Was geht, 5G?

Was geht, 5G?

Und wann geht eigentlich 3G? Gehen wir bald alle noch häufiger ins Internet, weil es endlich schneller geworden ist? Und wofür steht eigentlich dieses „G“, von dem diese Technik-Freaks alle reden? Fragen über Fragen und wir liefern euch hier ein paar Antworten.

Next Generation

Irgendwie ist 5G in aller Munde, genau wie 4G oder LTE  – und überhaupt diese ganzen Begriffe, über die man stolpert, wenn man sich mit dem Kauf eines neuen Handys inklusive eines Neuvertrags oder eines Tarifwechsels beschäftigt. Derzeit begegnet einem dieses „5G“ auch häufiger in den Medien, werden doch gerade überall 5G-Testgebiete errichtet. Aber was bedeutet das überhaupt? Im Prinzip ist „5G“ nichts weiter als die Abkürzung für „5. Generation“. Und zwar handelt es sich dabei um die 5. Generation eines Standard für mobiles Internet, welches sich – bis heute –  im Laufe der Jahre stetig weiterentwickelt, schneller wird, mehr Möglichkeiten bietet und sich somit den immer fortschreitenden Bedürfnissen der Digitalisierung angepasst.

  1. Unter der Generation verstand man das GSM-Netz, mit dem es in den 1990er Jahren erstmals möglich war, mit dem Handy auf das Internet zuzugreifen, wenngleich auch sehr rudimentär und mit geringer Geschwindigkeit.
  2. Bei der Generation wurde die Abkürzung „2G“ zur gängigen Umschreibung der „Enhanced Data Rates für GSM Evolution“ – kurz „EDGE“. Dabei handelt es sich um eine Technik, mit der die Datenrate im Gegensatz zum Vorgänger GSM erhöht wurde.
  3. Mit dem UMTS, dem Universal Mobile Telecommunications System, etablierte sich „3G“, die Generation des mobilen Internets.
  4. Nach UMTS folgte die LTE (Long Term Evolution)-Technik – und jetzt wird es etwas kompliziert. Denn LTE ist nicht gleich „4G“. Die LTE ist eher eine bessere Version von 3G, da die reine LTE-Technik nicht ganz den internationalen Richtlinien von 4G entspricht. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, wurde LTE so weiterentwickelt und auch als LTE-Advanced bezeichnet, welches nun die Vorgaben erfüllt und auch als Generation (4G) des Mobilfunkstandards bezeichnet werden kann.
  5. Nun laufen die Testphasen für die Generation (5G) mobilen Datentransfers, die technisch noch eine große Schüppe drauflegen und Datenraten bis zu 10 Gigabit pro Sekunde erreichen soll. Damit wäre die neue Technoligie ungefähr 10 Mal schneller, als der aktuelle LTE-Advanced-Standard.

 

5G in Deutschland

Vodafone funkt seit etwa Mitte Juli 2019 mit rund 60 Antennen im 5G-Netz. In Städten ausgedrückt heißt das konkret, dass Menschen mit 5G-fähigen Handys in München, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Berlin, Dresden, Leipzig, Darmstadt, Mühlheim an der Ruhr, Frankfurt und Bremen sowie in den Gemeinden Hattstedt (Nordfriesland), Lohmar (NRW) und Birgland (Bayern) am Testlauf teilnehmen können. Bis Ende des Jahres 2020 sollen insgesamt 10 Millionen Menschen an das 5G-Netz angeschlossen sein, bis Ende 2021 sogar 20 Millionen.

Die Telekom startete zur IFA (Internationale Funkausstellung) im September 2019 den 5G-Betrieb und ist in Berlin, Bonn, München, Darmstadt, Köln und Hamburg aktiv. Leipzig soll noch im Dezember 2019 folgen. Bis Ende 2020 möchte die Telekom 1.500-5G-Antennen aufgestellt haben.

Auch die O2-Mutter Telefónica Deutschland sicherte sich bei der Auktion insgesamt 90 MHz an 5G-Frequenzen und läutet somit die 5G-Ära. Der Netzausbau startet 2020. Bis Ende 2021 wird sie große Teile von Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt mit 5G versorgen.

Als vierter Netzbetreiber in Deutschland hat sich 1&1 Drillisch bei der Auktion der Bundesnetzagentur ebenfalls Anteile am 5G-Netz gesichert. Wann dort der Netzausbau beginnt, ist bislang nicht bekannt.

Wenn die Netze entsprechend ausgebaut und die Antennen aufgestellt sind, soll im Endeffekt – nach Tests und Anpassungen – eine Datenaustauschrate mit 10 Gigabits pro Sekunde möglich sein. Das wäre um ein Vielfaches schneller als bei der Übertragung via LTE.

 

3G geht…

…und macht damit einige Handys funktionsuntüchtig. Zumindest, was das mobile Internet angeht. Doch keine Panik, die Abschaltung findet – je nach Anbieter – erst zwischen Ende 2020 und 2021 statt. Es bleibt dir also noch genug Zeit, um technisch aufzurüsten. Und viele der aktuell genutzen Handys sind schon für die Nutzung von LTE und 5G ausgestattet. Lediglich vor 2013 angebotene Top-Smartphones und nur ganz wenig neue Android-Handys können LTE noch nicht. Apple-Geräte sind seit dem iPhone 5 (mit Einschränkungen, teils nur mit Software-Update) fit für LTE, Samsung Handys ab dem Galaxy S4. Wenn du in deinem Android-Phone checken willst, ob dein Handy via 4G/LTE funkt, schau einfach in den Einstellungen nach.

Unter Einstellungen > Verbindungen > (je nach Gerät muss man eventuell an dieser Stelle unter „weitere Einstellungen“ suchen) > Mobile Netzwerke > Netzmodus

kannst du deinen Status quo deines aktuellsten, unterstützenden Funkstandards überprüfen.

Warum 3G abgeschaltet wird, möchtest du noch wissen? Das hat vor allem materielle Gründe. Durch die neue 5G-Technologie herrscht Gedränge an den Frequenzbändern und das schwächste Glied – nämlich 3G – muss weichen, damit 5G auf seinen Frequenzen funken kann.

 

Was tun?

Falls dein Handy also eventuell noch nicht LTE-fähig ist, du aber mit dem technischen Fortschritt mithalten möchtest, solltest du über eine Neuanschaffung nachdenken. Wie gut, dass du bei handyflash.de nicht nur informative Blogartikel erhältst, sondern auch eine große Auswahl an  topaktuellen (lte-fähigen) Smartphones und passenden Tarifen. Viel Spaß beim Stöbern.