Erst Royole, dann Samsung: Hat die Ära faltbarer Displays begonnen?

So könnte das faltbare Smartphone von Samsung aussehen
Bild © Androidauthority
  • Das Royole FlexPai war offiziell das erste Smartphone mit flexiblem Bildschirm.
  • Samsung hat nun offiziell das Display des Galaxy F vorgestellt.
  • Andere Hersteller planen ihrerseits seit einiger Zeit entsprechende Geräte.

Nachdem erst das Royole FlexPai das Licht der Welt erblickte, hat nun auch endlich Samsung damit begonnen, sein kommendes Smartphone mit flexiblem Display zu vermarkten. Und wie es scheint, werden das nicht die letzten Geräte ihrer Art sein. Manch anderer Hersteller arbeitet ebenfalls an faltbaren Smartphones.

Neues Zeitalter eingeläutet?

Am 02. November haben wir von dem Royole FlexPai berichtet. Der bei uns unbekannte Hersteller war der erste, der ein Smartphone mit flexiblem Display auf den Markt gebracht hat. Erwartet haben wir, dass Samsung allen anderen zuvorkommt. Offenbar führte jedoch die Haltbarkeit des Displays seit einigen Jahren zu schier unlösbaren Problemen. Wie es aussieht, scheint Samsung ihnen mittlerweile jedoch Herr geworden zu sein. Denn nur wenige Tage später wurde auf der Developer Conference von Samsung das Galaxy F – oder X? –  angeteasert. Dabei lag der Fokus auf der besonderen Displaytechnologie.

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Und damit waren die beiden Hersteller nicht die Einzigen, die seit einer Weile an faltbaren Geräten arbeiten. Auch andere haben Blut geleckt. Es ist durchaus möglich, dass in den nächsten Jahren Handys mit flexiblen Displays aus dem Boden sprießen.

Diese Hersteller arbeiten an flexiblen Displays

Wo Samsung am Start ist, dürfen Apple und Huawei nicht fehlen. Es gibt Gerüchte, laut denen beispielsweise Apple ebenfalls an einem faltbaren Smartphone arbeitet. Angeblich soll ein entsprechendes Gerät innerhalb der nächsten zwei Jahre auf den Markt kommen. Bei Huawei wissen wir es schon etwas konkreter. Der Hersteller hat angegeben, voraussichtlich schon im nächsten Jahr ein faltbares Smartphone vorzustellen. So zumindest das Ziel. Das Smartphone wird, wie könnte es anders sein, über den Mobilfunkstandard 5G verfügen.

Damit wären die großen Drei abgedeckt. Allerdings werden sie kaum das Monopol haben. Auch LG arbeitet an einem flexiblen Display. Und weil das noch nicht genug der Herausforderung zu sein scheint, tummeln sich die Berichte, dass LG mit Fernsehgeräten zugange ist, die sich aufrollen lassen sollen. Daneben sprechen auch Xiaomi und Lenovo von Prototypen. Wir dürfen demnach gespannt sein, wie es 2019 in diesem Bereich weitergeht.

Kosten für faltbare Smartphones

Wir können davon ausgehen, dass die kommenden Smartphones mit flexiblen Displays in einer anderen Preiskategorie liegen als die herkömmlichen Flaggschiffe. Die Produktionskosten dürften die anderer Modelle übersteigen und es sollte sich zumindest vorerst eher um Nischenmodelle handeln. Das FlexPai hat die 1.300 Dollarmarke überschritten – dabei ist es qualitativ wohl nicht besonders hochwertig. Experten sprechen beim Galaxy F/X von einem Preis, der die 1.500 Euro-Marke knacken dürfte. Und es ist wahrscheinlich, dass auch bei den anderen Herstellern kaum ein Gerät dabei sein wird, das den vierstelligen Bereich nicht überschreitet.

Sollte in den nächsten Jahren allerdings die Ära faltbarer Smartphones anbrechen, können wir davon ausgehen, dass sie früher oder später günstiger werden. Aktuell rechnen wir allerdings eher damit, dass sie ein Nischenprodukt bleiben. Bislang ist auch noch nicht klar, als wie stabil die Displays sich im Alltag erweisen werden. Immerhin war genau das mit ein Grund dafür, dass Samsung sich so lange Zeit gelassen hat. Angekündigt war ein entsprechendes Smartphone nämlich schon vor einigen Jahren.

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Samsung Smartphones mit Vertrag

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