicht nur um höhere Performance, sondern auch um die Zuverlässigkeit des Netzes.

Sollen Autos und Roboter beispielsweise gesteuert werden, kann nur so dafür gesorgt werden, dass es nicht zu Verbindungsabbrüchen kommt. Durch 5G ist die nahezu verlustfreie Vernetzung verschiedener Geräte und Steuereinheiten erst möglich. Für den Privatnutzer hingegen ist von schnellerem Internet, stabileren Streams und flotten Downloads die Rede. Experten weisen allerdings immer wieder darauf hin, dass aktuell der eigentliche Mehrwert von 5G und das Haupteinsatzgebiet noch nicht klar vorauszusehen sind.

Die Vorteile von 5G in Zahlen

Während LTE bis zu 1 Gbit pro Sekunde ermöglicht, sollen mit 5G bis zu 10 Gbit möglich sein. Weltweit sollen 100 Milliarden Geräte gleichzeitig bedient werden können – und das mit einer höheren Netzstabilität. Daneben verspricht 5G einen bis zu 90 Prozent geringeren Strom- und Energieverbrauch.

Vergleich wir 5G beispielsweise mit 3G, also UMTS, können wir einen rasanten Anstieg feststellen. In den letzten zwei Dekaden sind die Geschwindigkeiten mit der Einführung von 5G 26.000 Mal gestiegen. Heute sind die Übertragungsraten von 3G für die meisten Menschen eher eine Zumutung. Inzwischen gab es eine Menge Speedtests zu 5G, einer bereits im Jahr 2015, bei dem auf dem MWC per Testnetz Datenraten erreicht wurden, die einen 16-Mbit-DSL-Anschluss um ein über 200-Faches überholten.