Handy für Senioren: So triffst du die richtige Wahl beim Kauf

Älteres Paar macht lustige Selfies mit Smartphone
Senioren mit Handy

Du möchtest, dass deine Eltern oder Großeltern auch via Handy erreichbar sind? Oder wurdest sogar darum gebeten, dich doch mit ihnen um ein Mobiltelefon zu bemühen? Dann sieh dir an, worauf du beim Kauf eines Seniorenhandys achten solltest.

Um Missverständnissen direkt vorzubeugen: Selbstverständlich gibt es im frühen 21. Jahrhundert auch technikaffine Senioren, die durchaus fitter mit Smartphones sein können als jüngere Generationen. Allerdings gibt es auch viele ältere Menschen, die nicht mehr die Möglichkeit haben, sich mit den technischen Neuerungen auseinanderzusetzen. Deshalb: Wenn du ein Handy an deine Eltern oder Großeltern bringen möchtest, haben wir hier einige Tipps für dich zusammengestellt. Mit diesen Ratschlägen findet ihr garantiert das passende Seniorenhandy.

Eventuelle Einschränkungen bewusstmachen

Die wenigsten Rentner nehmen gerne Hilfe an. Trotzdem kann zu ihrer eigenen Sicherheit die Anschaffung eines Handys sinnvoll sein. Wichtig ist, zu entscheiden, ob ein passendes Seniorenhandy her muss oder ob der Senior fit genug für ein handelsübliches Smartphone ist. Interessierte Senioren ohne technische Erfahrung sind auf andere Geräte angewiesen als die Großeltern, die bereits mit Computern und Handys konfrontiert wurden und womöglich selbst damit arbeiten. Allgemein sollte bei der Anschaffung eines Handys für Senioren allerdings davon ausgegangen werden, dass im Alter die körperlichen Einschränkungen zunehmen. Die Feinmotorik lässt irgendwann nach und Altersweitsichtigkeit, Grauer Star und Schwerhörigkeit machen es für viele schwierig, mit Handys umzugehen.

Leichte Bedienbarkeit

Für rüstigere Senioren ist es sinnvoll, nach einem Handy zu suchen, das über Tasten verfügt. Touch-Displays dürften vielen älteren Menschen Schwierigkeiten bereiten, da ihnen der Widerstand des Tastendrucks fehlt. Suchst du nach einem passenden Handy, sind daher große mechanische Tasten die erste Wahl. Zusätzlich sollte das Display nicht zu klein sein. Verschiedene Hersteller bieten direkt Seniorenhandys mit gut lesbarem Menü an. So wird es für die Betroffenen leichter, Nachrichten zu schreiben und Anrufe zu tätigen. Ein anderer Vorteil bei speziellen Seniorenhandys ist auch die höhere Lautstärke. Abgesehen davon sind sie in der Regel mit Hörgeräten kompatibel.

Mehr Sicherheit für den Nutzer

Je älter der Mensch wird, umso schwieriger fällt es vielen, sich zu bewegen. Stürze kommen häufiger vor und führen schnell zu Verletzungen. Mit Pech kommt der Betroffene nur schwerlich wieder alleine auf die Beine. Manche Seniorenhandys verfügen über einen Sensor, der solche Stürze erkennt und umgehend Notrufe an festgelegte Nummern sendet. Zusätzlich besitzen sie gesonderte Notruffunktionen und vereinfachte Möglichkeiten der Handyortung. So ist leichter auszumachen, wo der Rentner sich befindet. Bekannte Hersteller von Seniorenhandys sind beispielsweise Doro und Emporia. Zwar gibt es immer wieder Senioren, die sich ungern mit der neuen Technik auseinandersetzen, mit einigen Kniffen kannst du jedoch versuchen, ihnen ein eigenes Handy ans Herz zu legen.

Internet: Unnötig oder zweckdienlich?

Ein Nachteil spezieller Seniorenhandy ist, dass sie eine beschränkte Ausstattung besitzen und normalerweise keine mobile Internetverbindung herstellen können. Auch Kameras sind oft nicht enthalten, ebenso wenig wie Musik-Player oder andere Features, die die Bedienung weiter erschweren könnten. Für viele Senioren mag das positiv sein. Andere hingegen mögen es, sich Bilder von ihren Kindern oder Enkeln auf dem Handy ansehen zu können. Und für viele ist das Internet auch eine Möglichkeit, sich zu informieren, Rezepte nachzuschlagen oder Nachrichten zu empfangen. Daher solltest du mit demjenigen, für den das Handy gedacht ist, darüber nachdenken, was er wirklich braucht und haben möchte.

Tarif oder Prepaid-Karte?

Für viele ältere Menschen lohnt sich ein Vertragsabschluss kaum. Wer nur telefoniert, wenn es wirklich notwendig ist, an dem ist ein Allnet Tarif verschwendet. Bei vielen älteren Menschen liegt das Handy die meiste Zeit zu Hause und wird schnell vergessen. Auf der anderen Seite gibt es auch zunehmend mehr Senioren, die ihre Handys aktiv nutzen. Auch hier ist die Frage, was sinniger ist: Prepaid-Karten können mit einem bestimmten Betrag aufgeladen werden und selbst, wenn die Karte leer ist, sind Notrufe immer noch möglich. Für viele stellt das die beste Wahl dar. Über Postpaid-Verträge kann daneben dafür gesorgt werden, dass das Handy jederzeit einsatzbereit ist. So ersparst du dir das erneute Aufladen deiner Karte und kannst dein Handy jederzeit nutzen. Bei aktiver Verwendung des Handys, und falls Datenvolumen erwünscht ist, kann ein passender Handyvertrag unnötige Kosten sparen.

2 Kommentare

  1. Meinen Dank für die Tipps zur Auswahl vom Handy! Für unseren Opa wird die leichte Bedienbarkeit sehr hilfreich sein. Die vereinfachten Möglichkeiten der Handyortung könnten dann ihm den Zugang zu den notwendigsten Nummern im Notfall erleichtern. Bei der Altenpflege werden manchmal auch die Minuten lebenswichtig,

  2. Ich wusste nicht, dass es ein Handy für Senioren gibt.

    Meine Großeltern sind schon sehr alt und benötigen daher kein Telefon. Leider können beide auch sehr schlecht hören, daher wollen wir ihnen das Leben erleichtern und ihnen ein Hörgerät kaufen.

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