Ratgeber: Die unterschiedlichen USB-Typen

Es gibt viele verschiedene USB-Typen.
  • Mit den Jahren haben sich viele verschiedene USB-Typen angesammelt.
  • Der Micro-USB-Typ hat die Ladekabel für Smartphones vereinheitlicht.
  • Nach und nach soll der neue USB Typ-C sich als neuer Standard etablieren.

Während wir bei Smartphones bis zum letzten Jahr noch vorwiegend den Micro-USB-Stecker zum Laden der Geräte genutzt haben, soll das System jetzt neu standardisiert werden. Inzwischen werden fast alle neuen Flaggschiffe mit dem sogenannten Typ-C ausgestattet. Und schon davor fanden eine Menge unterschiedlicher Stecker Anwendung im Bereich Computer und Endgeräte. Welche USB-Typen es gibt und wie sie sich unterscheiden, haben wir für dich als Überblick zusammengestellt.

Was ist USB und wofür brauchen wir es?

USB steht für „Universal Serial Bus“. Dabei handelt es sich um Verbindungssysteme für Computer und Endgeräte im weitesten Sinne. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedenste Schnittstellentypen angesammelt, die teilweise durch USB ersetzt wurden. Das sollte die Nutzung vereinfachen. Inzwischen gibt es allerdings eine Menge unterschiedlicher USB-Typen, was in der Praxis die Vereinfachung wieder relativiert. Genutzt wird USB außerhalb des Mobilfunkbereiches für PC-Zubehör wie Speichersticks oder Festplatten, aber auch für Tastaturen, Mäuse, Lautsprecher und Drucker. Dazu kommen externe Komponenten wie Festplatten oder Grafikkarten.

Smartphones haben inzwischen USB-Ladeschnittstellen. Sie werden vor allem dafür genutzt, um die Geräte schnellstmöglich mit möglichst viel Energie zu versorgen. Für Smartphone-Nutzer wurde mit dem Micro-USB-Stecker die theoretische Nutzung der unterschiedlichsten Ladekabel ermöglicht. Das heißt, dass nicht mehr jeder Hersteller einen eigenen Anschluss nutzt. Stattdessen konnten durch den Prozess auch Sony-Nutzer die Ladekabel von Samsung-Geräten verwenden. Das galt zumindest für Android. Bei der Standardisierung grenzte Apple sich aus. Doch kaum hatten die Nutzer sich an den Micro-USB-Stecker gewöhnt, wurde er teilweise schon durch einen neuen Typ ersetzt.

Die Typen im Überblick

USB Typ-A: der Standard

So sieht USB Typ-A aus.

Beim USB Typ-A handelt es sich um einen herkömmlichen USB-Stecker, mit dem die meisten USB-Kabel ausgestattet sind. Der Anschluss dafür findet sich an jedem Computer. Er dient beispielsweise dazu, sämtliches Zubehör an den PC anzuschließen – so auch Smartphones oder Kameras. So können Daten beispielsweise von einem Gerät auf ein anderes übertragen werden. Nach demselben Prinzip funktionieren auch externe Festplatten. Zusätzlich sind inzwischen viele Fernseher mit USB-Anschlüssen ausgestattet, ebenso wie Konsolen bei denen wir unter anderem die Controller via USB an das Gerät anschließen. Daneben nutzen wir den Typ-A auch, um unser Smartphone mit dem Ladeadapter für die Steckdose zu verbinden.

USB Typ-B: ein seltener Anblick

So sieht USB Typ-B aus.

Der USB Typ-B ist seltener als die meisten anderen und wird heute vorwiegend für Drucker, Fax-Geräte und Scanner genutzt. Die Anschlüsse dienen dazu, die Geräte mit dem Computer zu verbinden, wobei kaum noch Rechner einen entsprechenden Anschluss haben. In solchen Fällen kommen Kabel mit einem einseitigen USB Typ-A Anschluss zum Einsatz. Zwar findet der Typ-B bis heute Anwendung, wird aber zunehmend seltener und wird eventuell in den nächsten Jahren gänzlich verschwinden.

Mini-USB: Wir erinnern uns?

So sieht ein Mini-USB-Stecker aus.

Der Mini-USB-Stecker ist etwa 60 Prozent kleiner als ein normaler Typ-A-Stecker. Er wurde um die Jahrtausendwende herum eingeführt und vor allem für kleinere Endgeräte wie Kameras oder MP3-Player verwendet. Aber auch an manch kleinem externen Festplattengehäuse findet sich ein entsprechender Anschluss. Um eine ausreichende Stromübertragung zu ermöglichen, gibt es Mini-USB-Kabel auf dem Markt, die am anderen Ende mit gleich zwei Typ-A-Steckern ausgestattet sind.

Micro-USB: modern und doch wieder auf dem Abstellgleis

So sieht ein Micro-USB-Stecker aus.

Wie der Name schon verrät, ist der Micro-USB-Stecker noch einmal eine Nummer kleiner als sein Vorgänger. Und das muss er auch sein, denn er dient dazu, kleine Geräte wie Smartphones mit entsprechenden Kabeln an den Computer anzuschließen oder sie aufzuladen. Die meisten Hersteller nutzen die Stecker, um einen einheitlichen Standard zu gewähren. Dennoch gibt es auch hier gleich drei verschiedene Untertypen: A, B und AB. Micro-USB-B-Anschlüsse laufen trapezförmig zu und werden für Smartphones verwendet. Micro-USB-A-Stecker hingegen sind rechteckig und im Gegensatz zu den schwarzen B-Steckern normalerweise weiß gefärbt. Der hingegen graue AB-Stecker dient der Verknüpfung zweier Endgeräte ohne PC. Micro-USB-Stecker arbeiten im Vergleich zu den Mini-USB-Anschlüssen in beide Richtungen. So können wir Daten von unserem Handy problemlos auf unseren PC übertragen und andersherum.

USB Typ-C: die Zukunft

So sieht USB Typ-C aus.

In dem ganzen USB-Dschungel wurde bereits 2014 ein neuer Typ eingeführt, der das meiste andere wohl irgendwann ablösen soll: der USB Typ-C. Bei Smartphones hat er den Vorgänger inzwischen fast gänzlich abgelöst. Das Ziel ist es, den Typ-C weltweit zu standardisieren – insbesondere für mobile Geräte. Daran arbeiten verschiedene Hersteller, wobei es immer noch vereinzelte gibt, die weiterhin den Micro-USB-Anschluss verbauen. Apple hat inzwischen Adapter für den USB-C-Typ auf den Markt gebracht, um ein Schnellladen zu ermöglichen.

Was den Steckertyp ausmacht, ist unter anderem, dass er punktsymmetrisch ist. Das heißt, es spielt keine Rolle, wie rum er ins Endgerät eingesteckt wird. Daneben ermöglicht er eine schnelle Datenübertragung und sorgt dafür, dass mobile Geräte dank des verbesserten Energietransfers fixer laden. Zusätzlich ermöglicht die Unterstützung verschiedener Ports den Anschluss von Kopfhörern und Headsets. Und künftig könnte er auch dank der DisplayPort-Unterstützung dazu dienen, externe Displays anzuschließen. Damit würde er womöglich HDMI früher oder später ablösen.

Fazit: Ein Weg aus dem Kabelsalat?

Wir sehen: In den letzten Jahren haben sich eine ganze Menge an unterschiedlichen USB-Anschlüssen angesammelt. Wer hat zu Hause nicht diese eine Kiste oder Schublade, in der sich etliche verknotete Kabel tummeln. Und jedes davon hat einen anderen Anschluss. In Zukunft könnte sich das womöglich ändern. Wenn sich der USB Typ-C als Standard etablieren kann, können wir den Kabelsalat hoffentlich bald ausdünnen. Vor allem Smartphone-Nutzer hoffen, dass es die letzte Änderung sein wird. Denn wer damals unterschiedliche Handys hatte, musste gleichzeitig mit verschiedenen Ladekabeln kämpfen. Da war doch Micro-USB schon sehr komfortabel.

 

Quellen:

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*