Was unterscheidet Internet-Flatrate und Datenautomatik?

Thema: Datenautomatik abhängig von der Datennutzung

Wer nach einem neuen Handyvertrag sucht, stolpert immer häufiger über den Begriff Datenautomatik. Aber was bedeutet das? Ist das noch eine Internet-Flatrate für mobiles Surfen? Oder gibt es hier Unterschiede? Ich verrate euch, was Flatrate und Datenautomatik bedeuten.

Flatrates fürs Smartphone: Wie Handyverträge aufgebaut sind

Handyverträge folgen heute – unabhängig vom Provider – einem relativ einfachen Schema: Es gibt eine Internet-Flatrate oder Datenautomatik und dazu ein Paket zum Telefonieren und Simsen. Hier könnt ihr euch zwischen Freiminuten und Frei-SMS oder Telefonie- und Nachrichten-Flatrate entscheiden. Feste Kontingente sind in der Regel günstiger als Allnet-Flatrates und sorgen für eine niedrigere Grundgebühr. Allerdings müsst ihr die verbrauchten Einheiten im Auge behalten, um zusätzlichen Kosten zu entgehen.

Mobil surfen rund um die Uhr: Internet-Flatrate

Seitdem es Smartphones gibt, hat der Ausbau des mobilen Internets drastisch zugenommen. Ihr kennt das selbst: E-Mails, Facebook, WhatApp – dazu kommen Shoppingtouren online und Streaming. Das Handy ist zur multimedialen Kommunikationszentrale avanciert, der Einsatz eines Smartphones ohne Internet-Flatrate scheint undenkbar. Heute verbreitete Tarifmodelle greifen diese Entwicklung auf und stellen euch Verbindungen mit UMTS oder LTE/4G zur Verfügung. Die Bandbreite hängt vom Provider, vom Netzausbau, aber auch dem gewählten Tarif ab. Mittlerweile sind die Downloadraten von 3,6 Mbit/s (UMTS) auf bis zu 150 Mbit/s (LTE) geklettert. Manch einer stellt gar verwundert fest, dass die mobile Internetverbindung mit dem Smartphone deutlich flotter ist als der bewährte DSL-Anschluss – sofern ihr zu Hause nicht über VDSL oder Kabel online seid. Jedenfalls surft ihr mobil mit dem Handy rund um die Uhr mit der maximal verfügbaren Bandbreite. Und das, solange euer vereinbartes Datenvolumen nicht verbraucht ist. Danach tritt euer Handy automatisch auf die Bremse.

Adieu, lange Ladezeiten: Datenautomatik statt Drossel

Diese Speed-Bremse gibt es aber nicht immer. Oder besser gesagt: Vodafone, E-Plus und o2 haben sie für einige Handyverträge abgeschafft. Stattdessen arbeiten die Datenverbindungen mit einem Setup, das eine Drosselung der Downloadgeschwindigkeit verhindert. Die sogenannte Datenautomatik stellt euch seitens eures Providers mehr Volumen zur Verfügung, wenn ihr die tariflich vereinbarte Höchstgrenze im aktuellen Abrechnungszeitraum überschreitet. Anstatt mit einer lahmen GPRS- oder EDGE-Verbindung durchs Netz zu schleichen und beim Seitenaufbau in Sekundenschlaf zu fallen, surft ihr einfach mit Highspeed weiter. Adieu, lange Ladezeiten, sage ich da nur.

Datenautomatik und Internet-Flatrate: Der Teufel steckt im Detail

Auf den ersten Blick seht ihr vielleicht keinen Unterschied in den verschiedenen Tarifbeschreibungen. Das Datenvolumen reicht von einigen Hundert Megabyte bis hin zu mehreren Gigabyte im Monat. Wer beim Handyvertrag auf o2 Blue XL oder Vodafone Red setzt, findet zunächst viel Leistung. Konventionelle günstige Internet-Flatrates bieten nicht nur weniger Volumen. Stattdessen müsst ihr in vielen Fällen auf LTE verzichten. Das ist ärgerlich, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Netze bereits jetzt schon deutlich besser ausgebaut sind als noch vor wenigen Monaten. Der Teufel steckt im Detail: Eine kleine Internet-Flatrate für schmales Geld bremst euch über kurz oder lang aus. Eine Internetoption mit Datenautomatik verspricht mehr und schnelleres Surfen, doch wie so oft im Leben gibt es das extra Volumen nicht umsonst.

Kostet nämlich auch extra: Megabyte-Upgrade bei Datenautomatik

Im Gegensatz zu einer Internet-Flatrate im herkömmlichen Sinn entstehen durch die Datenautomatik Extrakosten. Wie viel ihr im Zweifelsfall bezahlen müsst, hängt vom jeweiligen Provider ab. Bei Vodafone Red beträgt der Aufpreis 3,- Euro für 250 Megabyte Zusatzvolumen. Die Datenautomatik greift maximal dreimal – sofern ihr sie in Anspruch nehmt und nicht per SMS ablehnt. Entscheidet ihr euch gegen neues Datenvolumen, müsst ihr allerdings für den restlichen Abrechnungszeitraum mit 32 kbit/s zurechtkommen. Dass diese Downloadrate kaum ausreicht, um auch nur eine E-Mail zu lesen, sollte klar sein. Ihr zahlt also bei Vodafone maximal 9,- Euro extra. o2 und E-Plus handhaben das Vorgehen ein wenig anders: Hier bekommt ihr maximal dreimal 100 Megabyte zusätzlich für jeweils 2,- Euro, danach surft ihr mit 56 kbit/s im gemächlichen GPRS-Modus. Benötigt ihr die Volumenpakete drei Monate in Folge, bekommt ihr ein Tarif-Update, das mit einer höheren Grundgebühr einhergeht.

Wie kann ich Extrakosten beim mobilen Surfen vermeiden?

Ganz einfach: indem ihr den passenden Tarif findet. Zugegeben, so leicht ist es dann doch nicht. Für den richtigen Vertrag müsst ihr euer eigenes Nutzungsverhalten, das Smartphone (ist es LTE-fähig?) und den allgemeinen Datenverbrauch von Apps und Online-Anwendungen berücksichtigen. Das sind drei Faktoren, die mitunter ein wenig Recherche voraussetzen. Um den Nutzungsverbrauch zumindest einzuschätzen, könnt ihr das bereits beanspruchte Volumen in den Einstellungen einsehen:

  • iOS: Einstellungen -> Mobiles Netz
  • Android (Jelly Bean, KitKat): Einstellungen -> Verbindungen -> Datennutzung

Außerdem könnt ihr dort die mobile Datennutzung begrenzen. Allgemein gilt: Nutzt ihr das mobile Netz häufig, vor allem für Mails, Chats und soziale Netzwerke, ist ein Volumen von rund einem Gigabyte empfehlenswert. Kommen Streams wie Spotify oder YouTube dazu, wird es unter Umständen eng. Da hilft nur mehr Datenvolumen. Oder ihr fahrt den Konsum unterwegs herunter und beschränkt Musik und Videos auf die heimische WLAN-Verbindung.

Geeignete Tarife für Vielsurfer findet ihr natürlich bei uns im Shop: Handyverträge mit viel Datenvolumen. Kleiner Tipp: Die Vodafone Smart-Tarife sind Internet-Flatrates ohne Datenautomatik.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*