0178: Welcher Anbieter vergibt die Vorwahl?

Welches Netz nutzt die Vorwahl 0178?

Vor 2002 war es noch denkbar einfach, zu ermitteln, welche Vorwahl zu welchem Netz gehört. Inzwischen hat sich das geändert. Warum das so ist und wie du trotzdem herausfindest, welches Netz du oder ein Bekannter mit der Vorwahl 0178 nutzt, erfährst du hier. 

Ursprünglicher Provider von 0178 

Grundsätzlich kann jede Nummer über ihre Vorwahl einem bestimmten Mobilfunkanbieter zugeteilt werden. Der Grund ist, dass nur ein Provider die Berechtigung hat, eine gewisse Vorwahl zu vergeben. Bei der 0178 war der ursprüngliche Anbieter E-Plus. Das heißt, dass das Netz, das erstmalig von jemandem mit der Vorwahl verwendet wurde, das von E-Plus war. Seit der Zusammenlegung von E-Plus und o2 wird die Nummer von Telefónica vergeben. Das heißt, dass Nutzer, die einen Neuvertrag mit der Vorwahl abgeschlossen haben, im o2-Netz telefonieren. 

Mögliche Provider für 0178 

Es gibt verschiedene Unternehmen, die Verträge im o2-Netz vermarken. Diese Anbieter können daher auch die 0178 als Vorwahl bereitstellen. Dazu gehören neben o2 beispielsweise auch Blau, die Drillisch-Marken, Ay Yildiz und zum Teil mobilcom-debitel. Das Problem: Seit 2002 ist es auch möglich, dass sich jemand mit der Vorwahl in einem anderen Netz herumtreibt, zum Beispiel in dem von Vodafone oder der Telekom. Die Netze werden ebenfalls von anderen Anbietern genutzt: congstar, otelo, freenetmobile u.v.m.  

Vorwahl kein Garant für das Netz mehr 

Inzwischen ist es nicht mehr so leicht, das Netz rein über die Telefonnummer zu ermitteln. Der Grund: die Rufnummernmitnahme. Schließt du einen neuen Handyvertrag ab, kannst du deine Nummer portieren. Seitdem ist die Vorwahl kein Garant mehr für ein bestimmtes Netz. Einschränkungen bei der Portierung gibt es allenfalls, wenn du von einem der Telekom Tarife in einen anderen wechseln möchtest: zum Beispiel, weil er Datenvolumen mit LTE bereitstellt oder eine andere Laufzeit hat. Eine interne Portierung – sprich: die Rufnummernmitnahme innerhalb eines Providers – ist nicht möglich. Das Netz ist davon jedoch nicht betroffen. Eine Portierung von einem Blau Handyvertrag zu Ay Yildiz stellt kein Problem dar, obwohl sich beide Anbieter im o2-Netz bewegen. 

Warum Netz herausfinden? 

Früher spielte es eine Rolle, in welchem Netz wir und unsere Gesprächspartner sich befanden. Haben wir jemanden angerufen, der ein anderes Netz nutzte, waren die Gespräche oftmals teurer, als wenn wir in dasselbe Netz telefoniert haben. Bei o2 war es lange Zeit so, dass du innerhalb des Netzes weniger pro Minute gezahlt hast. Seitdem die Allnet Flatrate allerdings in fast jedem Mobilfunkvertrag enthalten ist, spielen Minutenpreise bei Telefonaten mit dem Handy kaum mehr eine Rolle. Trotzdem ist es sinnvoll zu wissen, in welchem Netz wir telefonieren und surfen. Das hängt vor allem mit dem Netzausbau zusammen. Immerhin wollen wir keinen neuen Vertrag abschließen, bei dem wir durchweg nicht erreichbar sind. Ein Vergleich lohnt sich.  

Neue Rufnummer sinnvoll? 

Stehst du selbst vor einem Anbieterwechsel, solltest du dir immer die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, dich für eine neue Handynummer zu entscheiden. So kostet die Rufnummernmitnahme einerseits Geld und verzögert andererseits oftmals den Freischaltungsprozess. Zusätzlich kann es immer wieder zu Problemen bei der Portierung kommen. Folgende Gründe sprechen dennoch für die Mitnahme der Rufnummer: 

  • Du nutzt sie auch geschäftlich. 
  • Deine Freunde und du müssen sich keine neue Nummer merken. 
  • Du musst nicht alle Kontakte auf die neue SIM-Karte übertragen. 

So ermittelst du dein neues Netz bei Portierung 

Hast du deine Rufnummer zu einem neuen Provider mitgenommen, hast du verschiedene Möglichkeiten, um dein neues Netz zu ermitteln. Bestenfalls checkst du bereits vor Vertragsabschluss in den Konditionen, in welchem Netz du dich künftig bewegst. In den Unterlagen der meisten Handytarife ist diese Information zu finden. Während es bei o2, der Telekom und Vodafone denkbar einfach ist, wird es bei Anbietern wie Klarmobil oder mobilcom-debitel jedoch schwieriger. Beide Provider bieten unterschiedliche Verträge in verschiedenen Netzen an. Wirst du innerhalb der Vertragsunterlagen nicht fündig, kann ein Telefonat mit dem Provider Klarheit schaffen.  

Das Netz einer anderen Person erfragen 

Ist es nicht dein eigenes Netz, das du herausfinden möchtest, sondern das eines Freundes oder Bekannten, gibt es weitere Optionen: 

  • Apps zur Ermittlung des Netzes 
  • Datenbanken (Home Location Register) 
  • Abfrage über deine Service-Nummer 

Es gibt sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Apps, über die du das Netz einer bestimmten Rufnummer erfragen kannst. Häufig wird dir auch der aktuelle Provider angezeigt. Allerdings sind die Apps entsprechend fehleranfällig und können dir die Richtigkeit nicht gewährleisten. 

Deine Service-Nummer zur Netzermittlung 

Kennst du dein eigenes Netz, kannst du über eine entsprechende Rufnummer via SMS oder Anruf das Netz einer bestimmten Nummer erfragen. Ist ein Familienmitglied oder Bekannter mit der Vorwahl 0178 unterwegs, findest du so heraus, in welchem Netz er sich bewegt. Hier findest du die Service-Nummern: 

  • D1-Netz: 4387 
  • D2-Netz: 12313 
  • o2: 4636 
  • Festnetz: 0800 5052090 

Bist du selbst beispielsweise o2-Kunde, schreibst du eine SMS mit „NETZ 0178xxxxxxx“ an die Kurzwahl 4636. Dabei ist „x“ durch die Rufnummer, um die es geht, zu ersetzen. Bei allen anderen Anbietern tippst du ins Wahlfeld die Kurzwahl ein und dahinter die Nummer, deren Netz du herausfinden möchtest, also zum Beispiel „4387 0178xxxxxxx“. Rufe die Durchwahl an und dir wird über ein Service-Telefon das Netz der Nummer angesagt.