Ein Leben ohne Smartphone – unvorstellbar?

Das Smartphone: Navigationsgerät, Infozentrale, Kommunikations-Allrounder

Ja, es gab sie einmal: die Zeit vor der Erfindung des Smartphones. Geht man noch ein Jahrzehnt zurück, landet man sogar in einer Zeit, in der nur die wenigsten ein Handy hatten. Ich kann mich sogar noch daran erinnern.

Ein einfacher Fingertipp ändert alles

Der Siegeszug der Smartphones begann 2007, als Steve Jobs, damals noch Apple-Chef, das erste iPhone vorstellte. Zwar gab es bereits ab Mitte der 1990er Jahre Vorläufer, doch der richtige Durchbruch gelang erst Apple. Das iPhone hatte ein völlig neues Betriebssystem, das sich ausschließlich über einen Touchscreen bedienen ließ. Die Konkurrenz zog nach, Android-Mobiltelefone kamen auf den Markt. Und mit ihnen auch die ersten Apps. Ein einfacher Fingertipp ruft Softwareapplikationen auf, die immer größeren Anteil an unserem Leben nehmen. Heute gibt es Millionen davon – für die unterschiedlichsten Bereiche.

Aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken

Was machen wir heute nicht alles mit unseren Smartphones? Wir organisieren Termine, buchen Flugtickets oder tauschen uns mit Freunden aus. Wir gucken täglich, wie das Wetter wird, kontrollieren Kontobewegungen und checken E-Mails. Und das ist längst noch nicht alles. eBay, Amazon, mobile Navigation – die Taschencomputer im Handyformat haben viel zu bieten. Besonders pfiffige Apps übernehmen sogar die Steuerung von Haushaltsgeräten. Längst sind Smartphones unsere ständigen Begleiter und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Genauer gesagt hat eine Forsa-Umfrage von 2012 ergeben, dass sich vor allem junge Menschen ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen können. Mehr als die Hälfte der befragten männlichen Teilnehmer gab an, dass sie nicht einmal eine Woche auf ihr Handy verzichten könnten. Bei den Mädchen und jungen Frauen waren es sogar rund sechzig Prozent.

Möglichkeiten entdecken, Ideen leben

Hätte man mich gefragt, wäre ich ebenfalls Teil dieser Statistik geworden. Morgens das Wetter nachschauen, E-Mails abrufen, WhatsApp-Nachrichten von Freunden und Kollegen beantworten, Kontostand überprüfen – das alles mache ich schon vor der Arbeit. Und zwar täglich. Tatsächlich hat Steve Jobs schon bei der Markteinführung des iPhones Visionen gehabt:

„Stellen Sie sich vor, was alles möglich sein wird.“

Und er sollte recht behalten. Keine Frage, auch in Zukunft wird das Smartphone unseren Alltag stark beeinflussen.

Aber wie wäre das Leben ohne Smartphone?

Aber was wäre, würde ich nur einen einzigen Tag auf mein Handy verzichten? Das Wetter wäre kein Problem, dafür gibt es ja noch das Fernsehen oder Radio. Aber den PC hochfahren lassen, nur um E-Mails abzurufen? Vor den Smartphones habe ich genau das getan. Abends nach der Arbeit – und das hat angesichts der Vielzahl immer ein wenig gedauert. Wie unpraktisch, wenn ich das mit den heutigen Möglichkeiten vergleiche. Und die Kommunikation mit Freunden und Arbeitskollegen per WhatsApp? Fremde Menschen nach dem Weg fragen, anstatt einfach bei Google Maps nachzuschauen? Ich glaube, darauf könnte ich nur schwer verzichten. Von Facebook wollen wir gar nicht erst reden.

Irgendwo zwischen Facebook und Realität

Und doch gibt es auch Befürworter. Sie sagen, ohne Smartphone wäre das Leben entspannter. Und sozialer. Es gibt witzige Cartoons à la „Keine Sorge, Smartphone ist heilbar“, die uns die Schwachstellen der Smartphone-Abhängigkeit aufzeigen. Und ja, ich fühle mich manchmal ertappt. Öfter mal der Devise „Kopf hoch“ folgen, ist eine gute Idee. Auf Geburtstagsfeiern zum Beispiel finde ich es ganz furchtbar, wenn die Hälfte der Gäste auf dem Smartphone tippt oder die Statusmeldungen bei Facebook anschaut, anstatt sich mit den Sitznachbarn zu unterhalten. Und beim Autofahren hat das Smartphone nichts beim Fahrer zu suchen. Ja, es gibt ein reales Leben und das sollten wir nicht vergessen.

Aber ganz verzichten könnte ich nicht mehr – das Leben wäre doch wesentlich unbequemer. Vieles würde wieder einen Mehraufwand bedeuten. Wahrscheinlich ist es wie mit allen Dingen in Leben: Finde den goldenen Mittelweg.

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