Neue SIM-Karten bei o2: Anbieter will Plastik einsparen

Ansammlung von SIM-Karten
  • o2 verbreitet neues Trägermaterial für SIM-Karten.
  • Half-SIM sollen 30 Tonnen Plastik pro Jahr einsparen.
  • eSIM könnten in weiterer Zukunft zum Standard werden.

Nach der Telekom hat jetzt auch o2 ein neues Trägermaterial für SIM-Karten eingeführt. Dabei will die Telefónica sparen – an Plastik.

Dass Smartphones und deren Zubehör eine große Belastung für die Umwelt sind, sollte den meisten bekannt sein. Aus diesem Grund will neben der Telekom jetzt auch o2 möglichst viel Plastik einsparen. Hierfür sollen die SIM-Karten des Anbieters in Zukunft aus einem neuen Trägermaterial bestehen, dass es jetzt schon in o2-Stores gibt. Neukunden werden bereits mit den neuen Karten ausgestattet.

Half-SIM: Für den Kunden ändert sich nichts

Bislang war es so, dass der Träger von SIM-Karten Scheckkartenformat hatte und die benötigte Kartengröße herausgebrochen werden konnte. Das System bleibt im Prinzip dasselbe, allerdings wird der Träger nicht nur leichter, sondern auch kleiner. In Zukunft soll der SIM-Karten-Träger nur noch halb so groß sein. Ein Sparmaßnahme, die vor allem der Umwelt zugutekommt. Mehr als 30 Tonnen Plastik sollen o2 zufolge dabei pro Jahr eingespart werden.

Zudem wirke sich das geringere Gewicht auch auf den Transport und den dabei verbrauchten CO2-Ausstoß aus. Damit will der Anbieter seinen Anteil für den Klima- und Umweltschutz leisten. Die neuen SIM-Karten-Träger werden aufgrund ihrer neuen Größe als Half-SIM bezeichnet. Für den Nutzer macht das neue Format keinen Unterschied. Die Karten selbst sind weiterhin in Nano- beziehungsweise Micro-SIM-Größe gehalten. Ende März hatte schon die Telekom eine Umstellung angekündigt.

Vollständige Umstellung bis 2021

o2 hat bereits in seinen Shops damit begonnen, die neuen Karten an Vertrags-Neukunden zu vergeben. Bestandskunden betrifft diese Änderung zunächst nicht. Erst, wenn wegen Verlust oder Defekt eine neue SIM-Karte hermuss, werden auch sie mit den Half-SIM-Varianten beliefert. Das Ziel ist es, bis 2021 die neuen Karten auf allen Verkaufswegen etabliert zu haben. Das gilt auch für Partner- und Eigenmarken sowie alle Verkaufsshops, die SIM-Karten von o2 vermarkten.

In weiter Zukunft könnten eSIM eine rentable Alternative sein. Sie ist noch nicht allzu weit verbreitet, benötigt allerdings keinen Plastikträger mehr. Stattdessen ist sie im Gerät fest verbaut. Smartphones, die bereits mit eSIM ausgeliefert werden, sind beispielsweise das iPhone XS und das XR sowie manche Pixel-Geräte von Google und Smart Watches. Mobilfunkanbieter, die die eSIM unterstützen, versenden keine physischen Karten mehr, sondern nur noch Aktivierungscodes. Die Karten müssen lediglich aktiviert werden.

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