Was bedeutet der Pfeil beim iPhone?

Karten-App zeigt Route zum Dortmunder Signal Iduna Park - mit aktivierten Ortungsdiensten in iOS 8

Bei der normalen Nutzung taucht immer mal wieder der Pfeil beim iPhone in der Statusleiste auf. Oft ist er komplett ausgefüllt, ab und zu erscheinen aber auch lediglich die Konturen am Displayrand. Aber was bedeutet das Symbol überhaupt und wie kannst du beim iPhone die passenden Einstellungen vornehmen?

Praktisches Kontrollsymbol seit iOS 4

Bereits seit iOS 4 ist der Pfeil auf dem iPhone-Display fester Bestandteil des mobilen Betriebssystems. Er dient als Kontrollsymbol und informiert dich als Nutzer darüber, dass eine App auf die iPhone-Ortungsdienste zugreift, mit denen auf Basis von GPS- und einigen anderen Daten die Position des Gerätes bestimmt wird. Durch die Ortsbestimmung des Smartphones bekommen Apps Positionsdaten geliefert, die bei guten Bedingungen bis auf wenige Meter genau sind. Mit diesen Daten kann die Kamera-App beispielsweise speichern, wo du ein Foto aufgenommen hast, und den Ort in den Metadaten des Fotos ablegen. Die App der Deutschen Bahn kann durch die Positionsdaten ganz automatisch feststellen, wo du dich befindest, und dir eine passende Verbindung für eine Haltestelle oder einen Bahnhof in deiner Nähe liefern. Selbstverständlichen greifen auch die verschiedenen Navigationsapps ständig auf die Ortungsdienste zurück, um dich zum Ziel zu führen. Wenn eine App die Ortungsdienste nutzt, wird das über den ausgefüllten Pfeil auf dem iPhone deutlich gemacht, der dann in der Statusleiste neben dem Akkusymbol angezeigt wird. Dafür muss eine Applikation nicht aktiv von dir genutzt werden. Viele Apps greifen auch im Hintergrund regelmäßig auf die Positionsdaten zurück, um ihren Dienst zu erledigen.

Geofencing: Die etwas andere Art der Positionsbestimmung

Neben dem ausgefüllten Pfeil gibt es noch eine andere Form des Kontrollsymbols. Werden lediglich die Konturen des Pfeils angezeigt, ist die Geofencing-Funktion aktiv. Dabei wird nicht permanent auf die Ortungsfunktion zugegriffen. Das Smartphone bestimmt stattdessen in regelmäßigen Abständen die Position, um zu ermitteln, ob man einen bestimmten Bereich betreten oder verlassen hat. Die Geofencing-Funktion wird zum Beispiel genutzt, wenn du eine ortsbasierte Erinnerung erstellt hast, die dich bei der Ankunft oder beim Verlassen eines Ortes auf etwas aufmerksam machen soll. Im Vergleich zur ständigen Standortbestimmung benötigt Geofencing deutlich weniger Energie und schont den Akku.

iOS bietet umfangreiche Einstellungen

Das Betriebssystem des iPhones stellt dir umfangreiche Einstellungen zur Verfügung, mit denen du die Nutzung der Ortungsdienste beeinflussen kannst. Damit hast du nicht nur die Möglichkeit, die Ortungsfunktion komplett zu deaktivieren, sondern kannst auch für jede einzelne App festlegen, ob und wann sie die Positionsdaten des iPhones nutzen darf. Die entsprechenden Einstellungen verstecken sich hinter dem Punkt Datenschutz in den iPhone-Einstellungen. Durch Antippen des Feldes Ortungsdienste gelangst du zu den verschiedenen Möglichkeiten, mit denen du die Nutzung der Ortungsdienste anpassen kannst.

GPS bei iOS 8 unter Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste anpassen

Ganz oben hast du mit dem entsprechenden Auswahlschalter die Möglichkeit, die Positionsbestimmung komplett für alle Apps zu deaktivieren. Darunter findest du eine Auflistung aller installierten Apps und kannst für jede Applikation einzeln die Ortungsdienste anpassen. Mit Hilfe dieser Auflistung kannst du auch bestimmen, welche App in der Vergangenheit die Ortungsdienste genutzt hat. Findest du das lila Ortungsdienstsymbol vor, hat die entsprechende Software erst kürzlich den Standort bestimmt. Ein ausgefüllter grauer Pfeil symbolisiert, dass die iPhone-Ortungsdienste in den letzten 24 Stunden in Anspruch genommen wurden. Werden lilafarbene Konturen des Pfeils angezeigt, nutzt eine App Geofencing.

Positionsbestimmung unterbinden: Datenschutz und längere Akkulaufzeit

Tippst du eine App an, gelangst du zu den Einstellungen, mit denen festgelegt werden kann, ob und wann eine Applikation die Positionsbestimmung nutzen darf. Dabei solltest du möglichst restriktiv vorgehen, schließlich handelt es sich um durchaus sensible Daten, die nicht in falsche Hände gelangen sollten. Die häufige Nutzung von GPS wirkt sich außerdem spürbar auf die Akkulaufzeit vom iPhone aus.

Wählst du „Nie“ aus, entziehst du der App vollständig das Recht, die Ortungsdienste zu nutzen. Alternativ stehen in der Regel „Beim Verwenden der App“ und „Immer“ zur Auswahl, wobei die erstgenannte Option der App den Zugriff auf die Ortungsfunktion nur erlaubt, wenn sie aktiv verwendet wird. Wählst du „Immer“ aus, kann die Software auch im Hintergrund die Position des Smartphones ermitteln. Zu beachten ist, dass du unter Umständen nach dem Deaktivieren der Ortungsdienste einige Funktionen nicht mehr nutzen kannst, die eine Positionsbestimmung voraussetzen. Bei vielen Apps kannst du den Standort aber alternativ ganz einfach manuell eingeben.

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