Bixby: Samsung erwägt, Google um Hilfe zu bitten

Samsung hat sich mit seinem virtuellen Assistenten nicht nur Freunde gemacht. Vor allem im deutschen Sprachraum lässt Bixby sehr zu wünschen übrig. Keine deutsche Spracherkennung und ein Funktionsumfang, der weit hinter dem Google Assistant zurückliegt. Für viele Nutzer ist das der Grund, die Bixby-Taste einfach neu zu belegen, die Samsung seit dem Galaxy S8 speziell für den Assistenten angelegt hat. Aber Samsungs Präsident der Abteilung für Verbraucherelektronik, Kim Hyun-suk, sieht trotz der Konkurrenz zu Googles Assistant auch Potenzial in einer möglichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen.

Vorteilhafte Synergie zwischen Samsung und Google?

Bei einer Pressekonferenz auf der IFA 2018 hat Kim Hyung-suk bekanntgegeben, dass er vielfältige Formen einer möglichen Zusammenarbeit sieht, die für beide Parteien vorteilhaft sein können. Was für Google in erster Linie lukrativ sein kann, ist die weite Verbreitung und Vielfalt der Samsung-Endgeräte auf dem Markt, die ebenfalls schon bald mit Bixby ausgestattet werden. Durch die Integration von Bixby können auch verschiedene Services von Google eine deutlich größere Reichweite erzielen.

Während die meisten Hersteller nur Displays oder Lautsprecher herstellen, produziert Samsung im Grunde alles, von Druckern bis hin zu Klimaanlagen. Es wäre also sehr einfach, alle Haushaltsgeräte direkt von Samsung zu beziehen. Das Unternehmen verfügt bereits über eine Reihe von smarten Kühlschränken. Smart Home-Einrichtungen unter der Regelung durch Bixby sind also gar nicht so weit entfernt. Und Samsung möchte Google ein Stück dieses Kuchens anbieten.

Zusammenarbeit schon jetzt teilweise vorhanden

Bixby nutzt schon jetzt ein paar Services von Google, wie zum Beispiel die Suchfunktion, aber der Samsung-Boss sieht noch weitere mögliche Integrationen der Google-Produkte. Google Maps könnte so ein Produkt sein.

Google ist eines der führenden Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz und maschinellem Lernen und Samsung hofft auf einen Deal, der ihnen Einblick in Googles Erfahrungen in der künstlichen Intelligenz. Für Google ergäbe sich aus einem solchen Deal definitiv ein Vorteil. Eine Partnerschaft mit einem so großen Unternehmen wie Samsung muss Google aber nicht zwangsweise gefallen. Schließlich soll Bixby nachweislich ein Konkurrenzprodukt zum Google Assistant werden beziehungsweise sein. Davon abgesehen pflegt Google bereits einige Kooperationen mit Herstellern smarter Endgeräte, die den Sprachassistenten nutzen.

Es wird interessant sein, zu sehen, ob die Ideen von Kim Hyung-suk Wirklichkeit werden. Wenn sich Bixby tatsächlich am Markt langfristig etablieren soll, wäre es sicher besser für Samsung-Nutzer, wenn sie auf ein paar mehr Funktionen zurückgreifen könnten. In der Hinsicht ist Samsung nämlich nicht sonderlich schnell.

Quelle:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*