Schlaflos dank Smartphone

Sie wissen alles, können unseren Alltag planen, kennen uns in- und auswendig, machen unser (digitales) Leben leichter und sind aus unseren Taschen, Köpfen und Händen nicht mehr weg zu denken: Smartphones.

Doch offensichtlich haben auch unsere kleinen, technischen Helferlein – wie die meisten Dinge im Leben – zwei Seiten und sind Fluch und Segen zugleich. Schon lange stehen Smartphones im Verdacht, uns nicht nur den Tag zu versüßen, sondern auch den Schlaf zu rauben. Dazu gab es in der Vergangenheit diverse Studien, die diesen Verdacht bestätigen und als Übeltäter das blaue Displaylicht der Handys ausgemacht haben, da es die natürliche Melatoninproduktion des Körpers verhindern soll.

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Die jüngste Untersuchung des führenden Handyherstellers OnePlus zu diesem Thema, reiht sich in die Riege der Beweisbringer mit ein und bestätigt: Mehr als jeder vierte Erwachsene (29,6 Prozent) in Deutschland erlebt schlaflose Nächte, weil er mit seinem Smartphone ins Bett geht.

Hellblaues Display = Hellwach

„Was ist das?“ „Das ist blaues Licht.“ „Und was macht es?“ „Es leuchtet blau.“ Wer kennt ihn nicht, diesen legendären Wortwechsel aus dem Film Rambo III?! Wären Titelheld John Rambo und sein treuer Gehilfe und Freund Hamid im Film auch schon im Besitz eines Smartphones gewesen, hätten nicht nur ihre Feinde und Gegner schlaflose Nächte gehabt, sondern auch die Helden selbst.

Denn das blaue Licht des Handy-Displays vermittelt Untersuchungen zufolge dem menschlichen Auge – und demnach auch dem Gehirn – den Eindruck von Tageslicht. Tagsüber ist blaues Licht von Vorteil, da es die Stimmung, Konzentration und Reaktionszeit erhöht. Das bedeutet im Umkehrschluss: abends reagiert unser Körper auf das helle, blaue Display mit einer verminderten Produktion und Ausschüttung des Schlaf-Hormons Melatonin. Schaust du folglich zu später Stunde zu lange auf dein Handy, denkt dein Körper, es sei noch Tag und verhindert darum, dass du müde wirst. Gleiches gilt übrigens auch für Tablet-Displays. Also ist Rambo III vor dem Schlafengehen auf dem Tablet gucken auch nicht besonders ratsam.

Harte Fakten:
Von Einschlafstörung bis zum verpassten Termin

In der Pressemitteilung berichtete OnePlus, in ihrer Studie herausgefunden zu haben, dass rund 24 Millionen Deutsche unter schlaflosen Nächten aufgrund der abendlichen Handynutzung leiden. Dabei gilt: Je jünger die Nutzer sind, desto später können sie sich abends – zum Teil sogar erst nachts – von ihrem Handy trennen – und danach schlechter in den Schlaf finden.

50 Prozent der Millennials – also 50% der Generation, die um die Jahrtausendwende geboren wurden – berichten von Schlaflosigkeit, weil sie zu viel Zeit mit ihrem Smartphone verbringen – bei weitem die größte betroffene Altersgruppe. Fast jeder Zweite (40 Prozent) zwischen 18 und 34 Jahren ist zwischen 19 Uhr und 3 Uhr morgens am Mobiltelefon, nach 23 Uhr sind es immer noch 3 Prozent.

Der Großteil der Deutschen beschäftigt sich abends zwischen 19 – 23 Uhr mit dem Smartphone, nur in Schleswig-Holstein liegt die Fokuszeit zwischen 15 – 19 Uhr. Mit dem Alter scheint dann auch die Weisheit zu kommen, das Handy eher weg zu legen. „Nur“ bei einem Drittel der 35 – 44-Jährigen treten Probleme auf, gefolgt von 23 Prozent der 45 bis 54-Jährigen und 16 Prozent der über 55-Jährigen.

Doch die Schlaflosigkeit ist nur die häufigste Nebenwirkung. 14 Prozent gaben an, dass sie bereits einmal nicht bemerkt haben, dass jemand mit ihnen spricht, weil sie mit dem Smartphone beschäftigt waren. 12 Prozent kamen aufgrund der Smartphone-Nutzung sogar schon zu Terminen zu spät oder haben sie ganz verpasst.

Weitere Ergebnisse der OnePlus-Studie

Die Untersuchung ergab darüber hinaus:

  • Das Schlafzimmer (31 Prozent) ist nach dem Wohnzimmer (50 Prozent) der zweithäufigste Ort, an dem Erwachsene ihre Mobiltelefone benutzen.
  • Ein Drittel der Bevölkerung verwendet regelmäßig einen speziellen Displaymodus, um das blaue Licht zu reduzieren.
  • Mit jeweils 46 Prozent nutzen Saarländer und Thüringer ihre Smartphones am häufigsten im Bett, dicht gefolgt von Brandenburgern (45 Prozent) und Rheinland-Pfälzern (38 Prozent).
  • Die Nebenwirkungen unterscheiden sich: Jüngere Befragte sowie Männer litten eher unter Müdigkeit nach intensiver Smartphone-Nutzung während ältere Befragte (ab 35 Jahren) und Frauen eher unter Augenschmerzen litten.

Was hilft gegen Schlafprobleme

OnePlus gab die Studie in Auftrag, nachdem das Unternehmen sich „dem Kampf gegen das blaue Licht“ verschrieben hat. Die eigenen Modelle sind alle dahingehend optimiert und mit regulierenden Funktionen ausgestattet. Darüber hinaus gibt die  Pressemitteilung aber auch noch weitere Tipps, wie du selbst – ganz unabhängig von der Handynutzung – deinen Schlaf verbessern kannst:

  • Halte regelmäßige Schlafzeiten ein (am besten zur selben Zeit hinlegen und aufstehen)
  • Schaffe ein schlaffreundliche Umgebung (kühl, leise, dunkel, aufgeräumt)
  • Halte eine Zu-Bett-Geh-Routine ein (entspannend und beruhigend)