Datenverbrauch beim mobilen Surfen steuern – Tipps für Android-User

Home-Bildschirm vom Android-Tablet Galaxy Note 10.1 2014 Edition mit Android-Robot

Eine der häufigsten Fragen vor der Anschaffung eines Vertrages ist: Reicht das Datenvolumen, welches ich dazu bekomme, aus? Wer dieser Frage direkt entgegenwirken will, kann sich direkt einen Vertrag mit hohem Datenpaket besorgen. Ich selbst habe zum Beispiel 30 GB in meinem Vertrag, gebrauchen tue ich allerdings etwa die Hälfte jeden Monat.

Natürlich haben 30 GB ihren Preis und so mancher Anbieter bietet gerade einmal 5000 MB (bei einer Aktion auch mal 10 GB) in seinen Tarifen mit an. Da hilft nur eines: Datenvolumen sparen und effektiv einsetzen. In diesem Artikel zeige ich daher Android-Usern, wie sie den Datenverbrauch reduzieren können.

Zum richtigen Zeitpunkt warnen lassen

Bereits im System des Android-Smartphones könnt ihr euren Datenverbrauch einsehen und die Einstellungen bearbeiten. Stellt am besten direkt erstmal euren Verbrauch samt Zyklus ein. Dann legt mit dem orangen Horizontalbalken eine Grenze fest. Am besten nicht direkt den Wert nutzen, den ihr wirklich habt. Bei beispielsweise 5000 MB Datenvolumen pro Monat sollte euch euer Smartphone bereits bei 4000 MB warnen.

Übersicht Datennutzung bei einem Android-Tablet

Auch Anbieter bieten Apps an, womit ihr euer aktuelles Datenvolumen sehen könnt. Manche Anbieter schicken zudem eine SMS, sobald sich das Guthaben dem Ende neigt.

Weiterhin empfehle ich zu schauen, welche Apps am meisten am Volumen nagen. In der Auflistung seht ihr direkt, welche Apps das Datenvolumen nutzen. Tippt ihr auf eine App, seht ihr wie viel die App im Vorder- und Hintergrund verbraucht. Es gibt auch Apps, die heimlich am Datenvolumen saugen. Das könnt ihr natürlich unterbinden, aber manche Apps sind wichtig. Daher seid vorsichtig bei der Auswahl.

Datenverbindungen abschalten

Wenn ihr euer Handy beiseite legt, es nachts auflädt oder keine Datenverbindungen benötigt, ist es ratsam, dann die Datenverbindungen auch abzuschalten. Das könnt ihr zum einen selbst machen oder mit Hilfe von nützlichen Apps erledigen lassen.

Eine App, die auf vielen Seiten genannt wird, ist AutoData. Diese App ist ohne Root nutzbar und beendet die Datenverbindung, sobald das Handy nicht genutzt wird. Zum Beispiel, wenn das Telefon länger im Standby ist. Damit ihr aber nichts verpasst, stellt die App alle 15 Minuten eine Verbindung her, um Nachrichten herunterzuladen. Wenn ihr das Telefon entsperrt, wird die Datenverbindung wieder aktiviert. Ideal, wenn ihr mal nachts woanders schlaft und kein WLAN vorhanden ist. So spart ihr auf jeden Fall Datenvolumen.

Es gibt aber auch Apps, die bestimmte Apps vollständig vom Datenverbrauch aussperren. Für Root-Nutzer ist Droidwall empfehlenswert. Android-Nutzer ohne Root können die App Firewall ohne Root nutzen. Mit diesen Apps stellt ihr so manche App dauerhaft offline.

Download und Streams nur über WLAN

Downloads und Streams verbrauchen viel Datenvolumen. Daher solltet ihr größere Downloads, besonders Updates, nur im heimischen WLAN nutzen. Dies kann man auch beim Google Play Store einstellen. Dort in den Einstellungen kann man unter „Automatische App-Updates“ die gewünschten Einstellungen auswählen. Danach werden Apps nur noch bei aktiver WLAN-Verbindung aktualisiert.

Aber auch andere Downloads sollten unterbunden werden. Am meisten genutzt wird bei vielen die App WhatsApp. Auch hier lädt diese automatisch Videos oder Audiodateien und Bilder herunter. Und auch hier kann man dies mit einer Einstellung abschalten. Unter Einstellungen -> Chat Einstellungen -> Auto-Download kann man für jeden Medientyp die gewünschte Einstellung treffen und worüber der Download stattfinden soll.

Musik- und Videostreams sollten ebenfalls nur über WLAN genutzt werden. Manche Anbieter bieten sogar an die Musik oder Videos offline zu nutzen. So könnt ihr im heimischen Netzwerk alles herunterladen, was ihr benötigt, und spart so an Datenvolumen. Habt ihr eine große Musiksammlung, könnt ihr eure Titel sogar bei Google hochladen (bis zu 20.000 Musikstücke) und diese dann vom Smartphone erneut herunterladen.

E-Mails und Surfen

Auch bei den normalen täglichen Dingen kann man Datenvolumen sparen. In der offiziellen Google-Mail-App zum Beispiel lassen sich einige Einstellungen für den Datenverbrauch machen. Man kann selbst festlegen, ob E-Mails automatisch synchronisiert werden sollen, oder auch die Synchronisation für bestimmte Ordner ausschalten.

Bei Googles offiziellem Browser kann man Website-Daten komprimiert herunterladen. Das Feature kann man in den Einstellungen fast ganz unten aktivieren. Eine andere Alternative ist die Nutzung eines kleineren Browsers wie beispielsweise Opera Mini. Der Browser komprimiert Daten um bis zu 90 Prozent und spart so wertvolles Volumen.

Während des Surfens selbst solltet ihr Werbung blocken. Werbung frisst auch Datenvolumen. Adblocker, zum Beispiel AdBlock Plus für Android, helfen hier die lästige Werbung zu verbergen.

Datenvolumen reicht immer noch nicht

Haben all die Tipps nicht geholfen und ihr braucht immer noch sehr viel an Datenvolumen und wollt gewisse Punkte nicht ändern, hilft nur noch am Ende sich einen neuen Datentarif innerhalb seines Vertrages zu bestellen.

Und wenn ihr keinen anderen Tarif möchtet, dann nützt nur noch der Flugmodus. Besser kann man sein Datenvolumen nicht schonen.

1 Kommentar

  1. Es gibt doch noch die Option im Browser die Bilder auszublenden – und fallweise als Ausnahme einblenden zu lassen.
    Bringt schnelle Seiten, niedriges Transfer Volumen und manchmal leider auch leere Seiten oder grottenschlechte Seiten. Aber es spart gewaltig.

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