Android „Pie“ bestätigt – Google Pixel wird zuerst versorgt

Android Pie bringt einige Neuerungen für den Nutzer mit.
Bild © Google

Google hat die Entwicklung seiner neuen Android-Version P abgeschlossen und direkt den Rollout für seine eigenen Pixel Smartphones gestartet. Die Smartphones anderer Hersteller werden ab Herbst nach und nach mit dem Update versorgt. Wer Android P jetzt auf sein Pixel Smartphone herunterladen möchte, kann wenige Tage auf das OTA Update warten, oder man lädt das gesamte Softwarepaket für das Google Pixel einfach über die Images herunter.

Ein Stück vom Kuchen

Google hat seine neue Android-Version nun „Pie“ genannt. Im Vergleich zu den sonstigen Namen des Betriebssystems ist dieser Name schon beinahe lieblos ausgewählt. Man hätte Android zumindest „Peach Pie“ nennen können. Aber gut, über Geschmack kann man streiten. Vor dem Hauptquartier von Google hat sich auch schon eine große Statue mit einem entsprechenden Kuchen häuslich eingerichtet. Uns geht es aber mehr um die Software an sich, auf die wir nun mal einen Blick werfen möchten.

Aktionen und Notch-Anpassungen

Android P verfügt über sogenannte App Actions. Mit ihnen kann der Nutzer vorbestimmte Aktionen einer kompatiblen App direkt ausführen, ohne sich erst durch das Menü der entsprechenden App klicken zu müssen. So könnt ihr euch beispielsweise direkt vom Homescreen aus den Weg zur Arbeit von Google Maps anzeigen lassen. Wer über einen Messenger eine Nachricht bekommt, kann diese direkt beantworten, ohne dabei erst in die App wechseln zu müssen.

Immer mehr Smartphones haben die sogenannte Notch integriert, die Einkerbung des Displays, in der sich die Kameralinsen und Lichtsensoren befinden. Die wenigsten Apps können mit der Notch aktuell etwas anfangen. Unter Android P jedoch soll es eine API geben, mit denen sich die Notch einfacher in die App-Darstellung integrieren lassen soll.

Android sorgt für euer digitales Wohlbefinden | Bild © Google

Digitales Wohlbefinden

Wie auch Facebook und YouTube zuvor, so soll auch Android P dafür sorgen, dass wir nicht zu lange am Handy sitzen. So bekommt die neue Android-Version einen steuerbaren Überwachungsdienst, der uns darauf hinweist, dass wir mal eine Pause vom Handy nehmen sollten. Der Nutzer kann selbst festlegen, wie lang die maximale Nutzungsdauer sein soll. Wer trotzdem weiter am Handy sitzen möchte, kann die Nutzeroberfläche ab einem bestimmten Zeitpunkt in den Schwarzweiß-Modus schalten lassen, damit ein Wegsehen von den Inhalten ein wenig attraktiver wird.

Android P: Neue Menüführung

Was an Android P direkt ins Auge sticht, ist die neue Navigationsleiste. Anstelle des Homebuttons gibt es in der Mitte am unteren Rand nun einen Strich. Android P lässt sich einfach über Gesten steuern, sodass der Homebutton an sich nicht mehr benötigt wird. Die am häufigsten verwendeten Apps werden angezeigt, wenn der Nutzer von der Navigationsleiste aus nach oben wischt. Noch ein Wisch nach oben und er gelangt in die Übersicht zu allen anderen Apps. Die Apps, die aktuell im Hintergrund laufen, erreicht man durch ein Wischen von der Mitte zur Seite. Dass die häufig verwendeten Apps somit im Grunde einen eigenen Screen bekommen, ist ein großer Vorteil. So könnte der Homescreen einfach nur das Hintergrundbild anzeigen und es blieben nur noch die Apps dort, auf die man im Zweifel sehr schnell zugreifen möchte.

Bild © Google

Nutzerprofile anlegen

Android P gibt euch nun die Gelegenheit, eigene Profile anzulegen, beispielsweise fürs Büro. So könnt ihr festlegen, wie sich das Smartphone zur Arbeitszeit verhalten soll und welche Apps während dieser Zeit so gar nicht gebraucht werden. Ihr bekommt zum Beispiel keine Benachrichtigungen von einer App, die im aktuell verwendeten Profil gar nicht vertreten ist.

Android P hat noch einige weitere Funktionen parat, aber die oben genannten sind schon die auffälligsten, sodass wir sie euch ein wenig näher bringen wollten. Alle Neuheiten in Android Pie findet ihr im Blog der Google-Entwickler. Wann das Update für die anderen Android-Geräte kommt, lässt sich nicht sagen. Allerdings können wir wieder von Januar bis Juni 2019 ausgehen. Geräte, die im Winter oder Frühjahr neu auf dem Markt erscheinen, werden Android Pie sicherlich schon vorinstalliert haben.

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