Akkulaufzeit beim iPhone verbessern

Noch 94 Prozent Akkulaufzeit beim iPhone, aber wie schont man sie?

Wer genau wie ich mit dem Smartphone viele Fotos und Videos macht, ist dankbar über jedes Prozent mehr an Akkuleistung. Und mit wenigen Tricks kann man die Akkulaufzeit seines iPhone verlängern. Dabei schalten wir ein paar Dienste aus. Ob ihr diese braucht oder nicht, müsst ihr allerdings für euch selbst entscheiden.

Die ewige Netzsuche

Ein Stromfresser kann unter Umständen die Netzsuche sein. Das kommt aber auch darauf an, wo ihr euch befindet. In New York zum Beispiel frisst die Netzsuche einiges an Strom. Besonders zwischen den Gebäuden und dem teils instabilen Netz sucht das iPhone ständig. Dort im Apple Store habe ich auch einige Tipps von einer netten Mitarbeiterin bekommen, welche ich euch hier mit auf dem Weg geben möchte. Denn auch wenn ihr in Deutschland keinerlei Probleme mit der Netzsuche haben werdet, kann so mancher Tipp euch eine längere Akkulaufzeit bescheren.

Und hier fange ich direkt mit einem der größten Stromfresser an – dem Ortungsdienst eures iPhone. Hierbei nutzt das Smartphone WLAN und GPS. Letzteres saugt am meisten an eurem Akku. In den Einstellungen kann man die Ortung ausschalten, für manche Apps bleibt sie allerdings nützlich.

Mit den folgenden Schritten könnt ihr die Dienste für bestimmte Apps ausschalten:

Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste

Für die Systemfunktionen könnt ihr die Ortung unter folgendem Punkt ausschalten:

Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste -> Systemdienste

Einen weiteren Anteil am Akkuverbrauch hat das WLAN. Schaltet es am besten dann aus, wenn ihr es nicht benötigt. Dies geht im Kontrollzentrum (Finger vom unteren Bildschirm-Rand nach oben wischen), in den Einstellungen oder per Siri-Befehl. Im Standby-Modus schaltet das WLAN übrigens automatisch ab, sofern es nicht benötigt wird.

UMTS (3G) und Bluetooth

Eine konstante Datenverbindung ist wichtig, um nichts zu verpassen. Besonders wer nicht auf WhatsApp verzichten kann und stetig am Schreiben ist, möchte nie offline sein. Aber muss es dann immer mit der schnellsten Verbindung sein? Gerade für WhatsApp reicht eine langsame Datenverbindung völlig aus. Somit kann man beruhigt UMTS (3G) ausschalten, wenn man keine schnelle Mobilfunkverbindung braucht. Dies geht wie folgt:

Einstellungen -> Mobiles Netz -> 3G aktivieren

In iOS 8.1 ist diese Option vom Mobilfunkanbieter abhängig. LTE kann man übrigens ohne Probleme nutzen, da es weniger Energie als UMTS verbrauchen soll.

Auf meinem Smartphone überwiegend ausgeschaltet ist Bluetooth. Ich nutze kaum ein Gerät oder Headset, welches Bluetooth nutzt. Auch mein Autoradio hat einen iPod-Modus per USB. Daher kann ich getrost darauf verzichten. Wenn ihr Bluetooth ebenfalls nicht benötigt, könnt ihr es ausschalten. Zwar verbraucht Bluetooth wenig Strom, aber was man nicht braucht, braucht man auch nicht eingeschaltet zu haben.

Der Flugmodus & Push-Nachrichten

Wenn ihr sowieso kein Netz habt oder ungestört Musik hören wollt, könnt ihr das iPhone ganz leicht über das Kontrollzentrum oder per Siri-Befehl in den Flugmodus versetzen. Im Flugmodus werden so ziemlich alle Verbindungen, egal ob WLAN oder UMTS (3G), ausgeschaltet. Ihr seid dann auch nicht telefonisch erreichbar oder könnt im Internet surfen. Euer Smartphone wird quasi zum iPod Touch mit den nötigsten Funktionen zum Musikhören oder Filmschauen. Auch Push-Nachrichten bekommt ihr dann nicht. Und genau die verbrauchen auch Strom.

Denn bei jeder Nachricht von all den Apps wird die Netzverbindung jedes Mal wieder aktiviert. Gerade bei diesen Nachrichten greift das iPhone auf die Server zu, von denen sie kommen. Daher am besten nur den Apps erlauben Push-Nachrichten zu senden, die wirklich wichtig sind. Wenn man sehen möchte, welche Apps Push-Nachrichten senden dürfen, oder die Einstellungen ändern will, kann man dies mit folgenden Schritten einsehen:

Einstellungen -> Mitteilungen

Zudem sollte man das Intervall von Mail und Kalender auf einen längeren Zeitraum einstellen. Die Benutzung weniger Mail-Postfächer wird außerdem empfohlen. Die Einstellung für das Intervall findet ihr hier:

Einstellungen -> Mail, Kontakte, Kalender -> Datenabgleich

Hintergrundprozesse als Stromfresser

Ein weiterer Stromfresser sind Hintergrundprozesse, die Apple dienlich sind, welche aber Besitzer von Smartphones gerade in der Zeit der Datenschutzdiskussionen ungern haben möchten. Darunter das Senden von Diagnose- und Nutzungsdaten an Apple. Wer diese deaktivieren möchte, kann dies wie folgt abschalten:

Einstellungen -> Datenschutz -> Diagnose & Nutzung -> Nicht senden

Auch den Apps kann man verbieten sich automatisch zu aktualisieren. Gerade bei Apps, die man nicht benötigt, ist dies durchaus sinnvoll und kann wie folgt abgeschaltet werden:

Einstellungen -> Allgemein -> Hintergrundaktualisierung

Finger weg von Stromspar-Apps

Während man bei Android durchaus Erfolge erzielen kann, sind sogenannte Stromspar-Apps beim iPhone absolut sinnlos. Apple lässt nämlich keine Eingriffe in Systemfunktionen zu. Diese Apps bringen daher gar nichts. Ganz im Gegenteil: Sie belasten euren Akku zudem noch. Daher am besten gar nicht solche Apps mit leeren Versprechungen herunterladen.

Wer Strom sparen will, muss selbst die Einstellungen vornehmen. Das kostet etwas Zeit, aber das Ergebnis kann sich am Ende durchaus blicken lassen. Zu Hause verhalten wir uns ja auch bewusster und lassen nicht den ganzen Tag die Heizung oder das Licht an, wenn wir nicht da sind. Auch beim iPhone kann sich der bewusste Umgang mit gewissen Funktionen am Ende rentieren.

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