Samsung Galaxy Note 10: Gerüchte und was wir uns wünschen

Das Jahr hat eigentlich gerade erst begonnen und Samsung hat sein neues Flaggschiff, das Galaxy S10, noch gar nicht enthüllt. Das kommt erst im Februar. Und trotzdem möchten wir schon mal den Blick in die fernere Zukunft wagen. Schließlich war das Galaxy Note 9 schon ein echter Erfolg und das Note 19 wird im Sommer in große Fußstapfen treten. Schauen wir doch mal nach, was es wirklich leisten könnte.

Und was würden wir uns wünschen? Das Note 9 war schon recht beeindruckend, vor allem durch seinen hochfunktionalen Stylus mit integriertem Bluetooth-Modul. Leider sieht es aber auch danach aus, dass das Smartphone-Design über die letzten Jahre stagniert hat. Verbesserungen der Kamera und schnellere Prozessoren sind natürlich schön und gut, aber es fühlt sich allmählich so an, als wäre es immer schwieriger für Smartphones, sich neben steigenden Preisen deutlicher von den Vorgängern abzuheben. Daher ist die Mission für Samsung eigentlich klar: Irgendwie muss das Note 10 zu einem echten Technik-Monster werden und uns die große Freude an Smartphones zurückgeben.

Der Prozessor

Ende 2018 hat Qualcomm seinen neuen Snapdragon 855 präsentiert, quasi seine jährliche technologische Errungenschaft. In ersten Tests hat der Prozessor schon auf ganzer Linie überzeugt. Es wird erwartet, dass er auch in der US- und EU-Version des Galaxy Note 10 zum Einsatz kommt, das im Sommer 2019 erscheinen soll. Der Prozessor wird einer der ersten sein, die den 5G-Standard unterstützen werden. Und das ist auch gut so, denn der hauseigene Exynos 9820, der im November vorgestellt wurde und für den asiatischen Markt gedacht ist, lässt 5G vermissen.

Wann wird das Galaxy Note 10 zu haben sein?

Wie schon erwähnt, wird Samsung das Galaxy Note 10 im Sommer herausbringen. Aller Voraussicht nach kommt wieder der August dafür in Frage. Das Note 9 wurde am 9. August 2018 präsentiert. Es wäre also eher eine Überraschung, wenn das Note 10 später vorgeführt werden würde. Auf der anderen Seite wären wir Samsung für eine kleine Verspätung nicht einmal böse. Die Releases neuer Flaggschiffe liegen heutzutage so nah beieinander, dass den Herstellern kaum Zeit bleibt, neue Technologien zu integrieren. Also warten wir lieber ein paar Wochen länger und bekommen dafür wieder ein echtes Highlight.

Wie teuer wird das Galaxy Note 10?

Das Note 9 hat preislich einen vollkommen neuen Maßstab gesetzt und schlug mit etwas über 1.000 Euro bei Marktstart zu Buche. Ein schnellerer Chip, mehr Arbeitsspeicher und sonstige verbesserte Komponenten werden das Phablet sicher nicht günstiger werden lassen. Wir gehen derzeit von etwa 1.200 bis 1.400 Euro aus, was sich aber durch die Kombination mit dem passenden Handytarif natürlich relativiert.

Die möglichen Features des Galaxy Note 10

Das Note 9 ist erst ein paar Monate alt und schon tummeln sich im Netz wieder so einige Gerüchte, denen wir einmal auf den Zahn fühlen möchten. Ein wenig Spekulation bleibt dabei leider nicht aus.

Ein gigantisches Display

In erster Linie gehen wir davon aus, dass das Galaxy Note 10 ein riesiges Display von etwa 6,66 Zoll Größe bekommen wird, wenn man dem Leaker Ice Universe glauben darf. Diese Größe ist noch beeindruckender, wenn man die immer schmaler werdenden Ränder in Betracht zieht. Damit wäre das Note 10 ein Smartphone, das nahezu ausschließlich das Display auf der Vorderseite zeigt. Das Note 10 wäre dann in jedem Fall größer als das iPhone Xs Max und das Google Pixel 3 XL und würde gefährlich nahe an die Tablet-Kategorie geraten.

Popup-Selfiekamera

Ein Smartphone, dessen Vorderseite komplett aus Displayfläche bestehen soll, muss auch irgendwo eine Selfiekamera unterbringen. Werden wir also eine Selfiekamera sehen, die bei Bedarf aus dem Gehäuse fährt? Wenn dem so ist, dürfte das derzeitige Infinity O Design, wie es beim Galaxy S10 der Fall sein wird, direkt wieder im Erdboden verschwinden. Hersteller wie Oppo und Vivo haben mit ihren jüngsten Flaggschiffen gezeigt, dass es geht.

Fingerabdrucksensor im Display

Ein Edge-to-Edge-Display hätte außerdem als Konsequenz, dass ein Fingerabdrucksensor nicht vorne in einer Taste verbaut werden kann. Auf der Rückseite soll er ohnehin nicht mehr auftauchen. Da bleibt nur die Variante, ihn auch in diesem Modell einfach direkt ins Display zu integrieren. Andere Hersteller haben dies bereits bewerkstelligt und Samsung wird sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, auch im Galaxy Note 10 den Fingerabdrucksensor im Display zu belassen.

Keine Klinkenbuchse

Die Buchse für die Kopfhörer gehört eigentlich zu jedem Samsung-Gerät dazu. Samsung ist eine der letzten Bastionen, wenn es um dieses Modul geht. Denn Apple und ein paar andere Hersteller haben den Klinkenstecker bereits abgeschafft und die kabellose Verbindung bevorzugt. Nun soll laut dem koreanischen Magazin etnews auch Samsung den Schritt in eine Zukunft ohne kabelgebundene Kopfhörer wagen. Dieser Zug wird wohl die Diskussionen um den Kopfhöreranschluss unter den Android-Nutzern erneut entfachen. Wir sind gespannt, ob sie überhaupt je enden wird.

Wenn Samsung allerdings schon keine Klinkenbuchse mehr verbauen möchte, wäre es bei einer Preisspanne wie der oben genannten ein feiner Zug von Samsung, wenn man mit dem neuen Smartphone auch gleich ein paar moderne Bluetooth-Kopfhörer mitliefern würde. Als Wink mit dem Zaunpfahl von unserer Seite sollte das wohl ausreichen.

Das unten gezeigte Video stammt aus den Federn der Designer von TechConfigurations. Es zeigt, wie sich die Features aus den Gerüchten in einem neuen Galaxy Note 10 realisieren ließen.

Interne Verbesserungen

Vom Prozessor haben wir ja bereits gesprochen. Unterstützt wird er hoffentlich von ausreichend großem Arbeitsspeicher. 8 Gigabyte werden es wohl sein, ergänzt durch einen internen Speicher von 512 Gigabyte. Diesen werdet ihr wohl zusätzlich durch eine microSD-Karte erweitern können. Damit sollte dann genügend Speicherplatz vorhanden sein.

Ein Smartphone für Künstler?

Der interne Codename für das Galaxy Note 10 lautet bei Samsung „Da Vinci“. Daraus könnte man nun interpretieren, dass der Stylus des Note 10 noch mehr künstlerische Aufgaben übernehmen soll, was entsprechende Programme und Features nach sich zieht. Bahnt sich da vielleicht eine tolle Kooperation mit Adobe an? Kreative Köpfe dürfen sich wohl jetzt schon freuen.

Die Hauptkamera des Note 10

Das Galaxy Note 9 hatte noch eine Dualkamera und kam mit dieser bestens aus. Doch Huawei war schon 2018 mit seiner Triple-Kamera einen Schritt voraus. Das Galaxy A7 musste dann direkt kontern. CEO DJ Koh sagte einmal, dass die Mehrfach-Kameras mit drei und mehr Objektiven erst in den Mittelklasse-Geräten zum Einsatz kommen, bevor man sie auch in den großen Flaggschiffen verbaut. Trotzdem können wir davon ausgehen, dass die Hauptkamera des Note 10 mindestens drei Objektive haben wird. Bleibt nur zu hoffen, dass es neben mehr Objektiven auch deutlich mehr Features gibt. Vor allem die Bewegungsaufnahmen und Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen benötigen noch immer ein echtes Upgrade. Videoaufnahmen in HDR wären auch schön.

Der Akku

Viele zuverlässige Informationen dazu gibt es nicht. Wir erhoffen uns aber einen richtig starken Akku, der auch der Leistung des Note 10 entsprechen wird. Das Galaxy Note 9 besitzt bereits einen 4.000 mAh starken Akku, was mit Blick auf den Energieverbrauch gegenüber der Konkurrenz aber gar nicht mehr so großartig wirkt. Grundsätzlich wären bei dem großen Display und dem kräftigen Prozessor mindestens 5.000 mAh angebracht, wenn nicht sogar mehr.

Ein neueres Design

Wenn ein Smartphone ganz und gar Display ist, wird es mit Neuheiten in puncto Design wohl wirklich schwierig. Trotzdem ist das Edge-Design seit dem Galaxy S6 Edge nun wirklich nicht mehr bahnbrechend. Als Smartphone-Fans gieren wir natürlich nach Innovationen und diese sollten auch vor der Gestaltung eines Smartphones nicht Halt machen. Das Auge kauft schließlich mit. Ein komplett Rahmenloses Design mit entsprechenden Rundungen wäre schon mal ein guter Anfang.

Kann Bixby auch etwas?

Es ist das alte Lied. Samsung wollte mit Bixby einen Sprachassistenten schaffen, der Programmen wie Google Now die Stirn bieten kann. Sogar eine eigene Taste hat der Assistent bekommen, die sich nur schwer neu belegen ließ. Schließlich brauchte es ewig, bis Bixby auch mal die deutsche Sprache erlernte. Auch der Funktionsumfang lässt bisweilen ein wenig zu wünschen übrig. Seien wir ehrlich: Bixby ist längst nicht so gut wie der Google Assistant. Daher liegt es nun an Samsung, Bixby so richtig zu verbessern, oder seinen Nutzern wenigstens von Haus aus die Möglichkeit zu geben, die Bixby-Taste neu zu belegen.

Quelle:

http://www.etnews.com/20181010000390?mc=em_002_00001

2 Kommentare

  1. Wünsche nur den Wechselakku sehr.
    Denn die fest verbauten Akkus sind der letzte scheiss, zum anderen kommt noch hinzu dass die Handys im Innern verklebt sind weil sie angeblich wasserdicht erscheinen lässt.
    Auf solch ein Mist verzichte ich gerne und mir ist es wichtig dass der Wechselkurs wieder kommt.
    Ebenso waren die alten Displays besser zum reparieren was bei den Neodisplays nicht der Fall ist. Hier einem gleich eine komplette Display Einheit verkauft zu einem sehr hohen Preis.

  2. Wozu braucht es eines größeren Akkus? Der neue Exynos für das Note 10 (9825) soll im 7nm Verfahren hergestellt werden. 20% mehr Leistung oder 50% weniger Verbrauch. Dazu darf man davon ausgehen das neue Akkus etwas schneller geladen werden können.
    Der Wegfall des Klinken Steckers wäre sicherlich ziemlich doof. Da kann man nur hoffen das SAMSUNG einen passenden Adapter liefert. Da die Leute meistens den gleichen Kopfhörer nutzen könnte dieser auch dauerhaft am Kopfhörer verbleiben. Funk funzeln a la Apfel braucht niemand. Wenigstens wird uns die Diskussion um die SD Karte wohl diesmal erspart. An der SD Karte kommt so schnell nichts vorbei. Fest verbaute GB sind gefloppt, genau wie die Cloud Lösungen.
    Was die Kamera betrifft kann man bei den Note Geräten immer nur das beste hoffen. Allzu oft wurden die Note Kunden enttäuscht. Trotz gleich verbauten Kameras wie in der S-Serie lieferten die Note Geräte schlechtere Aufnahmen. SAMSUNG müsste hier endlich einmal einen großen Wurf machen. Wo zunächst kein Gewinn bei Huawei durch die Kooperation mit Leica zu erkennen war, kann man heute nur den Hut ziehen. Wer hätte erwartet das Leica und Huawei soll schnell abliefern können.
    Ansonsten freue ich mich auf weitere tolle Dinge die der S-Pen wohl liefern wird. Trotz der Nörgler war ich hier nie enttäuscht. Der S-Pen ist das Verkaufsargument, deshalb sind Vergleiche mit den Apfel Geräten & Co immer völlug sinnlos.

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