Telekom: Smart Speaker unter europäischer Flagge

Dieser Sprachassistent ist DSGVO-konform

Bild: Telekom
  • Die Telekom setzt Google, Siri und Co. eine europäische Alternative entgegen.
  • Der Smart Speaker der Telekom greift auf zwei Assistenten zu.
  • Steuere dein Zuhause und deinen Tagesablauf DSGVO-konform.

Bereits Ende 2017 hat die Telekom ihren Smart Speaker angekündigt. Das Ziel: den amerikanischen Sprachassistenten eine europäische Alternative entgegensetzen. Datenschutz soll dabei eine besondere Rolle zukommen.

Alternative zu amerikanischen Sprachassistenten

Als Siri erstmals ihren Weg in iPhones gefunden hat, wusste der Markt noch nicht, dass er persönliche Sprachassistenten überhaupt benötigt. In den letzten Jahren hat sich das geändert. Mit Amazons Alexa, Google und Bixby sind zunehmend mehr Sprachassistenten aus den Laboren ihrer Anbieter emporgestiegen und haben den Markt erobert. Mit Alexa kannst du dein Zuhause steuern, Musik aktivieren, das Licht dimmen, den Fernseher einschalten … Der Nachteil: Viele Nutzer zweifeln an der Sicherheit der amerikanischen Sprachassistenten.

Dem setzt die Telekom nun ihren Smart Speaker entgegen. Zusammen mit dem Entwicklungspartner Orange wurde der Home Assistent entwickelt und auf die europäische Datenschutzverordnung abgestimmt. Damit antwortet die Telekom auf den Ruf von Kunden nach mehr Datensicherheit bei der Nutzung entsprechender Alltagshelferlein.

Datenschutz schreibt die Telekom groß

Datenschutz ist immer wieder Thema, wenn es um smarte Sprachassistenten geht. Skeptische Marktbeobachter befürchten, abgehört zu werden. Sie befürchten, dass Informationen aus dem heimischen Wohnzimmer weiterverwertet werden könnten. Immer wieder gibt es Debatten um die Aufzeichnung und Löschung persönlicher Daten durch die intelligenten Assistenten – vor allem Amazons Alexa steht diesbezüglich in der Schusslinie.

Die Telekom hingegen versichert, dass die Daten, die der Smart Speaker sammelt, nur in der EU gespeichert werden – und das auch nur bei direkter Ansprache des Assistenten. Sagt der Nutzer „Hallo Magenta“ beginnt das Gerät, Befehle aufzunehmen. Die Telekom garantiert, dass das Gerät ansonsten nicht mithört. Zudem kann es bei Bedarf auch deaktiviert und der Verlauf der Befehle gelöscht werden. Die Grundlage des Smart Speakers ist die DSGVO.

„Hallo Magenta“: Das ist der Assistent der Telekom

„Alexa“, „Ok Google“, „Hi Siri“ – Jeder smarte Assistent hat einen Aktivierungsbefehl. Bei dem Smart Speaker der Telekom ist es „Hallo Magenta“; angelehnt an das Magenta-Label des Giganten. Alternativ kann der Smart Speaker auch via Touch auf den Plan gerufen werden. Die Konfiguration des Speakers erfolgt über die „Hallo Magenta“-App. Aber das ist noch nicht alles: Aufgrund des aktuell noch eingeschränkten Funktionsumfangs des telekomeigenen Assistenten kann der Nutzer des Gadgets bei Bedarf auch auf Amazons Alexa zurückgreifen. Dadurch hat der Nutzer Zugriff auf einen gigantischen Funktionsumfang.

Die Telekom weist allerdings darauf hin, dass bei der Nutzung von Alexa die Datenverarbeitung nicht mehr durch die Telekom selbst erfolgt.

Das kann der Telekom Speaker

Wer Magenta SmartHome verwendet, kann über den Smart Speaker der Telekom seinen gesamten Haushalt vernetzen. Dadurch ist es dem Nutzer zum Beispiel möglich, das Licht einzuschalten, die Kaffeemaschine anzuschmeißen und die Heizung aufzudrehen. Wer außerdem MagentaTV – beispielsweise über einen MagentaZuhause-Tarif – nutzt, hat zudem die Chance, über den Smart Speaker den Fernseher zu bedienen. Und das alles ohne Fernbedienung, sondern einzig über Sprachbefehle. Weitere Funktionen, mit denen der Smart Speaker aufwartet, ist das Abspielen von Musik, aber auch das Tätigen von Anrufen und das Verwalten von Listen sowie Terminen.

Durch die Verwendung von zwei Sprachassistenten sind dem Nutzer kaum Grenzen gesetzt. Amazons Alexa macht es kinderleicht, via Amazon Bestellungen aufzugeben oder Geschichten vorzulesen. SmartHome und der Smart Speaker ergänzen sich optimal für ein High-Tech-Zuhause der Extraklasse. Und Spaß macht die Kommunikation mit den Sprachassistenten sowieso.

Technisches und Ausstattung

Werfen wir einen Blick auf die Technik hinter dem unscheinbaren Zylinder, finden wir eine ausgereifte Mikrofontechnologie, die dafür sorgen soll, dass die Stimme sogar bei Umgebungslärm klar herausgefiltert und Anweisungen sauber umgesetzt werden können. Hinzu kommt ein HQ Stereo Audiosystem für eine hohe Klangqualität. Die Smart Speaker der Telekom bringen außerdem noch den 3,5-mm-Klinkenanschluss mit, den inzwischen einige Smartphones vermissen lassen. Die Telekom wirbt mit vollen Bässen und kristallklaren Höhen bei der Soundwiedergabe. Je nach Aufgabe, die der Speaker erfüllt, leuchtet daneben der LED-Leuchtring der Speaker in unterschiedlichen Farben.

Die Konfiguration erfolgt über die dazugehörige App, wobei laut Hersteller die Einrichtung etwa 60 Minuten dauert. Die „Hallo Magenta“-App erklärt dem Nutzer die ersten Schritte und gibt Beispiele für die Verwendung des intelligenten Assistenten.

Was hältst du von dem Smart Speaker der Telekom?