3D-Drucker überlistet Android-Gesichtserkennung

Handy über Gesichtserkennung entsperren?
  • Die Gesichtserkennung vereinfacht das Entsperren unseres Smartphones.
  • Experten warnen Nutzer immer wieder vor der Gesichtserkennung.
  • Jetzt hat jemand es geschafft, Smartphones mit einer Büste aus dem 3D-Drucker zu entsperren.

Die Gesichtserkennung hat sicher manchen Vorteil. So müssen wir uns keinen weiteren Code oder ein zusätzliches Passwort zur Entsicherung unseres Smartphones merken. Das Problem: Ein Mitarbeiter des Magazins Forbes hat sie überlistet – mit einem 3D-Drucker.

Büste als Identitätsnachweis

Wie sicher die Gesichtserkennung wirklich ist, hat jetzt ein Tester überprüft, der für das Magazin Forbes arbeitet. Dafür hat er sein Gesicht von einem 3D-Drucker nachbilden lassen. Um ein möglichst genaues Abbild zu erschaffen, haben 50 Kameras seinen Kopf aus sämtlichen Winkeln abgebildet. Heraus kam eine digitale Kopie seines Hauptes, die wiederum von einem 3D-Drucker ‚zum Leben erweckt‘ wurde. Danach hat er entsprechende Büste genutzt, um sie der Gesichtserkennung von verschiedenen Smartphone-Modellen zu präsentieren. Das Ergebnis dürfte für manchen erschreckend sein.

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Android verliert gegen iOS und Microsoft

Die Android-Modelle haben allesamt schlecht abgeschnitten. Sowohl zwei Samsung-Smartphones als auch LG und OnePlus konnten die Büste nicht von dem Original unterscheiden. Bisweilen gab es immer wieder Meldungen, dass sich Android-Modelle schon von einem Foto verschaukeln ließen. Kein Wunder also, dass Samsung seine Nutzer vor der Gesichtserkennung warnt. Wer allerdings beruhigt sein kann, sind Nutzer von aktuellen iPhones und Microsoft-Handys. Hier jedenfalls haben sich weder Apples FaceID noch Microsoft Hello von dem 3D-Druck austricksen lassen.

Einerseits erscheint es als wenig skurril, dass die Gesichtserkennung auf einen detaillierten 3D-Druck reagiert. Bestenfalls läuft niemand auf der Straße herum, dem unsere Züge ins Gesicht geschnitten sind. Und die wenigsten dürften nur zur Entsperrung eines Smartphones die Muße haben, 300 Euro für ein Abbild des Nutzers auszugeben. Andererseits ist die Wahrscheinlichkeit bei über sieben Milliarden Menschen gegeben, dass uns jemand ausreichend ähnlich sieht, um die Gesichtserkennung doch noch zu überlisten. Davon abgesehen, sollte sich jeder Android-Nutzer gewarnt fühlen: Über ein einfaches Foto sollte sich kein Handy entsperren lassen.

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/gesichtserkennung-3d-drucker-trickst-smartphone-aus-15945849.html

2 Kommentare

  1. Auch wenn noch nicht allzu verbreitet, sollte auf Sicherheit Wert gelegt werden. Da 3D Drucker aber in Zukunft immer besser drucken, sollte das System dementsprechend erweitert werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Joel

  2. Man müsste nun Apple zum gleichen Zeitraum testen. Apple behauptet ja immer, dass ihre Software und Erkennungsprogramme nicht zu überwinden sind.

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