Neues Patent: Samsung will Kameras mit Rotationsmechanismus verbessern

  • Samsung hat ein Patent für eine Kamera mit rotierenden Teilen erworben.
  • Mit der neuen Technologie könnten Bildstabilisierung und -fokus verbessert werden.
  • Noch ist allerdings unklar, in welchen Geräten sie verbaut wird.

Samsung wurde ein neues Patent erteilt, das Handykameras grundsätzlich verändern könnte. Es bezieht sich auf einen Rotationsmechanismus, der die Art und Weise ändert, wie sich eine Smartphone-Kamera von innen nach außen bewegt. Es ist unter der Patentnummer US10070062 bei der World Intellectual Property Organization (WIPO) hinterlegt und zeigt, wie Auslöser und nebengelagerte Teile platziert werden können, damit sich das gesamte Linsengehäuse neigen kann.

Bessere Stabilisierung, besserer Fokus

Klingt innovativ – doch wie könnte diese neuartige Technologie angewandt werden? Samsung zufolge wäre es möglich, damit zum Beispiel die optische Bildstabilisierung und den Fokus zu verbessern. Weil sich die Sensor-Anordnung frei neigen kann, könnte die Gerätekamera ein Objekt oder eine Person nachverfolgen: Während der Verschluss in Betrieb ist, würde das genauere Zentrieren der Linse den Gegenstand an einer optimalen Stelle positionieren, um den Fokus zu behalten. Mit Hilfe aktueller Bildstabilisierungs-Technologien kann so die gesamte Stabilität verbessert werden. Langfristig wäre es sogar denkbar, dass durch künstliche Intelligenz und Algorithmen für maschinelles Sehen weitere Aspekte verbessert werden.

Optimierte Übertragung – nur wo?

Abgesehen davon kann man von Samsungs Patent auf Verbesserungen bei der Übertragungseffizienz schließen. Hiermit könnten die sich bewegenden Teile selbst gemeint sein, denn im Patent ist auch von einer Änderung die Rede, bei sich das rotierende Teil senkrecht zu anderen bewegen kann.

Die Formulierung könnte aber auch bedeuten, dass die sich neigende Kameraanordnung die Lichtübertragung positiv beeinflussen könnte: Spekulationen zufolge hat Samsung nämlich damit begonnen, bei neuen Geräten mehr als zwei Sensoren zu verbauen. Wenn davon einer rotiert, könnten sie sich automatisch neu anordnen. So kann mehr Licht den Sensor passieren, während der Gegenstand weiterhin fokussiert wird.

Vielleicht auch für andere Geräte gedacht

Außerdem wäre es möglich, dass die Technologie gar nicht allein für Smartphones konzipiert wurde. Zwar ist auf den Beispielbildern des Herstellers ganz eindeutig ein Handy zu erkennen, das Patent könnte allerdings auch woanders zur Anwendung kommen. Samsung selbst sagt, es könnte in einem elektronischen Gerät mit Gehäuse, Display, Kamera, Speicher und Prozessor verbaut werden. Natürlich denkt man hierbei sofort an ein Smartphone oder Tablet, auch ein VR-Headset oder ein anderes tragbares Gadget könnte aber in Frage kommen. Letztendlich hat Samsung also viele Optionen, wenn das Unternehmen die patentierte Erfindung tatsächlich verbauen will.

Quellen:

Samsung Summer Deals 2018
Samsung Smartphones mit Vertrag

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