Gut fürs Hirn: 70-Jähriger spielt Pokémon Go auf elf Geräten gleichzeitig

Sie nennen ihn nur "Onkel Pokémon: Chen San-yuan | Screenshot: EXP.GG TW auf YouTube"
  • 70-jähriger Taiwanese spielt auf elf Handys parallel Pokémon Go.
  • Er möchte seine Quote auf 15 Smartphones gleichzeitig erhöhen.
  • Pokémon Go wirkt sich positiv auf seine Gesundheit aus.

Es gibt immer wieder Gaming Fans, die zu Extremen neigen. Meistens sind es eher junge Leute, die Spiele bis aufs Letzte ausreizen. Bei Pokémon Go dürfte der 70-jährige „Onkel Pokémon“ allerdings die meisten Jugendlichen weit hinter sich zurücklassen.

Der nette Herr von nebenan

Stellt euch vor, ihr lauft durch die Nachbarschaft und seht mehrmals die Woche, wie ein Rentner mit seinem Fahrrad an euch vorbeifährt. Klingt im ersten Moment ziemlich unspannend. Was aber, wenn besagter Rentner gleich elf Smartphones an seinem Fahrrad befestigt hätte? Genau das ist für Neu-Taipeh inzwischen zur Gewohnheit geworden. Der 70-jährige Chen San-yuan hat neun Smartphones an seinem Lenkrad befestigt und hat noch zwei weitere in Bedienung.

Dabei nutzt er sie nicht als Navigationssysteme oder chattet mit mehreren Freunden gleichzeitig. Nein, er zockt Pokémon Go! Klingt kurios, ist für seine Umgebung aber längst zur Gewohnheit geworden. Er hat inzwischen den liebevollen Spitznamen „Onkel Pokémon“ erhalten und einige Freunde mit seiner außergewöhnlichen Obsession dazugewonnen.

Da geht noch mehr

Seit 2016 spielt Chen San-yuan Pokémon Go. Erfahren hat er davon von seinem Enkel. Und schon am Anfang war ihm ein Smartphone zu wenig. Anfangs war er nur mit sechs Geräten unterwegs. Dann hat er die Anzahl weiter erhöht. Aktuell ist er mit ganzen elf Handys im Gepäck unterwegs. Und das ist noch nicht genug. Das Ziel des Seniors: Er möchte mit 15 Smartphones gleichzeitig spielen.

Wer das nachmachen will, muss tief in die Tasche greifen. Der Taiwanese gibt monatlich 1300 $ für sein Hobby aus. Da dürften die meisten jüngeren Menschen die weiße Fahne hissen. Was für manchen befremdlich klingen mag, ist für andere vielleicht weniger ein Thema. Früher hat der Senior mit Powerbanks gearbeitet, inzwischen radelt er mit einem Akku im Fahrradkorb, der ihm eine Spielzeit von 20 Stunden ermöglicht. Sogar nachts ist er unterwegs.

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Positive Auswirkungen auf das Gehirn

In der Pokémon Go Community ist Herr Chen inzwischen bekannt. Allerdings spielt er nicht um der Bekanntheit Willen. Er verbindet sich mit anderen Spielern, um damit unter anderem dem Fortschreiten seiner Krankheit vorzubeugen. Der Taiwanese leidet an Alzheimer. Und die stetige Betätigung des Gehirns hilft ihm dabei, fit zu bleiben. Seitdem er Pokémon Go spielt, hat die Krankheit sich jedenfalls nicht verschlimmert. Zudem ist Kontakt im Alter ein wichtiger Faktor, um gesund zu bleiben.

Was denkt ihr darüber? Uns jedenfalls erscheint der Herr sehr sympathisch: Er beschränkt sich nur auf das Abklappern von PokéStops und auf das Fangen von Pokémon. In Arenen will er nicht kämpfen, da er niemanden traurig machen möchte.

Quellen:

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