Faltbares Smartphone: Royole kommt allen zuvor

So sieht das erste faltbare Display bei einem Smartphone aus.
Bild © Royole
  • Smartphone-Fans warten seit Jahren auf das erste Smartphone mit faltbarem Display.
  • Samsung hat als erster Hersteller seine Arbeit an einem derartigen Gerät angekündigt – LG und andere zogen nach.
  • Jetzt ist es allerdings der eher unbekannte Hersteller Royole, der allen zuvorkommt.

Project Valley, Galaxy X und Co.: Samsung hat unter verschiedenen Projektbezeichnungen in den letzten Jahren an seinem Smartphone mit faltbarem Bildschirm gearbeitet. Auch andere namhafte Hersteller wie Huawei und LG haben sich der Aufgabe angenommen, doch bisher hatte sie niemand gemeistert. Bis jetzt: Das Royole FlexPai ist das, worauf Smartphone-Freunde lange gewartet haben.

Damit hat keiner mehr gerechnet

Jahrelang hat Samsung an einem Handy mit flexiblem – gar faltbarem – Display gearbeitet. Erst fanden sich Gerüchte darüber unter dem Code Project Valley, danach wurde es als Galaxy X bezeichnet. Und inzwischen ist klar: Das Ganze wird wohl Galaxy F heißen. Angeblich soll das Gerät von Samsung nach ganzen fünf Jahren brodelnder Gerüchteküche Anfang November das erste Mal gezeigt werden – so CEO DJ Koh. Inzwischen war bekannt, dass auch etliche andere Hersteller versucht haben, ein entsprechendes Smartphone zu entwickeln. Das Problem: Die Stabilität und Haltbarkeit des Bildschirms.

Mehr lesen: Samsung Galaxy F – Neue Entwürfe für faltbares Smartphone

Chinese Royole lässt die Bombe platzen

Kurz vor der vermeintlichen Präsentation des Galaxy F hat der chinesische Hersteller Royole jetzt die Bombe platzen lassen: Mit seinem FlexPai hat Royole das erste faltbare Smartphone vorgestellt, das kommerziell erhältlich ist. Das Manko: Bislang ist keine Veröffentlichung in Deutschland vorgesehen. Ende des Jahres soll das Handy erstmals für den amerikanischen Markt freigegeben werden. Danach kommen Kanada und Mexiko. Das Royole FlexPai spielt in der 128 GB Version in einer Preisklasse von um die 1.300 Dollar. Für die größere Variante mit 256 GB müssen Interessenten noch einen Hunderter drauflegen.

FlexPais faltbares Display

Das Royole FlexPai ist im ausgeklappten Zustand 7,8 Zoll groß. In der Mitte des Bildschirms ist ein Scharnier montiert, über das das Gerät in der Mitte zusammengefaltet werden kann. Der Werbetrailer demonstriert zwei unabhängig voneinander arbeitende Displays im geklappten Zustand, die sich beim Aufklappen zu einem großen verschmelzen. Nach Herstellerangaben soll das Display 200.000 Faltvorgänge mitmachen, bevor es womöglich zu Schäden kommt. Das Problem: Faltbare Displays haben keine überragende Lebensdauer. Zu instabil sind die Faltbereiche. Ob Royole dieses Problem zufriedenstellend gelöst hat?

Was das FlexPai sonst so kann

Dass das FlexPai aus mehr besteht als einem großen Akku, beweisen die Spezifikationen des Geräts. Was den verbauten Chip angeht, verweist Royole auf den aktuellsten Snapdragon von Qualcomm. Gemunkel geht vom Snapdragon 8150 aus, der allerdings erstmals im Samsung Galaxy S10 verbaut werden sollte. Womöglich können wir also eher mit dem Snapdragon 845 statt dem Nachfolger rechnen. Der Arbeitsspeicher soll je nach Version ganze sechs oder acht Gigabyte RAM mitbringen. Beim internen Speicher erwarten den Nutzer 128 oder 125 GB. Die Leistung ist nicht von schlechten Eltern. Das zeigt auch das Akku: Mit 3.800 mAh sollte das faltbare Gerät eine Weile durchhalten. Und auch in Sachen Kamera muss das FlexPai sich nicht scheuen. Royole hat das Gerät mit einer Dual-Kamera mit 16 und 20 Megapixeln ausgestattet.

Was haltet ihr von Smartphones mit faltbaren Displays? Eine Entwicklung, die ihr unterstützt oder eher sinnfreie Spielerei?

Samsung Smartphones mit Vertrag

1 Kommentar

  1. Im Grunde ist das faltbare Display ja Ausdruck der Suche nach einem neuen Killer Feature für Smartphones. Die letzten Jahre sah es da ja leider etwas mau aus. Das höchste der Gefühle war ja der Fingerabdruck Sensor. Ansonsten gabe es eigentlich nur Leistungsverbesserungen schon vorhandener Eigenschaften. Das Faltdisplay, sofern brauchbar, könnte da schon mal eine echte Weiterentwicklung sein.

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