Foldgate: Können wir das Samsung Galaxy Fold knicken?

Samsung Galaxy Fold gibt nach einem Tag den Geist auf
Bild: Mark Gurman (Bloomberg)

Samsungs Ruf steht auf der Kippe: Tester des Galaxy Fold berichten von massiven Problemen mit dem Display von Samsungs faltbarem Smartphone. Problem der Testgeräte oder neues Debakel?

Jahrelang haben wir auf Samsung faltbares Smartphone gewartet. Ende April soll das Gerät auf den Markt kommen – für schlappe 2.000 Euro. Man möchte meinen, dass nach der Zeit und bei dem Preis eine Menge Testläufe in der Produktionsschleife miteingebracht wurden. Insbesondere deshalb, weil Samsung sich eine neue Katastrophe im Note7-Ausmaß weder erlauben will noch sollte. Allerdings sieht es jetzt so aus, als ob der Traum zu platzen droht: Teils bekannte Tester, die das Galaxy Fold bereits vor offiziellem Release in den Händen halten durften, haben bei Twitter über Probleme mit dem Display berichtet. Von #foldgate ist die Rede.

Displays geben nach einem Tag den Geist auf

Manche bekannte Quellen, die das Galaxy Fold bereits im Vorfeld als Rezensionsexemplar erhalten haben, berichten bereits nach wenigen Tagen von defekten Displays. Darunter einflussreiche Webseiten wie TheVerge, CNBC und Bloomberg. Den Angaben von Samsung zufolge sollte das Gerät eigentlich 200.000 Faltvorgänge problemlos unbeschadet überstehen. Leider scheint das zumindest bei den im Vorfeld ausgelieferten Smartphones nicht der Fall zu sein. Nichtsdestotrotz möchte Samsung den Release-Termin wohl nicht verschieben und hält an dem Datum fest.

Erstes Problem: Entfernen der Schutzfolie

Bei manchem der Tester war offensichtlich das Problem, dass die oberste Polymerschicht – eine Schutzschicht – abgezogen wurde, obwohl das Entfernen derselben zwangsläufig zu Problemen mit dem Display führt. Das war von Samsung nicht ausreichend kommuniziert oder kenntlich gemacht worden. Einer der Betroffenen war der Bloomberg-Journalist Mark Gurman.

Es gibt Berichte, dass sich die entsprechende Schicht bei manch anderem gelöst habe und der Nutzer daher davon ausging, dass sie entfernt werden könne. Diesem Irrtum ist auch der bekannte YouTuber Marques Brownlee, auf Twitter unter @MKBHD unterwegs, aufgesessen.

Allerdings scheinen die Probleme nicht nur mit der obersten Schutzschicht zusammenzuhängen. So finden sich auch Reaktionen von Betroffenen, die die entsprechende Schicht nicht angerührt haben.

Displayausfälle und tote Pixel

Ebenfalls nach einem Tag kam die Meldung von Steve Kovach, einem Tester von CNBC, auf Twitter: Die linke Seite des gefalteten Displays zeigt Ausfälle. Unter dem Tweet erzählt er von weiteren Rezensenten, denen es ähnlich erging – obwohl sie die Schutzschicht nicht entfernt hatten. Demnach kann davon ausgegangen werden, dass das Problem nicht einzig dieser Schicht zuzuschreiben ist.

Samsung meldet sich zu Wort

In einer Stellungnahme zur Thematik gibt Samsung an, das Problem genauer unter die Lupe zu nehmen – was haben wir auch anderes erwartet? Dabei macht der Hersteller erneut deutlich, dass die Geräte, die an die Kunden rausgehen, einen entsprechend großen Hinweis darüber erhalten werden, dass die oberste Schicht nicht fakultativ ist und nicht entfernt werden darf.

Trotz dessen, dass es auch zu Defekten gekommen ist, die nicht mit dieser Schutzschicht zu tun hatten, hat der Hersteller nicht vor, den Veröffentlichungstermin Ende April weiter zu verschieben. Mutig, wie wir finden. Da lässt sich für Samsung nur hoffen, dass die 200.000 Geräte, die an Frühbucher rausgehen sollen, nicht dieselben Fehler aufweisen wie die Rezensionsgeräte. Bei einem Smartphone aus dem Hause Samsung, für das Nutzer 2.000 Euro hinlegen müssen, sollten wir Besseres erwarten können.

Quelle: https://www.phonearena.com/news/Samsung-Galaxy-Fold-display-issues-official-statement_id115394

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*