Roaming-Gebühren in der EU? Mit welchen Kosten muss gerechnet werden?

Teure Handyrechnungen im Urlaub sind keine Seltenheit. Mit welchen Kosten musst du rechnen und wie schaltest du diese Funktion aus?

Sonne, Strand und Meer – all das sind Dinge, die einem beim Stichwort Urlaub in den Sinn kommen. Aber auch negative Ereignisse wie beispielsweise überfüllte Autobahnen, verspätete Flieger und qualmende Handyrechnungen können assoziiert werden.

Im Falle der qualmenden Handyrechnungen sind meist sogenannte Roaming-Gebühren schuld. Damit ist gemeint, dass man bei Einsatz mit mobilen Endgeräten wie Handy oder Tablet im Ausland die dortigen Netze nutzt. Statt des heimischen Netzes, für das man im Inland bezahlt, nimmt man also Dienste und Funktionen ausländischer Netzbetreiber in Anspruch.

Doch die Kostenfalle Urlaubstelefonat hat bald ein Ende: Die EU-Staaten und das Europaparlament haben sich auf die Abschaffung der Roaming-Gebühren geeignet. In einem Zwischenschritt sollen am 30. April 2016 vorher zuerst einmal bestehende Kosten gesenkt werden. Zum 15. Juni 2017 sollen Roaming-Gebühren dann endgültig der Vergangenheit angehören.

Wie ist es aktuell?

Seit 2007 fallen Roaming-Gebühren stetig. Durch eine neue Roaming-Verordnung des EU-Parlaments 2012 dürfen wir uns seither jährlich über sinkende Gebühren freuen. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die Obergrenzen für jeweilige Funktionen (Netto-Angaben ohne MwSt.):

Roaming-Gebühren EU-Übersicht von 2014
Gebührenübersicht für EU-Roaming / Bild © CHIP

Demnach dürfen eingehende Anrufe seit 1.7.2014 pro Minute höchstens 0,19 Cent kosten. Angenommene Anrufe kosten pro Minute sogar nur 0,05 Cent. Bei der Benutzung von Datendiensten pro MB fallen 0,05 Cent Aufschlag auf den Heimtarif an. Eine SMS ist mit 0,02 Cent Aufschlag auf den Heimtarif somit die günstigste Möglichkeit aus dem Ausland zu kommunizieren. Der Empfang von SMS ist kostenlos.

Was kann ich gegen Roaming-Gebühren tun?

Um hohe Kosten zu vermeiden, kannst du das Daten-Roaming auf deinem Smartphone einfach abschalten. Je nach Hersteller und Bedienoberfläche können die Bezeichnung der Menüpunkte und die Menüführung leicht abweichen. Meistens findet man die Funktionen in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Drahtlos & Netzwerke“ bei Android. iPhone-User müssen unter Einstellungen den Menüpunkt „Mobiles Netz“ aufrufen, um diese Funktion zu deaktivieren.

Achtung bei Schifffahrten:

Achtung: Bei Kreuzschifffahrten kann die Benutzung von deinem Handy trotzdem teuer werden, denn dort gelten andere Tarife. An Bord von Schiffen telefonieren Gäste nämlich nicht mittels der landbasierten Mobilfunknetze, sondern über den Wireless Maritime Service (WMS) oder schiffseigene Satellitenverbindungen. Damit du also auf hoher See keine böse Überraschung erleben musst, informiere dich einfach vorab bei deinem Mobilfunkanbieter oder bei der Reederei selbst.

Quellen:

Bild: © CHIP

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