Nachhaltigkeit im Internet

Nachhaltigkeit Im Internet
Nachhaltigkeit Im Internet

Nachhaltigkeit ist zurzeit in aller Munde. Ganz egal ob es um die Reduktion von Plastik, ein minimalistisches Leben oder andere Dinge geht. Selten machen wir uns jedoch Gedanken, wenn es um die Nachhaltigkeit im Internet geht.

Hier mal ein Klick, da mal ein Youtube Video oder vielleicht doch ein Film auf Netflix. Was für uns nur eine kleine Sache ist und von einem Moment auf den anderen passiert, verbraucht Strom und damit Ressourcen. Je ineffizienter die Rechenzentren laufen, desto weniger nachhaltig ist auch die Internetnutzung.

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Was die Rechenzentren tun, kannst du nicht wirklich beeinflussen, dafür aber dein eigenes Verhalten. Deswegen bekommst du von uns einige Tipps an die Hand, wie auch du nachhaltiger Surfen kannst.

Wieso überhaupt Nachhaltigkeit im Internet?

Auch wenn einige felsenfest davon überzeugt sind, dass der Klimawandel nicht existiert. Tatsächlich ist er aber eines der größten Probleme der Menschheit – das weitere Probleme mit sich bringt.

Um die Nachhaltigkeit im Netz zu gewährleisten muss an vielen Stellschrauben gedreht werden, welche sowohl IT-Firmen als auch Nutzer gleichermaßen betreffen.

Wusstest du, ...
…dass Jeder einzelne Google-Nutzer, alleine mit seinen monatlichen Suchanfragen eine 60-Watt Glühbirne für drei Stunden mit Strom versorgen kann?

…dass der Energiebedarf von Servern zwischen den Jahren 2015 und 2025 um 60 Prozent steigen wird.

Also auch wenn wir glauben, dass eine Suchanfrage bei Google wenig Strom verbraucht, ist es dennoch eine Menge Energie, die sich aufsummiert. Du siehst also, auch die Nachhaltigkeit im Internet ist ein wichtiges Thema, welches wir uns annehmen sollten.

1. Nachhaltige Suchmaschinen

Suchmaschinen sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags. Eine Suchanfrage ist schnell getippt und sie liefert uns schnelle Informationen auf unsere Fragen. Die schnellen Helfer komplett weg zu lassen, ist also für die meisten keine Option.

Wie wäre es dann aber mit einer nachhaltigeren Alternative, wie zum Beispiel „Ecosia“? Diese Suchmaschine nutzt ihre Gewinne, um Bäume zu pflanzen. Mittlerweile sind es schon mehr als 84 Millionen.

2. Keine Suchanfragen über den Browser oder Sprachassistenten

Sowohl die Suche über den Browser, als auch über Sprachassistenten wie Siri, Cortana oder Alexa benötigen einen höheren Energie- und Rechenaufwand, als die Suche über Suchmaschinen.

Tippe deine Suchanfrage also am besten direkt ein, als solche Assistenten zu nutzen.

3. Download-Links anstelle von große Dateien verschicken

Am nachhaltigsten verschickst du große Dateien über einen Download-Link, als zum Beispiel über E-Mail. Der Versand der Datei benötigt nämlich zum einen Speicherplatz im E-Mail-Programm und muss, je nach Empfänger, zusätzlich auf den anderen Server hochgeladen und gespeichert werden.

Der Versand des Download-Links einer Cloud spart sowohl Energie-, Speicher- und Rechenleistung ein, da die Datei nur einmal hoch- und heruntergeladen werden muss.

4. Ökostrom bei dir zu Hause

Jeden Tag nutzen wir unseren Strom, für Licht, um unsere Geräte wie zum Beispiel den Kühlschrank am Leben zu erhalten oder auch um unser Handy aufzuladen. Aber woher kommt der Strom eigentlich?

Für eine nachhaltige Nutzung solltest du am besten auf Strom aus erneuerbaren Energien setzten. Dazu zählt zum Beispiel Strom aus Wind-, Solar- und Wasserkraft. Im besten Fall wählst du sogar einen Anbieter, der ganzheitlich auf nachhaltige Energiequellen setzt.

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5. Lösche deine ungenutzten Accounts & Abos

Kaum hat man irgendwo mal irgendetwas bestellt und schon hat man ein Newsletter-Abo an der Backe. Diese Mails werden im Regelfall eh ungelesen gelöscht. Ähnlich sieht es auch mit ungenutzten Accounts aus, die dich mit nervigen E-Mails wieder „zurückholen“ wollen.

Wenn du die Accounts löschst und dich von den Newsletter-Abos abmeldest, sparst du nicht nur Zeit, sondern auch unnötige Energie. Als weiteren Pluspunkt wird dein Postfach übersichtlicher und hilft dir sogar etwas minimalistischer zu Leben.

6. Nutzung von Streaming-Diensten reduzieren

Wir wissen, das ist schwer zu verkraften und vor allem die Binge-Watcher unter uns müssen jetzt sehr stark bleiben.

Aber tatsächlich können rund drei Viertel des durchschnittlich genutzt Datenvolumens im Internet auf die Nutzung von Streaming-Diensten wie Netflix und Spotify zurückgeführt werden.

Nachhaltiger kannst du damit umgehen, indem du zum Beispiel deine Lieblingstitel über eine WLAN-Verbindung herunter lädst und offline abspielst. Genauso kannst du es auch mit Netflix Filmen halten, die du unterwegs sehen willst.

7. Einfach mal ausschalten

Der Standby-Modus ist ziemlich praktisch, die Geräte brauchen nicht so lange zum Hochfahren und sind schneller einsatzbereit. Trotzdem verbraucht jedes elektronisches Gerät Strom – auch im Standby-Modus. Dadurch, dass wir mittlerweile so viele Geräte besitzen, kann sich das auf Dauer ganz schön läppern.

Genauso sieht es im Übrigen auch mit deinem WLAN-Router aus. Eigentlich ist es nicht nötig, dass der Router die ganze Nacht Strom für deinen Internetanschluss verbraucht. Schalte ihn einfach ab, wenn du dich schlafen legst und mach ich wieder an, wenn du aufstehst.

Tipp: Steckdosenleisten mit Kippschalter vereinfachen das Ganze. So kannst du mit einem einzigen Schalter ganz easy mehrere Geräte gleichzeitig ausschalten und sie wieder anmachen, sobald sie benötigt werden.

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8. Muss es wirklich ein neuer Laptop sein?

Das nachhaltigste was du tun kannst, ist deinen vorhandenen Laptop reparieren zu lassen, sollte er kaputt sein. Wenn auch das nicht mehr funktioniert, könntest du dir darüber Gedanken machen einen gebrauchten Laptop zu kaufen.

Achte hierbei darauf, dass dieser nur so leistungsstark ist, wie er für dich und deine persönlichen Zwecke sein soll. Grafiker und Gamer brauchen einfach andere Funktionen und Rechenleistungen, als jemand, der nur ab und zu im Internet surft.

9. Wähle grüne E-Mail-Anbieter

Neben Strom-Anbieter, die dich mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen, gibt es auch grüne E-Mail-Anbieter. Diese nutzen selbst Ökostrom um den Energiebedarf ihrer Rechenzentren zu bewältigen oder kompensieren ihre damit verbundenen Treibhausgasemissionen.

Wenn du dir einen Anbieter aussuchst, achte einfach auf das Label für Ökostrom oder Kompensationszahlungen.

10. Fachgerechtes Entsorgen der Elektrogeräte

Manchmal bringt leider auch Reparieren nichts mehr. Entsorgen solltest du diese Elektrogeräte weder im Hausmüll, noch am Straßenrand.

Bringe sie stattdessen zu einem Großhändler oder den Recyclinghof.

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11. Lieber WLAN als Mobilfunk

Tatsächlich ist es so, dass die Datenübertragung über das Mobilfunknetz deutlich mehr Energie kostet als zum Beispiel über LAN oder WLAN.

Na klar, das Surfen über die Mobilen Daten ist oft deutlich bequemer. Trotzdem ist die Nutzung eines stationären Anschlusses, zum Beispiel wenn man zuhause ist, deutlich nachhaltiger.

12. Ein Bildschirm mit der richtigen Größe

Ähnlich wie bei einem neuen Laptop verhält es sich auch mit der Bildschirmgröße. Hol dir am besten einfach einen Bildschirm mit einer Größe, die du wirklich benötigst.

Je größer der Bildschirm, umso mehr Energie wird verbraucht. Ganz davon zu schweigen, dass die größeren Geräte auch deutlich mehr kosten.

So sparst du sowohl bei der Anschaffung, als auch beim Strom.

13. Fazit

Wie du siehst, auch rund ums Internet kannst du dich nachhaltig verhalten. Natürlich müssen nicht alle Tipps und Vorschläge immer zu 100% befolgt werden. Oft beginnt es mit kleinen Schritten die bereits eine große Wirkung haben.

Wenn wir uns alle nach und nach zu einer etwas nachhaltigeren Lebensweise bewegen, können wir zusammen viel erreichen.