Konflikt mit den USA: Huawei konzentriert sich mit 5G auf Europa

Frau hält in der Bahn Smartphone in der Hand
  • Huawei legt den Fokus für den neuen 5G-Standard auf Europa.
  • Das Verhältnis zwischen den USA und Huawei bleibt weiter frostig.
  • Altice Portugal wird eine der ersten Firmen, die 5G kommerziell nutzen.

Seit etlichen Jahren stehen Huawei und die USA im Clinch miteinander. Aus diesem Grund hat Huawei sich weitestgehend mit seinen Bemühungen aus den Staaten zurückgezogen. Mit dem künftigen 5G Mobilfunkstandard will der Riese sich daher jetzt auf Europa konzentrieren.

Huawei vs. USA: das ständige Drama

Seit 2001 ist Huawei auch in den Staaten vertreten. Seitdem gab es immer wieder Schwierigkeiten zwischen der Regierung und dem Konzern. Laut geworden sind unter anderem vermeintliche Spionage-Vorwürfe von Seiten der USA. Bereits 2012 gab es Untersuchungen gegen ZTE und Huawei.

AT&T, der Kommunikationskonzern, der ursprünglich das Huawei Mate 10 Pro vertreiben sollte, hat den Deal platzen lassen. Der Vorwurf: Huawei habe Verbindungen zur kommunistischen Regierung Chinas und wolle über Geräte gesammelte Informationen weiterleiten. Dadurch hat der Hersteller zurzeit keine Chance, in den USA in Konkurrenz zu Apple und Samsung zu treten.

5G auf Europa verlagert

Der chinesische Gigant hat nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch einige Ressourcen in die Entwicklung von 5G gesteckt. Statt das Projekt wegen des Rückschlags auf Eis zu legen, will der Hersteller sich nun auf Europa konzentrieren – genau genommen vorerst auf Portugal.

Eine Kooperation zwischen Altice Portugal und Huawei wurde jetzt bekanntgegeben. Das Programm: Das Unternehmen zu einem der ersten 5G Spieler der Welt zu machen. Die Planung ist bereits in vollem Gange und schon 2020 sollen die ersten 5G Geräte auf den Markt kommen. Bis zum weitläufigen Ausbau von 5G wird es allerdings noch ein paar weitere Jahre dauern, so die Vermutung.

Was ist 5G?

Noch gar nicht so lange ist es her, dass sich das LTE-Netz über die Lande ausgebreitet hat. Und doch arbeiten Unternehmen schon jetzt mit Hochdruck an dem Nachfolger 5G. Sollte alles nach Plan laufen, wird der neue Mobilfunkstandard eine beinahe tausendfach höhere Kapazität als 4G (LTE) mitbringen. Dazu kommen höhere Datenraten, die bis zu 10.000 Mbit pro Sekunde betragen könnten sowie einen geringeren Strom- und Energieverbrauch.

Zudem sollen noch mehr Nutzer gleichzeitig versorgt werden können, ohne, dass es zu Überlastungen kommt. Schnellere Latenzzeiten wirken sich auf die Reaktionszeiten im Netz aus und brauchen dabei noch weniger Strom. Bislang sind das zwar nur Tendenzen, die aber durchaus nicht allzu weit entfernt von der Realität sein dürften.

Huawei: 5G Smartphones in Arbeit

Dass das 5G-Netz noch nicht verfügbar ist, hält Huawei nicht davon ab, bereits entsprechende Endgeräte zu entwickeln. Damit arbeitet der Hersteller zukunftsweisend. Und will schon 2019 das erste Flaggschiff herausbringen, das den neuen Standard unterstützt. Bislang hat Huawei noch mit der Größe zu kämpfen. Die handliche Version nimmt der Riese wohl dann in Angriff, wenn die Leistungstests zufriedenstellend bestanden sind. Intel und HiSilicon entwickeln jedenfalls bereits zusammen die ersten 5G-Chips.

Mehr lesen: Huawei: Kirin 1020 auf der Überholspur.

 

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