Material Design von Android 5.0: Was ist das und was kann es?

Kalender im Google Material Design von Android Lollipop 5.0

Wer ein Smartphone mit dem Betriebssystem Android Lollipop 5.0 oder höher besitzt, hat festgestellt, dass das Oberflächendesign deutlich überarbeitet wurde. Das Material Design von Google hat die Optik der Bedienelemente ordentlich durchgeschüttelt. Aber was genau ist das Material Design und welche Vorteile hat es gegenüber der alten Oberfläche? Ich habe einmal genauer für euch hingesehen.

Der Grundgedanke hinter dem Material Design

Grund für die Änderung der Oberfläche war, dass Google die Bedienung eurer Apps und des ganzen Systems einfacher halten wollte. „Material“ ist hier das Stichwort. Die Software sollte plastischer zu bedienen sein, einfacher, besser. Darum hat man sich bei Google dazu entschlossen, die optischen Elemente und Funktionen so anzupassen, dass sie sich deutlich intuitiver steuern lassen und ganz nebenbei fantastisch aussehen. Diese neue und eigene Designsprache von Google soll auf jedem Gerät und mit jeder Displaygröße perfekt harmonieren. Die bisherigen Android-Versionen haben hin und wieder Apps präsentiert, an denen man sich mit einem 3,5 Zoll-Smartphone die Finger brechen konnte. Mit dem Material Design soll genau das nun anders sein.

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Tolles Design auf allen Ebenen

Die virtuellen Bedienelemente sollen nicht einfach nur farbige Oberflächen sein, sondern tatsächliche Eigenschaften verschiedener natürlicher Materialien mitbringen. Simuliert werden eher grobe Oberflächen wie Holz oder Stein, die auf entsprechende Lichtquellen mit Schatten reagieren. Dadurch ergeben sich nicht mehr nur zweidimensionale Flächen. Die Elemente sind nun eher wie gestapelte Holzplatten oder Zeitschriften zu verstehen. Der Entwickler von Welt bezeichnet diese Perspektive als Z-Achse.

Das Material Design zeigt nicht nur in den Ebenen schöne und plastische Effekte. Allgemein ist das Design jetzt bunter und weist viele Eigenschaften einer Zeitschrift auf. Farben und besondere Highlights sollen die Bedienung einfacher und intuitiver gestalten. Auch die Animationen sind jetzt noch plastischer. Diese sind nicht einfach nur schön anzusehen, sondern haben obendrein eine praktische Funktion. Das optische Feedback, dass eine Aktion erfolgreich ist, oder die Hervorhebung einer Nachricht: Die Animation an sich hat mit dem Material Design an Bedeutung zugelegt.

Grau ist alle Theorie. Entscheidend ist die Praxis.

Was ich oben geschrieben habe, musste ich für mich selbst erst einmal ordnen. Denn die Theorie seitens Google ist nett, aber wie genau äußern sich die Änderungen in der Praxis? Am einfachsten lässt es sich mit ein paar Beispielen erklären. Auf der Google Design-Webseite sind einige davon zu finden. So erklärt Google, dass ein rundes Bedienelement nicht einfach nur ein flacher Kreis sein muss. Es kann auch die plastische Form eines Balls annehmen, der je nach Aktion ein wenig hüpft. Auch die Größe und „Masse“ eines Elements werden mit Blick auf seine Geschwindigkeit berücksichtigt. So bewegt sich eine große Kugel beispielsweise langsamer als eine kleine. Durch die vielen verschiedenen Formen und Beispiele ergeben sich praktisch endlos viele Möglichkeiten, die Oberflächen noch benutzerfreundlicher werden zu lassen. Das Konzept ist daher noch längst nicht ausgereift. Vielmehr ist es ein dauerhafter Prozess, der Android für die nächsten Jahre begleiten wird.

Google hat eine PDF bereitgestellt, die alle Informationen noch einmal gebündelt liefert.

Schöne Apps mit klassischen Funktionen

Der Play Store selbst, YouTube, Chrome und Google Maps waren selbstverständlich die ersten, die das neue Material Design an den Tag legen durften. Aber auch Xing hat sich beispielsweise eingereiht und überzeugt durch seine übersichtliche Bedienung in Ebenen. Sogar der Messenger WhatsApp soll schon sehr bald mit dem neuen Design aufwarten können. Eine neue Beta-Version ist bereits im Umlauf.

Die erwartet riesige Auswahl verschiedener Apps im Material Design gibt es noch nicht. Die Entwickler werden erst nach und nach ihre Anwendungen anpassen und im neuen Design präsentieren. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch die Letzten noch nachziehen.

Hinweis:

Es tauchen vermehrt Apps im Play Store auf, deren Entwickler euch weismachen möchten, dass sie jetzt das Material Design unterstützen. Einzelne Elemente in den Apps mögen die eigentlichen Funktionen im Material Design zwar andeuten, aber tatsächliche Android-L-Apps sind es leider noch nicht, sondern noch immer KitKat-Versionen mit einem kleinen optischen Upgrade.

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