Samsung: So beeindruckend ist das Galaxy Fold

Endlich ist es da, Samsungs faltbares Smartphone
Bild © Samsung

Gestern hat Samsung in San Francisco nicht nur die drei neuen Galaxy S10-Modelle vorgestellt, sondern endlich auch das lang erwartete Samsung Galaxy Fold. Was das faltbare Smartphone nach etlichen Jahren der Entwicklung mitbringt, verraten wir dir in unserem Blogbeitrag.

Das Warten hat ein Ende

Erst Ende letzten Jahres hat Samsung mit den ganzen Spekulationen aufgeräumt und gezeigt, dass sie tatsächlich kurz vor der Präsentation ihres faltbaren Smartphones stehen. Wir erinnern uns: Ein gefaltetes Samsung-Logo hat auf Facebook ein Raunen durch die Massen gehen lassen. Danach folgte die Präsentation des Displays, aber was genau uns bei dem Smartphone an sich erwartet, wussten wir da immer noch nicht.

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Licht ins Dunkel hat nun nach Jahren des Wartens das Unpacked Event in San Francisco gebracht. Im letzten Jahr war die eher unbekannte Firma Royole Samsung zuvorgekommen und hat mit ihrem FlexPai das erste faltbare Smartphone veröffentlicht. Durch die Vorstellung kurz vor dem MWC 2019 ist Samsung immerhin schneller gewesen als die direkte Konkurrenz – Huawei zum Beispiel. LG für seinen Teil hat angekündigt, dass es entgegen der weitläufigen Meinung auf dem MWC 2019 kein faltbares Smartphone von seiner Seite geben wird.

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Galaxy Fold lässt sich zu einem Tablet entfalten

Das Display des Samsung Galaxy Fold ist in zusammengeklapptem Zustand nur 4,6 Zoll groß. Das ist nicht übermäßig riesig, wenn wir bedenken, dass die meisten aktuellen Smartphones inzwischen über 6 Zoll messen. Im ausgeklappten Zustand hingegen misst das Fold ganze 7,3 Zoll und hat damit die Ausmaße eines Tablets. Wie ein Buch lässt es sich entfalten und soll hunderttausende Faltvorgänge überleben. Und als Hybrid aus Smartphone und Tablet vermarktet Samsung seinen Exoten auch.

Bei der Vorstellung lässt der Hersteller es sich nicht nehmen, darauf zu verweisen, wie praktisch ein solches 2-in-1-Gerät im Alltag ist. Das Handy lässt sich auch bei geöffneten Anwendungen entfalten und die App vergrößert sich nahtlos auf die volle Breite. Auf dem Event wurde diese Funktion mehrfach vorgeführt und scheint problemlos zu funktionieren. Damit lässt sich Netflix unterwegs auf einem großen Display ansehen, das der Nutzer einfach wieder zusammenklappen kann, wenn es schnell gehen muss.

Ein weiterer Vorteil des großen Displays soll sein, dass das Gerät sogenanntes Drei-App-Multitasking erlaubt. Ergo: Der Nutzer kann drei Apps parallel öffnen und während er im rechten Bereich des Displays eine Folge seiner Lieblingsserie nutzt, kann er links mit seinen Freunden chatten und in der Mitte Zahlungen via PayPal tätigen.

Sechs Kameras und zwei Akkus

Wer sich das Event angeschaut hat, dem dürfte spätestens bei der Präsentation der Kameras kurzzeitig die Kinnlade abhandengekommen sein – jedenfalls denjenigen, die sich nicht gefragt haben, wofür sie sechs Kameras brauchen. Richtig: Das Galaxy Fold von Samsung bringt ganze sechs Kameralinsen mit. Davon drei auf der Rückseite, zwei innenliegend und eine frontal.

Dass das Gerät unter dem Hashtag #DoWhatYouCant steht, dürfte kaum mehr irgendwen überraschen. Die Triplekamera soll 16+12+12 MP im Gepäck haben, bei der Dual-Frontcam sind es immerhin 10 und 8 MP und die vorderste Einzellinse ist mit 10 MP versehen.

Damit das Smartphone problemlos läuft, hat der Hersteller zudem zwei Akkus verbaut – immerhin müssen beide Seiten der Medaille mit Energie versorgt werden. Insgesamt beträgt die Akkuleistung des Galaxy Fold schlappe 4.380 mAh. Bei der Displaygröße kaum verwunderlich, immerhin gehört der Bildschirm zu den größten Akkufressern.

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Innere Werte und Preisklasse

Der Arbeitsspeicher des Galaxy Fold lässt keinen Zweifel daran, dass wir es hier mit einem performancestarken Minicomputer zu tun haben. Ganze 12 GB RAM und ein neuer AR-Chipsatz treiben das faltbare Smartphone an. Der interne Speicher ist 512 GB groß und bietet damit genug Platz für alle Nutzerbilder, -videos und -daten. Erweiterbar ist er allerdings nicht. Dafür ist das Gerät ebenso wie die vorgestellten Galaxy S10-Modelle mit PowerShare der ersten Generation ausgestattet.

Das bedeutet, dass bei Bedarf kompatible Geräte über das Galaxy Fold aufgeladen werden können. Erhältlich ist das Galaxy Fold in den Farben Schwarz, Blau, Silber und Grün. Verfügbar ist es allerdings erst ab April. Die Galaxy S-Reihe hat hier Vorrang und geht Anfang März in den Verkauf. Wer den Preis für das Galaxy Fold noch nicht kennt, sollte sich nun aber erst einmal hinsetzen.

Das Gerät kostet rund 2000 Dollar und ist damit sogar noch teurer als die modernen Smartphones von Apple, die bislang in Sachen Marktpreis niemand so leicht geschlagen hat. Damit ist auch klar: Vorerst wird das Galaxy Fold eher ein Nischenprodukt sein. Gespannt sind wir dennoch auf den MWC.

Wer weiß, welche Konkurrenz dort auf Samsungs faltbares Smartphone wartet?

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