Falsches WhatsApp-Update bringt Schadsoftware aufs Smartphone

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Hacker tarnen Schadsoftware als WhatsApp-Update. Jetzt warnen Verbraucherschützer vor der Phishing-Nachricht, die den Nutzer dazu auffordert, ein vermeintliches Sicherheitsupdate zu installieren.

In den letzten Tagen versetzt eine WhatsApp-Nachricht Nutzer in Aufruhr. Onlinebetrüger senden über eine russische Nummer den Hinweis an WhatsApp-User heraus, dass ihre WhatsApp-Version gehackt wurde. Gleichzeitig fordern sie dazu auf, umgehend ein Sicherheitsupdate zu installieren, um dem entgegen zu wirken. Innerhalb der Nachricht befindet sich ein Link, der zur Installationsdatei führen soll.

So sieht die Fake-Nachricht aus

Die aktuell genutzte Rufnummer ist die +79257191762. Allerdings kann sie sich jederzeit ändern – ebenso wie der Text. Der genaue Wortlaut:

ACHTUNG!
Ihre WhatsApp-Version wurde gehackt! Installieren Sie das Update SOFORT!
Andernfalls ist WhatsApp nicht für Ihre Daten verantwortlich.
Link zur Aktualisierungsdatei: https://bit.ly/2GJGvtu
Geben Sie OK ein, um den Link zu aktivieren.

Noch einmal der Hinweis: Dein Account wurde nicht gehackt, es handelt sich um eine Falschmeldung!

Abzielen auf Zugriffsrechte

Die Betrüger lassen die Nachricht so aussehen, als käme sie von WhatsApp. Wer auf den Link klickt, wird auf eine externe Seite geschickt. Dort kann er eine Datei mit dem Namen ‚Security_Update‘ herunterladen. Wenn unwissende Nutzer das Update starten, werden sie zu den Systemeinstellungen weitergeleitet. Dort fordert das Programm ihn dazu auf, der Anwendung Zugriffsrechte zu übertragen. Die Verbraucherschützer warnen: Die App soll zwar weitestgehend ungefährlich für Apple-Geräte sein, bei Androiden hingegen bringt sie Malware aufs Handy.

Was kann die Schadsoftware anrichten?

Erteilt der Nutzer der Anwendung volle Zugriffsrechte, können ihm gleich mehrere Überraschungen blühen. Einerseits ist es möglich, dass sie Passwörter ausliest und so Zugang zu den Accounts des Nutzers erhält. Zudem kann es sein, dass ein Trojaner sich Zugriff auf Banking-Anwendungen verschafft und Überweisungen tätigt. Davon muss der Betroffene nicht einmal unbedingt etwas mitbekommen. Laut onlinewarnungen.de hat die Malware es wohl vor allem auf Daten von Kreditkarten abgesehen. Wer das falsche Update gestartet hat, kann die Anfrage nach Zugriffsrechten nicht umgehen.

Besser Vorsicht als Nachsicht walten lassen

Ist die Anwendung erst einmal installiert, ist das Kind im Brunnen. Eine einfache Deinstallation ist nicht möglich, jedenfalls nicht für den Laien. Daher sollten Betroffene das Smartphone umgehend vom Internet trennen oder besser direkt ausschalten. In den meisten Fällen ist es notwendig, das Handy via Hard-Reset auf den Werkszustand zurückzusetzen, um die schädliche Software sicher zu entfernen. Wer vorher ein Backup erstellt hat, kann es stattdessen einspielen. Möchte der Nutzer das nicht, ist der Gang zum Experten die Methode der Wahl.

Immer wieder wird Malware über gefakte WhatsApp-Nachrichten auf Android-Smartphones übertragen. Bitte achtet darauf, unbekannte Nachrichten nach Möglichkeit nicht zu öffnen, um euer Gerät vor Spyware und Trojanern zu schützen.

Quelle: https://www.onlinewarnungen.de/warnungsticker/vermeintliches-whatsapp-update-bringt-banking-trojaner-auf-das-smartphone/

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