0157 Vorwahl: Welches Netz & welcher Anbieter stecken dahinter?

0157 Vorwahl: Welches Netz & welcher Anbieter stecken dahinter?
0157 Vorwahl: Welches Netz & welcher Anbieter stecken dahinter?

Vor einigen Jahren konntest du noch anhand der Vorwahl erkennen, in welchem Netz ein Mobilfunkteilnehmer sich bewegt. Inzwischen ist es schwieriger, das aktuelle Mobilfunknetz einer Nummer herauszufinden. Warum das so ist und wie du dennoch an die Information kommst, erklären wir dir in unserem Ratgeber.

Vorwahl 0157: Netzanbieter vor 2002

Wird eine Nummer mit der Vorwahl 0157 zum ersten Mal vergeben, weist sie auf das E-Plus-Netz hin. Ursprünglich wurde sie von allen Anbietern verteilt, die das entsprechende Netz nutzen. Seit der Übernahme von E-Plus durch Telefónica wird die Vorwahl über kurz oder lang ein Hinweis auf das o2-Netz sein. Es gibt eine große Bandbreite an Providern, bei denen du dich nach Vertragsabschluss im Mobilfunknetz von Telefónica befindest:

Neues Netz durch Rufnummernportierung

Seit 2002 kannst du bei einem neuen Vertragsabschluss deine Handynummer mit zu einem neuen Anbieter nehmen. Zwar werden Nummern noch immer von bestimmten Providern vergeben, können dadurch aber nach einiger Zeit in einem anderen Mobilfunknetz anzutreffen sein. Per Gesetz müssen Mobilfunkanbieter eine Rufnummernmitnahme ermöglichen. Die einzige Ausnahme ist eine interne Portierung. Das heißt, dass du beim Abschluss eines Neuvertrags bei deinem Anbieter deine Handynummer nicht mitnehmen kannst. Anders sieht es wiederum bei Vertragsverlängerungen aus. Mit dem Netz hat das übrigens nichts zu tun. Wechselst du von einem o2 Tarif zu einem maXXim Vertrag, kannst du deine Nummer behalten.

Warum Rufnummer mitnehmen?

Entscheidest du dich für einen neuen Handyvertrag, hat das in der Regel gute Gründe. Zum Beispiel, weil du deinen Tarif monatlich kündigen können möchtest oder weil ein anderer Provider eine Allnet Flat mit mehr Datenvolumen und LTE anbietet. Je nachdem, für welchen Anbieter du dich entscheidest, kannst du vielleicht deinen DSL-Vertrag an einen der Handytarife des Providers koppeln. Oder du möchtest dein neues Handy finanzieren. Trotzdem wollen wir unsere Handynummer häufig nicht aufgeben. Immerhin telefonieren wir mit ihr seit Jahren, können sie eventuell endlich auswendig oder nutzen sie gar im Job. Hast du keine Lust, dich an eine neue Nummer zu gewöhnen, ist eine Portierung für dich sinnvoll. So sparst du dir auch die Fragen im Freundes- und Bekanntenkreis. Und musst niemanden auf eine neue Rufnummer hinweisen.

Eigenes Netz kennen

Nicht jeder Mobilfunknutzer kennt sein eigenes Netz. Häufig wissen wir auf Anhieb nicht einmal, welchen Anbieter wir eigentlich nutzen. Dabei hat es durchaus Vorteile, zu wissen, welcher Netzbetreiber sich darum kümmert, dass wir jeden Anruf ohne Probleme entgegen nehmen können. Oder wer dafür sorgt, dass wir mit LTE im Internet surfen. Daher solltest du beim Durchstöbern neuer Tarife auch das Netz in Betracht ziehen. Nicht alle Netze sind gleichermaßen gut ausgebaut. Und nicht in jeder Umgebung hast du dieselbe Netzqualität. Ein Netzcheck kann Abhilfe schaffen. Um herauszufinden, auf welches Mobilfunknetz die Handytarife bauen, die für dich infrage kommen, kannst du die Tarifdetails checken. So nutzt du bei congstar beispielsweise das Telekom-Netz, während otelo auf das D2-Netz von Vodafone setzt. Ein Vergleich der Tarife lohnt sich.

Aktuellen Netzbetreiber herausfinden

Ein Anruf bei deinem Provider reicht im Zweifelsfall aus, um dein eigenes Mobilfunknetz zu ermitteln. Möchtest du wissen, in welchem Handynetz eine andere Nummer telefoniert und surft, hast du verschiedene Möglichkeiten: Weißt du, dass die Nummer mit der Vorwahl 0157 nicht portiert wurde, kannst du davon ausgehen, dass der Nutzer sich des Telefónica-Netzes bedient. Andernfalls kannst du auf eine der folgenden Optionen zurückgreifen:

  1. Erfrage online über einen sogenannten Home Location Register den Anbieter und das Netz einer Rufnummer. Die Datenbanken erlauben dir eine bestimmte Anzahl an Anfragen pro Tag.
  2. Lade dir eine App herunter, die das Netz einer Nummer für dich überprüft. Manche kannst du kostenfrei downloaden.
  3. Rufe bei dem Service-Telefon deines eigenen Mobilfunknetzes an und erfrage das einer anderen Rufnummer – oder schreibe eine SMS.

Der Nachteil: Es besteht immer ein Restrisiko, dass die Portierung noch nicht weit genug zurückliegt. In diesem Fall wird dir womöglich ein Wechsel noch nicht angezeigt. Daher geben entsprechende Services keine Gewähr für die übermittelten Informationen.

Kurzwahl deines Netzbetreibers

Jeder Netzbetreiber hat eine eigene Service-Nummer eingerichtet, über die du solche Anfragen stellen kannst. Als D1-Nutzer rufst du bei der Kurzwahl 4387 an. Gibst du direkt die 0157-Nummer, deren Netz du erfragen möchtest, hinter der Kurzwahl ins Wahlfeld ein, wird dir am Hörer das Netz durchgegeben. Ähnlich funktioniert es bei D2 und aus dem Festnetz:

  • D2-Kurzwahl: 12312
  • Aus dem Festnetz: 0800 5052090

Nutzt du selbst das o2-Mobilfunknetz, kannst du eine SMS mit „NETZ 0157xxxxxxxx“ an die Kurzwahl 4636 schicken. Nach wenigen Minuten wird dir die gesuchte Antwort per Kurznachricht mitgeteilt.