Realme: Chinesischer Smartphone-Entwickler peilt europäischen Markt an

Realme 3 Pro
Bild: Realme (Global)

Realme startete als Untermarke von Oppo in China. Jetzt peilt der aufstrebende Handyhersteller die Expansion in die USA und nach Europa an.

GSMArena hat den CEO von Realme, Madhav Sheth, interviewt und mit ihm über die Zukunftspläne des aufsteigenden Herstellers gesprochen. Neben der Verbreitung der Marke in China will Realme in Zukunft auch den europäischen und amerikanischen Markt erobern. Alles begann als Untermarke von Oppo, im letzten Jahr hat sich Realme allerdings auf eigene Füße gestellt und damit begonnen, unter anderem in Indien Geräte zu verkaufen. Daten zufolge nutzte ein Großteil der Realme-Kunden zuvor Smartphones von Samsung oder Xiaomi.

Realme schon im Juni in Europa?

Nach eigener Aussage plant der Hersteller, bereits zur Jahresmitte Smartphones in Europa zu verkaufen. Angepeilt ist zunächst der Onlinemarkt, wobei die Geräte nicht über Partner verkauft werden sollen, sondern direkt an den Kunden gehen. Sprich: Der Direktvertrieb soll es sein. Zunächst ist nur der Verkauf von Smartphones vorgesehen. Damit ist wohl aber noch nicht Schluss, weiteres Zubehör soll folgen. Gerade am Anfang bedient Realme noch die Einstiegsklasse an Smartphones. Das soll sich aber ebenfalls ändern.

Große Pläne für die Zukunft

Sheth hat sich GSMArena gegenüber offen für alle Preissegmente geäußert. Zudem will der Hersteller die volle Bandbreite abdecken. Das bedeutet, dass 5G ebenso auf der Agenda steht wie faltbare Smartphones. Allerdings lässt der CEO keinen Zweifel daran, dass er die Entwicklung von faltbaren Geräten zunächst im Auge behalten und erst später einsteigen möchte. Laut Sheth ziehen sie jede Technologie in Erwägung, die für die Nutzer praktisch genug ist. Die Falt-Technologie ist zurzeit „noch nicht komplett entwickelt“.

Software: eigene Oberfläche statt reinem Android

Reines, unverändertes Android soll es nach Aussage des CEO nicht geben. Stattdessen setzt der Hersteller auf ColorOS, die eigene Oberfläche. Die soll sich nah am puren Android bewegen, aber durch Optimierung ein besseres Nutzererlebnis schaffen. Das Ziel soll ein stabiles Betriebssystem mit regelmäßigen Patches und Systemupdates sein. Realme garantiert seinen Smartphones entsprechende Updates für zwei Jahre. Sheth kündigt an, die Nutzer zu fragen, was sie an reinem Android mögen, und diese Features in ihrem System zu bieten – stabil und ohne Lags. Viele Nutzer dürften darauf mit Skepsis reagieren.

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Quelle: https://www.gsmarena.com/interview_with_realme_ceo_madhav_sheth-news-36761.php