Wenn das Handy deinen Alltag bestimmt

Gedankenspiele zum Thema „Smombie“ und Suchtbekämpfung

Jeden Tag und zu jeder Zeit am Smartphone: Bin ich handysüchtig?

Smartphones diktieren unseren Alltag immer mehr. Kaum gibt das Gerät ein Geräusch von sich, hängen wir am Display. In den letzten Jahren scheint der Handykonsum noch gestiegen zu sein – und mit ihm die Anzahl der Proteste.

Schon im Februar haben wir hier über das Thema Handysucht referiert. Bevor die Augen richtig offen sind, greifen wir zum Handy, checken WhatsApp, Facebook und unsere E-Mails. Und wenn wir gerade dabei sind, können wir auch noch bei Twitter vorbeischauen und abchecken, wer schon wach ist.

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Schlimmer als Generation „Smombie“?

Das Kofferwort „Smombie“ beschreibt die neue Generation – also die, die ständig am Handy hängt und sich auf nichts anderes konzentriert. Seit Ende letzten Jahres sollte wohl jedem waschechten Jugendlichen das Wort bekannt sein – schließlich wurde es zum Jugendwort 2015 gekürt.
Die Frage ist doch nur: Ist dann eine ganze Generation im psychologischen Sinn handysüchtig? Sind wir in einer Epoche angekommen, in dem kollektiver Wahnsinn wieder Ausgang hat? Manchmal fragen wir uns, ob wir mehr am Smartphone hängen als andere. Sind wir „handysüchtiger“ als unsere besten Freunde? Und wer legt das fest? Amerikanische Experten bestimmten: Wer mehr als sechzigmal am Tag am Handy hängt, ist süchtig. Aha.

Dann fangen wir also an zu zählen, schauen nur achtundfünfzigmal am Tag nach Facebook und sind sicher, oder? Natürlich ist es nicht so einfach wie es scheint. Es muss Maßstäbe geben, die krankhaftes Verhalten festlegen, aber handysüchtig ist wohl in erster Linie der, der sich maßgeblich selbst von seinem Smartphone den Alltag diktieren lässt. Schlimmstenfalls nervt er nicht nur andere damit, sondern auch sich selbst.

Gehwege und Straßenschilder – Akzeptanz für Suchtverhalten?

Handysucht ist vor allem in den letzten Jahren zu einem vieldiskutierten Thema geworden. In China wurde 2014 der erste Gehweg für Handynutzer eröffnet. Er sieht aus wie ein Fahrradstreifen in der Innenstadt und soll Zusammenstöße mit anderen verhindern. Ein Jahr später wurde ein ähnlicher Gehweg in Antwerpen eingeführt. Zu diesem kuriosen Thema haben wir selbstverständlich auch schon unseren Senf gegeben. Das muss zum Nachdenken anregen. Ende 2015 setzte Stockholm dem Ganzen allerdings noch die Krone auf. In der Stadt tauchten neue Straßenschilder auf: Gefahrenzeichen mit einer eindeutigen Warnung. In ihrer gelb eingefärbten Mitte können wir zwei Personen erkennen, die den Blick auf ihre erhobene Hand gerichtet haben.


Der dafür verantwortliche Jacob Sempler möchte auf die zunehmende Rolle von Handys im Alltag hinweisen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen taubstummen Eremiten, sondern um einen Mann, der die Folgen des Handykonsums am eigenen Leib erfahren hat. Beinahe wurde er – den Blick auf sein Display geheftet – überfahren, als er die Straße überqueren wollte. Ähnliche Aktionen wie in Stockholm gab es übrigens auch in San Francisco. Dort wurden „Technik verboten“-Schilder in Parks aufgestellt. Das Ziel war es auch hier, die Passanten darauf aufmerksam zu machen, wie stark Smartphones unseren Alltag inzwischen beherrschen.

Was können wir dagegen tun? Wir haben 10 Tipps gegen Handysucht zusammengestellt, die dir dabei helfen, deinen Handykonsum zu reduzieren.

Quelle: http://www.chip.de/news/-Vorsicht-Smombies-Kuriose-Verkehrsschilder-warnen-vor-Smartphone-Nutzern_85763517.html

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