Böse Technik: Kleinkind sperrt iPad für 48 Jahre

Wenn Kinder mit Technik spielen

Vielen Dank, Twitter!

Evan Osnos, ein Journalist des Magazins „The New Yorker“ postete vor einigen Tagen auf Twitter einen Screenshot seines iPad-Displays. Was wir darauf sehen, ist der Hinweis, dass das Gerät erst in 25.536.442 Minuten wieder entsperrt werden könne. Das sind mehr als 48 Jahre. Darunter schreibt er: „Uh, es mag aussehen wie ein Fake, aber es ist unser iPad heute, nachdem unser Dreijähriges (wiederholt) versucht hat, es zu entsperren. Ideen?“

Ein guter Teil der Antworten auf diesen Hilferuf sind zwar nicht hilfreich, aber immerhin ganz amüsant. Hier lesen wir schlaue Tipps wie „Reboote das Dreijährige“ oder „Schenke es dem Kind zum 50. Geburtstag. Bis dahin sollte es entsperrt sein“. Andere Reaktionen sind: „Wow, du bist frei. Denk mal darüber nach, was du mit deiner ganzen Freizeit anstellen kannst“ oder „Ruf Tim Apple an“ – in Anlehnung an Trumps Namens-Fauxpas Anfang März. Geholfen haben diese Ratschläge Osnos allerdings eher nicht.

Bei Apple wird Sicherheit großgeschrieben

Der Grund dafür, dass es überhaupt dazu kommen konnte, ist Apples Sicherheitspolitik. Je öfter ein falscher Entsperrcode an einem iPhone oder iPad eingegeben wird, umso länger dauert es, bis wir den nächsten Versuch starten können. Offenbar hat das Kleinkind in diesem Fall sehr vehement versucht, das Gerät zu entsperren – erfolglos. Apple ist bekannt dafür, Sicherheit bei seinen Geräten ganz groß zu schreiben. In der Regel hat das für den Nutzer einige Vorteile, kann aber natürlich auch nach hinten losgehen, wie wir an diesem Fall sehen.

Happy End für Osnos iPad

Drei Tage nach dem Hilfeschrei hat Osnos sich erneut auf Twitter zu dem Thema zu Wort gemeldet und berichtet, dass er sein iPad wieder ans Laufen gebracht hat. Dafür hat er den sogenannten DFU Modus genutzt. Die Abkürzung steht für Device Firmware Update und hat es ihm ermöglicht, das iPad wiederherzustellen.

Eine andere Möglichkeit ist in solchen Fällen wohl die Verbindung des Geräts mit iTunes via PC. Darüber kann ein Neustart erzwungen und die Wiederherstellung ausgewählt werden. Das funktioniert allerdings nur, wenn das Smartphone oder Tablet in Sachen Software auf dem aktuellen Stand ist. Ein weiterer Nachteil: Alle Daten sind weg.

In Zukunft wird Osnos wohl zweimal darüber nachdenken, ob er seinem Kleinkind das iPad wieder in die Hand gibt.

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