6 Android M-Funktionen, die Google von iOS „geborgt“ hat

Schwarzes und goldenes Galaxy S6 mit integriertem iOS-Menü neben einem Android-Robot mit Fragezeichen über dem Kopf

Ich bin ein bekennender Anhänger der Android-Gemeinde und möchte bis auf weiteres kein anderes Betriebssystem für meine Smartphones nutzen als Google Android. Es ist einfach, intuitiv und unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht nicht von meinem Windows-PC. Das ist gut, denn ich muss mich nicht neu einstellen und kann das System auf meinem Smartphone sofort einwandfrei nutzen. Für Musik und Videos brauche ich nicht erst eine Software für ihre Umwandlung, um sie wiedergeben zu können. Alles ist gut. Anders ist für mich nicht immer besser, weshalb ich persönlich auch liebend gerne auf Apple-Produkte verzichte.

Trotzdem muss ich zugeben, dass auch ich hin und wieder etwas neidisch auf die Funktionen schiele, die ein aktuelles iPhone zu bieten hat. Damals war es noch Siri, von der ich wirklich beeindruckt war. Später kamen dann der Fingerabdrucksensor und die Videoaufnahme in Zeitlupe hinzu. Klasse Features, bei denen ich mir oft gedacht habe: „Die hätte ich gerne auf meinem Android-Smartphone.“

Und was soll ich sagen? Meine Wünsche und die vieler anderer Nutzer wurden erhört. Dabei ist es auch gar nicht schlimm, dass Google ein wenig über den Tellerrand hinaus schaut. Trotzdem finde ich, es ist an der Zeit, mich bei Apple für all die Funktionen und Extras zu bedanken, die ich als Android-Nutzer jetzt auch verwenden kann.

Android M: Fließende Textmarkierung

Anders als bei iOS muss ein Android-Nutzer aktuell mit zwei Markern Text sehr unhandlich markieren, um ihn anschließend zu kopieren oder auszuschneiden. Mit Android M soll das jetzt anders werden. Der Markierbalken soll deutlich intuitiver und flüssiger anzuwenden sein. Und dreimal dürft ihr raten, woher diese Funktion kommt. Die alte Variante, die Android derzeit noch nutzt, wurde übrigens 2009 mit iOS 3 eingeführt.

Android M: Berechtigungen für Apps

Wenn wir Android-Nutzer heutzutage eine App installieren, dann müssen wir jede Berechtigung einfach hinnehmen, die sie uns diktiert. Sie darf dann wahlweise auf Kontakte, Facebook, Dateien, Musik, Ortungsdienste und andere Bereiche des Systems zugreifen. Mit Android M werden alle Apps nach einzelnen Berechtigungen fragen, nachdem ihr sie installiert habt. Diese könnt ihr separat erlauben oder verweigern, ganz wie ihr wünscht. iOS bietet diese Funktion schon seit langer Zeit.

Android M: Der Fingerabdrucksensor

Apples iOS bietet seinen Kunden bereits seit 2013 den bekannten Fingerabdrucksensor beziehungsweise die Software dafür. Android M wird diesen erst Ende 2015 direkt anbieten. Natürlich besitzen auch schon jetzige Modelle mit Android einen Fingerabdrucksensor, aber dieser wird nicht direkt von Googles Android unterstützt. Alle bisherigen Sensoren waren und sind also Outsourcing-Lösungen.

Android M: Standby

Mit Standby meine ich nicht, dass ihr den Bildschirm ausschalten könnt. Standby meint, dass ihr das Android-Smartphone in den Schlafzustand versetzen könnt. Das heißt, alle im Hintergrund laufenden Apps werden abgeschaltet. Einzig wichtige Benachrichtigungen und Wecker sind zugelassen, um euer Smartphone aus dem Schlaf zu holen. Das spart massig Energie. Und auch hier war uns iOS einen Schritt voraus. Denn diese Energiesparfunktion steckt auch hinter dem Geheimnis, warum Apple-Geräte bereits seit Jahren im Standby so unglaublich lange durchhalten. Das Feature für Android M wird übrigens „Doze“ heißen.

Android M: Bitte nicht stören

Unter iOS habt ihr die Möglichkeit, alle Anruftöne und Vibrationen für einen individuell festgelegten Zeitraum abzuschalten und nur einen erlauchten Kreis von Personen zuzulassen. Mittlerweile hat iOS sogar gelernt, einen Anruf von nicht zugelassenen Anrufern zuzulassen, wenn sie zweimal in drei Minuten anrufen. Android-Nutzer scheinen dieses Feature sehr zu begehren, denn Googles Android M wird die Funktion Ende des Jahres einführen.

Android M: MIDI-Support

Für musikalische Menschen war iOS bisher eine echte Oase der Kreativität. Ihr könnt einfach ein beliebiges elektronisches Instrument via MIDI-Stecker an das iPhone anschließen und mit eurem Smartphone komponieren. Android M wird diese Funktion nun endlich auch seinen Nutzern präsentieren.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*