Auf diese Apps kannst du 2019 locker verzichten

Smartphone-Tipps, Tricks, Anleitungen, Android-Hilfe

Dein Smartphone ist schon ab Werk mit diversen vorinstallierten Apps ausgestattet, von denen du im Zweifel nur einen Bruchteil wirklich benötigst. Alle anderen Anwendungen nehmen einfach nur Speicherplatz weg oder laufen sogar im Hintergrund und klauen deinem Handy damit einiges an Rechenleistung. Wir haben einmal nachgeschaut und zeigen dir, welche Apps du ohne Reue auf den digitalen Friedhof schicken kannst. Dein Handy wird es dir danken.

Hinweis vorab:

Nicht alle unerwünschten Apps lassen sich einfach deinstallieren. Aber du kannst sie wenigstens deaktivieren, damit sie nur noch minimalen Speicher belegen und nicht mehr im Hintergrund laufen. Sind dir sogar die wenigen KB zu schade für solche Apps, wirst du dein Smartphone schon rooten müssen, um sie loszuwerden. Mit der Zeit haben Hersteller wie Huawei oder Honor immerhin die Möglichkeit eingeräumt, Bloatware komplett zu deinstallieren. Ein feiner Zug.

1. Hersteller-Apps

Smartphone-Hersteller möchten nicht nur Smartphones verkaufen, sondern dich durch ihre eigenen Anwendungen an das Produkt und seine Nachfolger binden. Indem du ihre eigens entwickelten Apps intensiv nutzt, möchtest du sie auch irgendwann nicht mehr missen. So entsteht eine gewisse Markentreue. Doch welche der vorinstallierten Apps brauchst du denn wirklich? Wenn du ohnehin keinen Fitness-Tracker oder eine Smartwatch nutzen möchtest, dann sind auch die entsprechenden Apps sinnfrei. Bei Samsung wäre dies etwa Samsung Health, Samsung Members oder auch Galaxy Wearable. Diese Apps können einfach weg, wenn du sie nicht brauchst. Löschen kannst du sie zwar nicht immer, aber wenigstens deaktivieren, damit sie dein Menü nicht unübersichtlich werden lassen.

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2. Google Apps

Auch Google, dessen Betriebssystem Android quasi die Basis aller Freude auf deinem Handy ist, haut dir gleich mehrere Apps in den Speicher, von denen du sicherlich nicht alle brauchst. Google News ist nicht die Informationsquelle deiner Wahl? Weg damit. Serien und Filme schaust du eh nur über Netflix und Co.? Also auch weg mit „Google Play Filme & Serien“. E-Mails rufst du nur über deinen PC ab? Dann brauchst du auch kein Google Mail. Filtere selbst, welche Google-Apps du brauchst und welche nicht. Und wenn nach der Deinstallation doch mal Bedarf sein sollte, kannst du sie auch einfach wieder über den Google Play Store installieren.

3. Provider-Apps

Ja, auch dein Netzanbieter möchte dir seine kleinen Tools und Apps nahelegen. Manche von ihnen sind sogar recht sinnvoll, wie zum Beispiel die direkte Vertragsverwaltung. Du musst nicht erst aufwändig die Webseite des Providers besuchen, sondern kannst direkt in der App alle Daten einsehen und bearbeiten. Apps wie „Mein Vodafone“ oder „Mein o2“ dürfen also bleiben, solange sie sich ruhig verhalten. Über Sinn und Unsinn der anderen Anbieter-Apps kannst du selbst entscheiden.

4. Apps, die deinen Arbeitsspeicher aufräumen sollen

Das Prinzip dahinter ist klar. Du stellst fest, dass dein Arbeitsspeicher täglich nahezu überlastet ist, weil sich ständig irgendwelche Apps im Hintergrund starten und keinen Raum mehr für die wirklich wichtigen Anwendungen lassen. Und je voller dein Arbeitsspeicher ist, desto mehr Energie zieht er aus deinem Akku. Also installierst du eine App, die dir verspricht, deinen Arbeitsspeicher aufzuräumen und Hintergrund-Apps zu überwachen. Klingt toll, ist es aber nicht. Apps, die im Hintergrund geschlossen werden, starten sich selbst wieder neu. Und dieser Vorgang des Schließens und wieder Öffnens lassen dein Smartphone instabil werden. Diese RAM-Saver Apps bringen also gar nichts. Davon abgesehen ist Android mittlerweile so weit, dass es selbst weiß, welche Apps im Hintergrund ausgeführt werden müssen und welche nicht.

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5. Performance-Booster

Es gibt zahlreiche Apps, die dir versprechen, dein Smartphone komplett von Datenmüll zu befreien und es so wieder richtig schnell zu machen. Auch wenn deinstallierte Apps ein wenig Cache im Speicher hinterlassen, musst du noch lange keinen Cleaner installieren, um den Datenschrott zu entfernen. Rufe einfach die Smartphone-Einstellungen auf und gehe ins Speichermanagement. Hier kannst du den Speicher mit einem Klick optimieren und fertig.

Alternativ kannst du den Cache deiner Apps auch einzeln löschen. Dazu rufst du in den Einstellungen einfach nur den App-Bereich auf, wählst eine App aus und löschst den Cache. So einfach ist das. Solche angepriesenen Cleaner verbrauchen oft selbst sehr viel Akkuleistung, weil sie meist auch im Hintergrund weiterlaufen. Android hat für solche Aufgaben ganz eigene und deutlich bessere Features im Gepäck.

6. Facebook

Facebook steckt derzeit in einer echten Krise. Die Nutzer wandern ab, ein Datenskandal jagt den nächsten und der praktische Nutzen geht in den Untiefen bunter Werbeanzeigen und –videos verloren. Der Zeitpunkt, die Facebook-App zu deinstallieren, ist mehr als günstig. Wenn du die Facebook-App entsorgst, wird dies dein Smartphone spürbar beschleunigen. Denn die App läuft im Hintergrund, belegt eine Menge internen Speicher und fischt deutlich mehr Daten, als sie tatsächlich braucht.

Wenn du Facebook weiterhin verwenden möchtest, dann brauchst du dafür nicht zwingend die App. Rufe Facebook im Browser auf und erstelle einfach einen Shortcut der Seite auf deinem Homescreen. Sobald du Facebook nach der Nutzung im Browser verlässt, werden keine Ressourcen mehr verbraucht. Ist das nicht schön?

Hinweis: Bei einigen Smartphones ist die Facebook-App bereits vorinstalliert und lässt sich gar nicht deinstallieren. Du kannst sie aber deaktivieren, was fast genauso gut ist. Damit verbraucht die App nur noch wenige KB internen Speicher und lässt sich ansonsten nicht mehr blicken.

7. Soziale Medien

Neben Facebook gibt es noch genügend andere soziale Netzwerke, die deine Aufmerksamkeit haben möchten. Twitter, Instagram, Google + und andere Namen tauchen in deinem Menü auf. Du nutzt keines der genannten Portale? Dann brauchst du auch die Apps zu keinem Zeitpunkt. Deinstalliere oder deaktiviere sie wenigstens, dann ist in deinem Handy wieder ein bisschen mehr Speicher frei.

8. Office-Anwendungen

Mittlerweile findet man auf nahezu jedem neuen Smartphone die Anwendungen aus dem Microsoft-Universum. Word, Excel, PowerPoint, Outlook, One Drive und weitere Apps sind hier vorinstalliert. Aber Hand aufs Herz: Hast du dir jemals gedacht, dass nur Excel dich jetzt noch retten kann? Auf dem Handy? Hätten wir auch nicht gedacht. Damit wären auch diese Speicherfresser Geschichte.

9. Werbepartner

Sowohl die Smartphone-Hersteller als auch Google selbst freuen sich jeden Tag aufs Neue über Werbeeinnahmen. Über Lizenzverträge werden Hotelportale, Spieleanbieter und andere Unternehmen in den Genuss kommen, ihre Apps direkt auf einem neuen Smartphone zu finden. So öffnest du den App-Drawer eines nagelneuen Samsung Galaxy und schon siehst du Apps, die dir ein Hotel, ein Taxi oder auch nur ein Bahnticket verkaufen möchten. Weg damit!

10. Akku-Saver

Wenn du die Tipps 1 bis 9 beherzigt hast, ist dieser Punkt bereits hinfällig. Die stark beworbenen Akku-Saver Apps verbrauchen ihrerseits viel Arbeitsspeicher und damit auch Akkuleistung. Davon abgesehen sind sie nicht mehr notwendig, wenn du Android seine Arbeit machen lässt.

11. Welche Apps du sonst noch löschen kannst

Gehe durch deine App-Übersicht und schau nach, welche Spiele du schon lange nicht mehr gespielt hast und welche Apps du im Grunde gar nicht mehr brauchst. Du kannst die Apps auch nach ihrem Akku- oder Datenverbrauch auflisten lassen und die großen Verbraucher einfach entfernen. Der dadurch freigelegte Speicher bedeutet für dich auch gleich mehr Akkuleistung und das ist doch gar nicht mal so schlecht. Je besser der Akku und das System arbeiten, desto länger hält auch dein Smartphone.

Wenn dein Handy durch diese Maßnahmen noch nicht deutlich schneller geworden ist, verschiebe doch mal ein paar deiner über Tausend Bilder auf den PC. Diesen und weitere Tipps findest du im Ratgeber: Wenn alte Android-Handys langsam werden.

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