Werde „Fabulous“: die App für bessere Gewohnheiten

Werde Fabulous mit der App für Android und iOS.
Bild © Studybreak

Motivation und Gewohnheiten kann man trainieren. Mit einem entsprechenden Alltagshelfer geht das noch ein bisschen leichter. Die App Fabulous ist genau das, was du brauchst, um jeden Tag etwas produktiver zu sein. Wir haben sie getestet.

Die ersten Schritte

Im Play Store wird die App bereits als „App des Jahres“ angeboten. Große Erwartungen, die man da stellt. Die Anwendung wird laut Beschreibung regelmäßig aktualisiert und kommt immerhin auf 4,6 von 5 Sternen. Das ist ganz passabel, wobei der eine oder andere Nutzer schreibt, dass sie ihm zu unübersichtlich wäre und ein Ist-Stand fehle – ergo, welche Gewohnheiten man zu Beginn der Arbeit mit der App bereits verinnerlicht hatte. Mit 115 MB ist die Anwendung nicht besonders groß. Im Vergleich: Die bisher mehrfach vorgestellte App Forest, bei der Bäume wachsen, solange du dich nicht vom Handy ablenken lässt, ist knapp 95 MB groß. Bei Facebook sind es über 700 MB.

Download und Einrichtung von Fabulous sind ganz einfach

Nach dem Download und dem ersten Start der App fragt sie dich, welches dein Ziel ist. Zu Beginn kannst du allerdings nur „Mich energiegeladener fühlen“ anklicken. Die restlichen Ziele wie „Abnehmen“ oder „Besser schlafen“ kannst du zunächst nicht auswählen. So weit, so gut. Im nächsten Schritt wirst du dazu aufgefordert, deinen Namen anzugeben sowie die Uhrzeit, zu der du aufstehst und deine Mailadresse. Danach wird für dich eine Angewohnheitenliste erstellt und du kannst dir die erste Gewohnheit anzeigen lassen. Es geht los.

Die erste Herausforderung

Die erste Herausforderung, der du dich stellst, ist, jeden Morgen nach dem Aufstehen ein Glas Wasser zu trinken. Klickst du innerhalb der Angewohnheit auf „Warum mache ich das?“ wird dir erklärt, dass du mit kleinen Schritten beginnst. Beim Akzeptieren der ersten Aufgabe startest du mit Kapitel 1. Das Erste, was uns auffällt, ist die liebevolle Gestaltung der App. Hier haben sich die Entwickler schon richtig ins Zeug gelegt. Klicke auf den Weiter-Button und du wirst auf die Hauptseite der App weitergeleitet, auf der sich künftig alles abspielt.

Die Fabulous-App ist liebevoll gestaltet.

Die Startseite kennenlernen

Innerhalb deines Morgenrituals siehst du nun als erste Gewohnheit ‚Wasser trinken‘. Mit dem Häkchen rechts daneben kannst du sie als erledigt markieren. Klickst du auf der Hauptseite auf den Slider „Trinke Wasser“ siehst du den aktuellen Stand der Herausforderung und kannst auch Freunde zur App einladen. Mit dem Kreuzchen rechts oben kannst du das Ziel entfernen und damit die Herausforderung ablehnen. So wirst du nicht mehr ständig an die Herausforderung an sich erinnert – im Morgenritual bleibt sie dennoch enthalten, sofern du sie nicht oben rechts über die drei Punkte entfernst. Klicke hierzu auf „Gewohnheitenliste umsortieren“ > Drei-Punkt-Menü > „Gewohnheit entfernen“.

Ansonsten werden dir neben Herausforderungen im Hauptmenü Briefe angezeigt. Dort erfährst du beispielsweise, aus welchem Grund du die Herausforderungen machst, wie sie deinem Körper helfen, energiegeladener zu werden und wie du den Erfolg sicherstellen kannst. Wir finden die Briefe ganz nett aufgebaut und sie helfen dabei, den Nutzer zu motivieren. Hast du dich dafür entschieden, die erste Herausforderung – sprich: Wasser zu trinken – doch wieder anzunehmen, kannst du das im ersten Brief tun. Briefe entfernst du, indem du sie rechts aus dem Bild wischst. Ansonsten wird dir auf der Hauptseite ab und an Werbung zur kostenpflichtigen Erweiterung angezeigt. Die kannst du allerdings ebenso entfernen wie die Briefe.

Sortiere deine Gewohnheiten neu oder lösche sie.

Ein Morgenritual kreieren

Hat man sich in der Anwendung erst einmal etwas zurechtgefunden, wirkt sie auch nur noch halb so chaotisch, wie es auf den ersten Blick aussieht. Finden wir zumindest. Innerhalb des Morgenrituals kannst du eigenständig neue Gewohnheiten hinzufügen, die du dir für morgens aneignen möchtest. Klicke hierfür einfach auf das „+“ links neben dem Dreipunktmenü und füge nach Belieben neue Gewohnheiten hinzu. Du kannst auch eigene Gewohnheiten kreieren. Allerdings nur eine gewisse Anzahl, bis du auf die kostenpflichtige Version verwiesen wirst.

Im Morgenritual siehst du oben, um wieviel Uhr du daran erinnert wirst, mit dem Ritual zu beginnen. Voreingestellt ist die Uhrzeit, die du am Anfang beim Einrichten der app angegeben hast. Du kannst aber auch andere Alarme hinzufügen oder die Voreinstellung bearbeiten. Darunter siehst du, wie lange dein aktuelles Morgenritual dauert. Den einzelnen Gewohnheiten ist teilweise eine Dauer zugeordnet. Die kannst du auch manuell ändern, um entsprechend die Rituallänge anzupassen.

Füge Gewohnheiten deinem Ritual hinzu.

Mehr lesen: „Aufstehen, die Sonne lacht!“: Die besten Tipps für Morgenmuffel

Ritual durchführen

Dein Smartphone wird dich jeden Morgen um dieselbe Uhrzeit daran erinnern, mit deinem Ritual zu beginnen und angenommene Herausforderungen zu bewerkstelligen. Eine ganz gute Lösung – so kommt der Nutzer erst gar nicht auf die Idee, es zu vergessen. Hast du eine Liste an Gewohnheiten eingerichtet und eine jeweilige Dauer eingestellt, werden sie nacheinander abgespielt, sobald du das Ritual morgens mit dem Raketenbutton aktivierst. Dabei kannst du oben rechts entscheiden, ob du gerne Musik dazu hättest oder nicht. Ist die Dauer einer Aktivität abgelaufen, kannst du über den Weiter-Button zur nächsten springen und alles in einem Rutsch abarbeiten.

Spiele dein Ritual ab oder hake alles manuell ab.

Herausforderung abschließen

Das geht besonders einfach, wenn du über die zuvor geschilderte Menüoption „Gewohnheitenliste umsortieren“ eine Reihenfolge erstellt hast, in der du das Ritual abschließen möchtest. Die erste Herausforderung ist nach drei aufeinanderfolgenden Tagen abgeschlossen – danach kommt der nächste Brief und die nächste Herausforderung, die du annehmen kannst. Zugegeben: Nach drei Tagen hat niemand ein Ritual verinnerlicht. Aber danach liegt es eben am Nutzer, das weiter durchzuziehen. Die zweite Herausforderung, die dir gestellt wird, ist, ein gesundes Frühstück zu dir zu nehmen.

Reise und Training

Auf der Home-Seite findest du unten die beiden Buttons „Reise“ und „Training“. Unter „Reise“ siehst du, welche Herausforderungen nach und nach auf dich zukommen. Innerhalb des jeweiligen Punktes kannst du dir weitere Ereignisse, die zur jeweiligen Herausforderung passen, anzeigen lassen. Unter „Trinke Wasser“ wäre das beispielsweise die Aufforderung, dir abends Wasser ans Bett zu stellen. Oder du findest einen Motivator, der dir dabei hilft, mehr Wasser zu trinken. Klickst du die jeweilige Aufgabe an, gibt es Details dazu. Hast du das Experiment abgeschlossen oder einmalige Aufgaben erledigt, kannst du sie oben rechts über das Häkchen als erledigt markieren. Unter dem „Training“-Button findest du einen Überblick über deine Erfolgsquote.

Sieh dir deine Erfolgsquote an.

Weitere Rituale

Nach einiger Zeit wird dir auf der Startseite neben dem Morgenritual zunächst ein Nachmittags- und später ein Abendritual angezeigt. Auch hier kannst du nach Belieben Gewohnheiten hinzufügen und dein eigenes Ritual entwickeln. Der Aufbau ist derselbe wie beim Morgenritual und du legst die Uhrzeit nach Belieben fest. Übrigens: Du bist natürlich nicht gezwungen, das Ritual in der vorgegebenen Reihenfolge du absolvieren. Du kannst stattdessen auch aus den Ablauf, den du durch das Raketensymbol startest, abbrechen und die erledigten Aufgaben manuell in der jeweiligen Ritualübersicht abhaken. Bist du im Home-Menü kannst du oben rechts über das „+“ ein eigenes Ritual erstellen und zu den herkömmlichen, von der App vorgeschlagenen, hinzufügen.

Richte eigene Rituale ein.

Das könnte man anders machen

Ein wenig unpraktisch finden wir, dass beim Klicken auf die Erinnerung an ein Ritual automatisch der Ritualablauf beginnt, der auch über das Raketensymbol gestartet werden kann. Manch einem mag das helfen – andere haken allerdings einfach lieber das ab, was sie bereits erledigt haben. Eine große Arbeit, aus dem Ritual auszubrechen und manuell Häkchen zu setzen, ist es aber nicht. Bislang haben wir zudem noch nicht herausgefunden, ob es möglich ist, Herausforderungen, die für morgens gedacht waren, auf den Mittag zu legen.

Klar: Man könnte sie einfach im Nachhinein noch abhaken. Aber Ordnungs- beziehungsweise Organisationsfanatiker – und das muss man mit der App zu einem gewissen Grad sein – wird das kaum zufriedenstellen. Wir haben jetzt die Herausforderung, Sport zu machen, aktiviert, sie allerdings als einzelne Gewohnheit aus dem Morgenritual gelöscht und zum Nachmittagsritual hinzugefügt. In den nächsten Tagen werden wir sehen, ob das dortige Abhaken als Abarbeiten der Herausforderung akzeptiert wird.

Fabulous Sphere: Kostenpflichtige Zusatzoptionen

Über das kostenpflichtige Abonnement kannst du weitere Zusatzoptionen ergattern. So kannst du unter anderem mehr persönliche Gewohnheiten zu deinen Ritualen hinzufügen und andere Reisen antreten als die zu Beginn gewählte. Sie sind nach Zielen geordnet und helfen dir dabei, sie zu erreichen:

  • Gesunde Ernährung
  • Bleibe in der Spur (und konzentriere dich mehr)
  • Eine fabelhafte Nacht

Zudem gibt es über Sphere sechsmonatige Reisen für Sport, Selbstdisziplin, geistige Fitness sowie eine weitere für mehr Selbstachtung. Ausprobiert haben wir Sphere allerdings nicht. Daher können wir euch nur so viel sagen.

Mehr lesen: ‚Digital Wellbeing‘: Wenn das Handy die Sucht bekämpft

Ist Fabulous hilfreich?

Wir haben die Anwendung nun einige Tage getestet und müssen festhalten: Es bringt was. Sicherlich wird je nach Größe des Schweinehundes nicht jede Herausforderung funktionieren. Die dritte Herausforderung, die dem Nutzer auferlegt wird, ist das Sporttreiben am Morgen. Spätestens da wurde es dann auch beim Test kritisch. Wer sich ohnehin schon angewöhnt hat, zwanzig Minuten früher aufzustehen, um anständig zu frühstücken, dem wird es schwer fallen, eine weitere viertel Stunde weniger Schlaf zu bekommen. Ganz egal, ob es um das kurze Training zu Hause oder das Joggen um den Block geht.

Nichtsdestotrotz kann die Fabulous-App durchaus dabei behilflich sein, Gewohnheiten zu etablieren, die man zuvor vielleicht nicht hatte. Die Anwendung hilft dabei, uns daran zu erinnern und innerhalb eines Rituals fällt es uns sehr viel leichter, kleinere Aufgaben zu erledigen, als wenn uns abends einfällt „Hey, ich wollte noch Dehnübungen machen!“. Über den späteren Verlauf der Herausforderungen und über weitere Features können wir bislang nicht sprechen.

Probiert es doch einfach selbst aus: Vielleicht kann euch Fabulous auch dabei helfen, schlechte Angewohnheiten abzulegen und positive zu entwickeln.

 

Fabulous kannst du hier herunterladen: Android oder iOS

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