Google Skybender: 5G Internet über Drohnen

Skybender von Google soll Internet nach 5G-Standard über Drohnen zur Verfügung stellen.
Bild © AP / The Guardian

Ohne das Internet würden wohl zahlreiche Privatpersonen und vor allem Unternehmen sehr schnell vor die Hunde gehen. Nahezu die ganze Welt ist vernetzt und kann wichtige Daten binnen weniger Sekunden austauschen. Vor allem der technische Fortschritt, den Unternehmen wie Google, Apple oder auch Facebook vorantreiben, kommt nach und nach allen Nutzern zugute. Mit neuen Technologien sollen immer mehr Menschen weltweit eine bessere Anbindung an das Internet erhalten, um die Dienste der jeweiligen Unternehmen noch intensiver nutzen zu können. Mit dem Projekt Skybender macht Google derzeit wieder auf sich aufmerksam. Mittels Drohnen und 5G-Technologie soll die allgemeine Erreichbarkeit über das Internet einfacher werden.

Schnellstes Internet für die langsamsten Regionen

Wenn wir sagen, dass nahezu die ganze Welt vernetzt ist, sprechen wir dennoch von nur 40 Prozent der Weltbevölkerung. Gerade für internetabhängige Unternehmen wie Google und Facebook ist so ein Wert natürlich viel zu gering. Darum sollen verschiedene Maßnahmen erreichen, auch die Regionen der Welt mit Internet zu versorgen, die bisher über keine Anbindung verfügen. Wie der „Guardian“ berichtet, soll Google derzeit intensiv an seinem Projekt Skybender arbeiten. Dabei handelt es sich um ein Vorhaben, das solarbetriebene Drohnen in zu gering versorgte Regionen schickt und dort eine Internetanbindung in 5G-Qualität über Millimeterwellen bereitstellt. Eine 5G-Verbindung könnte einen Datenaustausch mit einer Geschwindigkeit von mehreren Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Zum Vergleich: 5G ist rund 40-mal schneller als die aktuelle LTE-Anbindung in 4G.

Hangar für Skybender

Um das Projekt Skybender zu realisieren, hat Google einen Hangar von 15.000 Quadratmetern Größe angemietet. Dieser gehört laut Guardian eigentlich dem zivilen Weltraumunternehmen Virgin Galactic und kostet Google schlappe 1.000 US-Dollar am Tag. Der gemietete Hangar befindet sich in New Mexico.

Die Idee selbst, eine Internetverbindung über steuerbare Flugkörper zu verbreiten, ist allerdings kein Novum. Man denke nur an die Aussagen von Mark Zuckerberg vor rund einem Jahr, der ebenfalls von einem denkbaren Einsatz verschiedener Flugdrohnen sprach, welche die Welt mit schnellem Internet versorgen sollen. Auch Googles „Project Loon“ setzte sich 2013 mit der Thematik auseinander.

Hier könnt ihr einen Blick auf AQUILA werfen, eine von Facebook entwickelte Drohne:

Technik gegen Natur

An dieser Stelle mag der Gedanke aufkommen, dass Drohnen nicht energieeffizient genug seien. Ein Ballon oder Zeppelin bräuchte zum Beispiel keine Energie, um sich oben zu halten. Allerdings muss ein solches Gefährt deutlich höher steigen als eine Drohne. Erst in windarmen Höhen kann sich beispielsweise ein Ballon auch auf der Stelle halten, ohne weggeweht zu werden. In einer solchen Höhe allerdings kommt auch die 5G-Technologie an ihre Grenzen, die einen derartigen Abstand zur Erde nicht mehr bewältigen könnte. Die Signalstärke wäre schlichtweg zu schwach.

Quelle:
http://www.theguardian.com/technology/2016/jan/29/project-skybender-google-drone-tests-internet-spaceport-virgin-galactic

Bild: © AP / The Guardian

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