Kamera-Spionage: Kamera zum Schutz zukleben?

Achtung: Feind schaut zu!

Datennutzung auf dem Smartphone

Du sitzt vor deinem Laptop oder deinem Smartphone und schaust dir gemütlich an, was in deinem Social Media-Netzwerk so passiert. Nebenbei unterhältst du dich mit Freunden oder isst etwas. Alles, was in deinen vier Wänden passiert, ist in der Regel privat und niemand würde gerne dabei beobachtet werden. Was wäre, wenn jemand unsichtbar in der Zimmerecke sitzen und dich beobachten würde? Eine schlimme Vorstellung, oder?

Im Rahmen der Cyberkriminalität jedoch ist genau das machbar. Die Hacker zapfen einfach die Webcam deines Laptops oder die Selfiekamera deines Smartphones an und schon bist du ein offenes Buch. Um sich zu schützen, greifen viele Menschen zu komischen Methoden. Beispielsweise kleben sie die Kamera einfach ab, damit sie darüber nicht mehr beobachtet werden können. Rund jeder vierte Nutzer greift darauf zurück. Das hat eine Umfrage von Bitkom Research im letzten Jahr ergeben.

Junge Menschen sind besonders vorsichtig

Doch so komisch ist die Methode des Abklebens gar nicht. Experten raten sogar dazu. Wer seine Kamera nur selten verwendet, soll sie einfach abkleben, um ganz sicher zu sein. Wie gut das Gerät dadurch aussieht oder wie komfortabel es sich dann noch nutzen lässt, sei mal dahingestellt.

Die meisten Nutzer verzichten aber darauf, die Kameralinse an Laptop und Smartphone abzukleben. Die Besorgnis um eventuelle Kameraspionage hält sich ebenso in Grenzen. So fürchten sich zwar vor allem die jungen Menschen bis 29 Jahren vor Kameraspionage über Smartphone und Laptop, doch auch von ihnen verdeckt nur gut ein Drittel die Kamera. Je älter die Nutzer sind, desto weniger fürchten sie solche Cyberattacken. Ab 65 Jahren sind es gerade mal rund 13 Prozent der Nutzer, die ihre Kamera abdecken, um vor Spionageangriffen geschützt zu sein.

Abhilfe durch Updates

Experten raten, die Gerätesoftware und dadurch auch die Sicherheitsprogramme immer auf dem neuesten Stand zu halten. Regelmäßige Updates schließen die Sicherheitslücken, die Hacker sich gerne zu Nutze machen. Sollte dir etwas merkwürdig vorkommen, ist der Griff zu einem Virenscanner das erste Mittel der Wahl. Sollte die Kamera auch dann noch ein merkwürdiges Verhalten an den Tag legen, bleibt immer noch die Option, den Laptop zu formatieren oder das Smartphone auf die Werkseinstellung zurückzusetzen. Dadurch werden alle Daten von Drittanbietern entfernt. Dabei werden die schädlichen Programme gelöscht, aber leider auch deine privaten Dateien.

Quelle:

https://www.bitkom-research.de/epages/63742557.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63742557/Categories/Presse/Pressearchiv_2018/Jeder_Vierte_fuerchtet_KameraSpione

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